Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1905-1906
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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10 Gustav Große, geboren am 24. August 1867 in Ascher sieb en> evangelischer Konfession, vorgebildet auf der Rea.lsch.ule L Ordnung seiner Vaterstadt, studierte seit Ostern 1878 auf der Universität Halle während sieben Semester Mathematik und Physik und bekleidete dann eine Hauslehrersfcelle auf dem adligen Gute Perschein bei Preuß. Ejiau. Am 23. April 1883 und am 2. Kai 1885 bestand er zti Halle die Prüfung pro facultate docendi und erwarb sich die Lehrhefahigung für Mathematik, Physik und französisch. Das Probejahr leistete er Ostern 1885/86 an dem Realprogymnasium in Naumburg a. d. Saale ab und war dann noch zwei Jahre als wissenschaftlicher Hilfslehrer an derselben Anstalt tätig. Vom 1. April 1888 bis dahin 1891 war er erster Lehrer an der höheren Knabenschule zu Camburg a. d. S. Sodann trat er als Beamter in die Verwaltung des Anhal tischen Knappschaftsvereins zu Gothen in Anhalt ein und übernahm gleichzeitig vom 1. Oktober 1801 bis 1. April 1897 eine Anzahl Lehr stunden für Mathematik und Physik an dem dortigen neu errichteten höheren technischen Institute. Am 1. April 1899 gab er aus Gesundheitsrücksichten auch das erstere Amt wieder auf und wurde vom Kgl. Provinzial-Schulkollegium der Provinz Sachsen zunächst mit der Vertretung eines beurlaubten Oberlehrers am Gymnasium in Neuhaldensleben für ein Jahr betraut. Vom 1. April 1900 bis 1, Oktober 1901 war er wissenschaftlicher Hilfslehrer an der höheren Knabenschule in Haspe i, W. und dann Verwalter einer Oberlehrer stelle an der Itealschule zu Oberstein-Idar. Ostern 1903 folgte er einem Rufe als wissenschaftlicher Hilfslehrer für Mathematik an der Jacobson-Schule und erlangte hier, nachdem er sich im Herbste v. J. noch in Halle a, 9. die Lehrbefähigung in angewandter Mathematik für die oberste Stufe erworben hatte, feste Anstellung, Moritz Marcus, geboren am 26. Oktober 1873 zu Halsdorf, Kreis Kirchhain, israelitischer Religion, trat, nachdem er die Lateinschule seiner Vaterstadt besucht hatte, in die Lehrerbildungsanstalt zu Cassel ein und bestand dort am 26. März 1807 die erste, am Kgl. katholischen Lehrerseminar zu Rüthen, Reg,-Bez. Arnsberg, am 9. Mai 1903 die zweite Lehrerprüfung. Von Ostern 1807 bis zu seiner Berufung an die Jacobson-Schtüe am 1. Juni 1904 war er in Lippstadt als Prediger und Lehrer der israelitischen Gemeinde sowie als Religionsiehrer des Realgymnasiums und der höheren Töchterschule angestellt. Otto Bode, geboren am 20. November 1875 zu Bornum a. Harz, evangelischer Konfession, besuchte die höhere Privatschule zu Bockenem und das Herzogl. Lehrer-Seminar in Wolfenbütfcel, Ostern 1897 bestand er hier die Abgangs-, im Mai 1901 die Schulamtsprüfung- Als Lehrer war er tätig von Ostern 1897 bis Michaelis 1901 zu Ildehausen, dann bis zu seiner Berufung an die J.-Sch. Michaelis 1904 an den Bürgerschulen zu Gera, Im Sommer 1900 nahm er an einem Ferienkursns in Greifswald, im Winter 1001/02 an wissenschaftlichen Vorlesungen in Jena, im Sommer 1903 an einem Perienkursns zu Genf, vor Pfingsten 1905 an einem KnrsrjB zur Ausbildung von Lehrern der Jngendspiele in Braunschweig und in den Sommerferien 1905 an einem solcii&n für Knahenh an dar bei ts-Unterricht in Leipzig teil. Für den Ostern y. J. an die Realschule der israelitischen Gemeinde zu Frankfurt 4 a. M. berufenen Herrn Oberlehrer Dr, Kunz trat der Kandidat des höheren Schulamts Herr Dr. E. Scherping als wissenschaftlicher Hilfslehrer ein» Dieser wird mit Beginn des neuen Schuljahrs auf voraussichtlich zwei Jahre beurlaubt werden, um während dieser Zeit seiner militärischen Dienstpflicht zu genügen und dann das Seminarjahr abzuleisten. Seine Vertretung wird der Kandidat Herr Otto Meves, z. Z. Mitglied des pädagogischen Seminars in Braunschweig, übernehmen. — Mit dem Schluß dieses Schuljahres verläßt uns ferner nach 5Vajähriger dankenswerter Tätigkeit an unserer Anstalt der Mittelschullehrer Heinrich Johannsen, um einem Rufe an die höhere Schule in Ober-Schöneweide bei Berlin zu folgen, Zu seinem Ersätze im nächsten Halbjahre hat sich Herr Dr. S. Rindskopf, z. Zt. Mitglied des pädagogischen Seminars in Würsburg, der bereits früher von Ostern 1903 bis Michaelis 1904 unserer Schule seine Dienste gewidmet hat, wiederum bereit gefunden. — Der Musiklehrer im Alumnate, Herr C. Kriedemann, ist auf seinen Wunsch seit