Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1907-1908
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1907-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3504366-3504423-3504424--592-3524852- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
I. Dem Andenken des Prof. Dr. E. Philippson, Direktors der Jaeobsonschule tob Ostern 1S56 bis zu seinem Ableben am 221 Dezember 1906. Ansprachen, gehalten bei der Gedenkfeier in der Turnhalle der Anstalt am 15, Jan. 1908, a) Ansprache des Direktors. Hochgeehrter Herr Kurator! Sehr geehrte Damen im öl Herron! Liebe Schüler! Zu einer traurig ernsten Feier sind wir hier zusammengetreten. Es gilt, das Gedächtnis des Mannes zu feiern, der mehr als zwei Jahrzehnte an der Spitze der Jaeobsonschule stand, und der vor nunmehr einem Jahre jählings seiner segensreichen Wirksamkeit durch den Tod entrissen worden ist. Äussere Umstände haben uns verhindert, am Todestage selber, dem 22. Dezember, diese Feier zu veranstalten. Unsere Schulgerneinde hat aber diesen Tag nicht übersehen, sie gedachte in stiller Wehmut des verehrten Toten, und Lehrer und Schüler gaben diesem Gefühle in einem an die Witwe entsandten Telegramm Ausdruck. Meine verehrten und meine lieben Zuhörer! Es war mir nicht vergönnt, Direktor Professor Dr, Philippson im Leben naher zu treten, und es ist mir daher unmöglich, vor Ihrem und eurem geistigen Auge die ganze Persönlichkeit des Mannes in dieser wehmutsvollen Stunde aufleben zu lassen. Den inneren Menschen des Verewigten, das eigentlich Seelenvolle und Lebendige seines Wesens, zu malen überlasse ich meinem hoch vereinten Herrn Kollegen, Oberlehrer Dr. Schäfer, der Direktor Philippson von Anbeginn seiner Tätigkeit an dieser Stätte kannte und mit ihm in täglichem Gedankenaustausch verkehrte. Was ich in engem Rahmen zu schildern versuchen werde, ist nur nach der Art des schlichten Geschichtsschreibers, der sein Wissen aus den ihm überkommenen Akten schöpft Aber freilich, da ich die ausserordentliche Ehre geniesse, sein Nachfolger im Amte zu sein, da ich tagtäglich Gelegenheit habe, die Prüchte seines unermüdlichen Schaffens kennen zu lernen und sie zu meinem eignen Nutzen und Frommen zu verwenden, so ist es doch etwas mehr als