Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1898-1899
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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12 heutige Jubiläum überreichen lasst, sei Ihnen ein Zeichen seiner Anerkennung; zugleich möge es Sie noch viele Jahre in unverminderter geistiger und körperlicher Rüstigkeit zur Schule geleiten und Ihnen daheim und im Amte nur glückliche Stunden anzeigen, Berlin und Hamburg, den 1. April 1898. In vorzüglicher Hochachtung Das Curatorium der Jacobson-Schule. Das Schreiben an Herrn Oberlehrer Dr. Schäfer lautete: Sehr geehrter Herr Oberlehrer! Sie haben mit dem heutigen Tage das fünf und zwanzigste Jahr Ihrer amtlichen Thätigkeit an der Jacobson-Schule vollendet. Das Curatorium fühlt sich in erster Reihe berufen und veranlasst, Ihnen zu diesem Ehrentage seinen herzlichsten Glückwunsch auszusprechen. Er entspringt dem Danke, den es Ihnen für Ihre hervorragenden Leistungen und vielseitigen Verdienste als Lehrer der Jacobson-Schule schuldet. Vom ersten Tage an, da Sie Ihre Thätigkeit an unserer Anstalt aufnahmen, haben Sie in deren Eigenart einen besonderen Anreiz gefunden, ihr die Arbeit Ihres Lebens zu widmen. Der Jugend ein anregender und geistvoller Lehrer zu sein und ihr aus dem reichen Borne Ihrer wissenschaftlichen Bildung wertvolle Kenntnisse und gründliche Erkenntnis von natürlichen und menschlichen Dingen zu spenden, genügte Ihnen nicht; Sie wollten zugleich und vielleicht in noch höherem Maasse ein liebevoller Erzieher, väterlicher Leiter und Berater Ihrer Schüler sein. Warme, vorurteilslose Menschenliebe, sicherer pädagogischer Takt, herzliche Teilnahme am Gedeihen der gesamten Schülerschaft wie des einzelnen Schülers befähigten und trieben Sie dazu an. Dieser hohen Auffassung Ihres Lehrer am t es sind Sie unwandelbar treu geblieben, sie zu bethätigen sind Sie unermüdlich und mit grösstem Erfolge bemüht gewesen, und ihr haben Sie auch bei Ihren Amtsgenossen durch Vorbild und Einfluss Geltung verschafft. So ist Ihr* Wirken für Schule und Schüler segensreich geworden. Der beste Lohn dafür ist Ihnen neben der eigenen innersten Befriedigung die dankbare, vertrauensvolle Liebe und die über die Schulzeit hinaus verbleibende Verehrung und Freundschaft Ihrer Schüler gewesen. Wie Sie heute voll Ereude auf fünf und zwanzig Jahre glücklicher und beglückender Thätigkeit im Dienste der Jacobson-Schule zurückschallen, so möge es Ihnen vergönnt sein, noch eine gleich lange Reihe von Jahren hindurch in unverminderter Kraft und Rüstigkeit des Geistes und Körpers weiter zum Wohle und Gedeihen der Jacobson-Schule zu wirken, innerhalb und ausserhalb Ihres Amtes durch treue Arbeit wohlverdientes Glück zu gemessen. Die Gabe, welche wir uns gestatten, Ihnen zum dauernden Gedächtnis an das heutige Jubiläum zu überreichen, möge Ihnen ein kleines Zeichen unseres Dankes sein und Sie zu jeder Stunde daran erinnern, dass es uns eine herzliche Genugthuung ist, Sie als einen unserer pflichttreuesten, erfahrungsreichsten und verständnisvollsten Mitarbeiter an allen Aufgaben der Jacobson-Schule zu besitzen und hochzuschätzen. Berlin/Hamburg, den 1. Dezember 1898. —' Das Curatorium der Jacobson-Schule. Leider erkrankte Herr Gutkind gegen Schluss des Sommerhalbjahres, und nachdem er sich hiervon kaum erholt hatte, musste er sich einer ernsten Augenoperation