Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1898-1899
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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11 loser Freund. Beim Wiederbeginn des Unterrichts nach den Pflügsttagen hielt ihm der Direktor die Gedächtnisrede auf der Aula und suchte der tiefen Trauer, die die ganze Schulgemeinde durchdrang, angemessenen Ausdruck au geben. Das Andenken W. Lindemanns wird in der Jacobs on-Schule stets lebendig und gesegnet bleiben. — Mit Genehmigung des Herzogl. Consistoriums hat Herr Rektor Buchheister von der hiesigen Bürgerschule den christlichen Religionsunterricht seit Ostern vor. J. übernommen; gleichzeitig wurde derselbe Unterricht in der Klasse IV, von Michaelis ab auch in Y Herrn Pastor Lang ans Bornhausen übertragen. Mit Schluss des Sommerhalbjahres folgte der seit Ostern 1894 bei uns angestellte Lehrer Herr Dr. Gr. Sack einem Rufe an das Gymnasium Catharineum seiner Vaterstadt Lübeck. Nur ungern sahen ^wir den tüchtigen und beliebten Lehrer aus seiner hiesigen Stellung scheiden; unser herzlicher Dank für die der JacobsomSchule geleisteten treuen Dienste und unsere besten Wünsche für eine gleich erfolgreiche und befriedigende Thätigkeit im neuen Amte begleiten ihn auf seiner ferneren Lebensbahn, Für ihn trat mit Beginn des Winterhalbjahres der Kandidat des höheren Lehramts Herr Ludwig Behse aus Helmstedt ein und wird auch im nächsten Schuljahre in dieser Stellung verbleiben. Zweimal hatten wir im verflossenen Jahre die freudige Genugthuung, das fünfundzwanzig^ ährige Amtsjubiläum eines Lehrers an unserer Schule zu feiern, am Schluss des Winterhalbjahres das des Lehrers Herrn A. Gutkind und am 1. Dezember das des Oberlehrers Herrn Dr, H. Schäfer. Beide Jubilare konnten ihren Ehrentag in voller Frische und Rüstigkeit und mit der Aussicht auf eine noch lange fernere amtliche Wirksamkeit begehen; den Dank für ihre bisherige Thätigkeit haben ihnen Kuratorium, Direktor und Lehrerkollegium, jetzige und frühere Schüler durch zahlreiche mündliche und schriftliche Glückwünsche, sowie durch dauernde Erinnerungsgaben dargebracht. Statt alles anderen möge der Wortlaut der vom Kuratorium den beiden Herren gewidmeten Adressen hier eine Stelle finden. Für Herrn Gutkind ging folgendes Schreiben ein; Sehr geehrter Herr Gutkind! Der diesmalige Schluss des Schuljahres bedeutet für Sie zugleich die Vollendung eines Viertelj ahrhunderts amtlicher Thätigkeit an der Jacobson-Schule. Das Kuratorium der Jacobson-Schule benutzt gerne diese freudige Veranlassung, Ihnen ebenso für Ihre bisherigen treuen Dienste seine rückhaltslose Anerkennung wie seine aufrichtigen Glückwünsche für Ihr ferneres Lehen und Wirken auszusprechen. Die Hoffnungen, die an Ihren Eintritt in das hiesige Amt vor 25 Jahren geknüpft wurden , haben Sie allseitig erfüllt, ja üb er tr offen. Mit reichem Wissen ausgerüstet, von lebendigem Drange, Sich selbst weiter zu bilden, beseelt, aber auch von einem warmen Herzen und klaren Verständnis für die Jugend und ihre Bedürfnisse geleitet, haben Sie sich als ein echter Lehrer und Erzieher bewährt. In gewissenhafter Pflichterfüllung sind Sie Schülern und Lehrern stets ein Vorbild gewesen, und trotz Ihres Augenleidens haben Sie rastlos bis auf den heutigen Tag den schweren Anforderungen des Schuldienstes nach besten Kräften zu genügen gesucht- Dafür haben Sie die dankbare Verehrung zahlreicher früherer und jetziger Schüler, die Freundschaft und Hochachtung Ihrer Kollegen geerntet, und auch das Curatorium schätzt in Ihnen den treuen und erfolgreichen Mitarbeiter an -allen Aufgaben der Schule. Das Ehrenges che nk, das das Curatorium Ihnen zur dauernden Erinnerung an das 2*