Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1896-1897
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1896-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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11 nicht erreicht hat, so ist er von dem ferneren Besuche der Anstalt auszusohliessen. Ein weiteres Verbleiben ist nur mit unserer besonderen Genehmigung gestattet, diese aber nur dann zu beantragen, wenn mit Sicherheit nachgewiesen werden kann, dass die ungenügenden Leistungen des Schülers nicht auf Mangel an Fähigkeit und Fleiss^ sondern auf anderen, entschuldbaren, Ursachen, insbesondere auf längerer Krankheit beruhen. In allen Fällen, in denen zu befürchten steht, dass ein Schüler, der eine Klasse mit einjährigem Kursus im zweiten Jahre besucht, das Ziel derselben nach Verlauf dieses zweiten Jahres nicht erreichen wird, ist sein Vater oder Vormund von dem Direktor mindestens ein Vierteljahr vor Schluss des Schuljahrs auf diese Möglichkeit, sowie auf die mit der Nichtversetzung verbundenen Folgen schriftlich aufmerksam zu machen. Es ist selbstverständlich, dass in allen Fällen der in Rede stehenden Art gegen die Verfügung der Entfernung eines Schülers den davon Betroffenen die Beschwerde bei uns freisteht. — i -» _ . .. i III. Chronik der Schule. I. Kuratorium und Lehrerkollegium. Jenes besteht unverändert aus den Herren Rudolf Jacobson, Dr. J. Jacobson in Berlin und August Jacobson in Hamburg; in dieses traten mit Beginn des neuen Schuljahrs die Herren Dr. S. Kunz*) und A. Strauss**) ein. Herrn Dr. Kunz, bisherigem wissenschaftlichem Hilfslehrer an der Friedrich-Werderschen Oberrealschule zu Berlin, wurde die wegen Teilung der Klasse IV errichtete neue wissenschaftliche Lehrerstelle übertragen; Herr Strauss, zuletzt Lehrer am „Institut international Kahn" zu Brüssel, wurde 2um Ersatz des im vorigen Jahre verstorbenen Herrn S. Gerson berufen. *) Siegfried Kunz, geb. d. 12. Juni 1863 zu Xions (Posen), besuchte das Elisabethgymnasium zu Breslau und studierte neuere Sprachen in Berlin- Im Mai 1889 wurde er von der Universität Breslau auf Grund seiner „Untersuchung des Handschriften-Verhältnisses von Chaucer's Legend of Good Women" zum Doctor phil. promoviert und bestand daselbst im Februar 1892 die Staatsprüfung für das höhere Lehramt. Das Seminarjahr leistete er am Friedrich-Wilhelms-Gynmasium zu Berlin von Ostern 1893 bis 1894 ab, das Probejahr zur Hälfte am Gymnasium zu Cottbus, zur Hälfte benutzte er es zu einem sechsmonatlichen Studienaufenthalte in Paris, Von Ostern 1895 bis dahin 1896 war er wissenschaftlicher Hilfslehrer an der Friedrich-Werderschen Oberrealschule zu Berlin. **) Assur Strauss, geb. d. 25. Januar 1870 zu Burghaun (Prov. Hessen), besuchte das Real-Gymnasium zu Fulda und das Israel. Seminar zu Würzburg. Nachdem er dort im August 1888 die erste Lehrerprüfung bestanden hatte, war er vom Januar 1889 an 2 Jahre an der isreal. Elementarschule zu Meppen und 3 Jahre zu Eschweiler angestellt. Im Herbste 1894 legte er die zweite Prüfung am Lehrer-Seminar zu Cassel ab und war seit Ostern 1895 am „Institut international Kahn'1 zu Brüssel als Lehrer des Deutschen thätig.