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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1893-01-01 · Heft 1 · page 13

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1893-1894
Issue
Heft 1
Date
1893-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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IRI
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Am J8, Februar 1S&) verschied zn Berlin im hohen Alter von beinahe 90 Jahren Herr Joseph Jacobson, ehemaliger Gutsbesitzer auf Kleuz. ein Sohn des Stifters unserer Schule. Obwohl der Entschlafene in keiner amtlichen Verbindung mit ihr gestanden hat, hat er docht gleich allen Söhn tu Israel Jacobsons, der Stiftung seines Vaters ein pietätvolles warmes Intel esse zugewandt. Er hat dieses über den Tod hinaus bewiesen, indem er der Schule durch testamentarische Verfügung ein sogleich auszuzahlendes Legat von 6000 Mark ausgesetzt und sie ferner 4 Erben substituiert hat. wodurch ihr die Aussicht auf ein später ihr zufallendes grösseres Kapital eröffnet ist Die Anstalt wird dem edlen Wohltbäter ein ehrendes und dankbares Gedächtnis bewahren und die mit dem Legat verbundene Verpflichtung, seine Grabstätte in dem Erbbegräbnis der Familie auf dem alten jüdischen Friedhofe an der Schönhauser Allee zu Berlin zu unterhalten, getreulich erfüllen. Sein Bild hat in unserer Aula neben denen seines Vaters und seiner vor ihm dahingegangenen Brüder eine Stelle gefunden. Am SchJuss des Sommerhalbjahres hatte die Schule die grosse und seltene Freude, ein. doppeltes L e h r erj u b i 1 ä u m zu feiern, das fit n fz i gj äh r i g e des Herrn C. G ü r b i ch und das fünfundzwanzig jähr ige des Herrn S. Gerson. Herr Gürbich. seit Michaelis 1843 Lehrer an unserer Schule, ist zwar Ostern 1890 mit Rücksicht auf sein Alter in den j Ruhestand versetzt worden, hat aber doch die Verwaltung der Lehrer- und der Schülerbibliothek, sowie die Bücherverteilung an die Hausschüler beibehalten, ist auch sonst durch regelmässige Teilnahme an den Lehrerkonferenzen und Reifeprüfungen in thätiger Mitarbeit mit uns geblieben. Seiner grossen Verdienste als Lehrer und zeitweilig stellvertretenden Leiters der Schule ist bereits im Bericht des Jahres 1891, S. 15, gebührend gedacht worden. Möge es ihm vergönnt sein, noch weiterhin sich eines langen glücklichen, sorgenfreien Greisenalters in derselben Rüstigkeit des Geistes und des Körpers zu erfreuen, mit der er die Feier seines fünfzigjährigen hiesigen Schuldienstes begehen konnte! — Herr Gerson ist seit August 1868 an unserer Schule ununterbrochen im Amte; seine Schüler haben in ihm jederzeit den gewandten und pflichtreuen Lehrer, den um die Förderung ihrer sittlichen und geistigen Bildung gleich verdienten Erzieher verehrt und geliebt; seine Kollegen schätzen in ihm den erfahrenen und befreundeten Mitarbeiter; die Anstalt und ihre Leiter sind ihm dankbar als einem allen ihren Zwecken mit Verständnis und Erfolg treu sich hingebenden Beamten: zu ihrem eigenen Besten kann die Schule nur wünschen, dass Herr Gerson ihr nochmals 25 Jahre in voller Arbeitskraft erhalten bleibe. — Der Tag des Schulschlusses, der 30. September, gestaltete sich zu einem rechten Ehrentag für beide Jnbilare. Der Schülerchor der Philharinonia-, deren Mitbegründer und langjähriger Obmann Herr Gürbich ist, brachte frühmorgens beiden Herren ein Ständchen; bei der Schlussfeier in der Aula begrüsste sie feierlicher Gesang der versammelten Schülerschaft der Direktor sprach ihnen den Dank und die Freude, die Anerkennung und die Wünsche der Schule aus. Gegen Mittag überbrachte ihnen der Direktor und die gesamte Lehrerschaft die Glückwunschschreiben des Kuratoriums und die ihnen von diesem und den Kollegen gewidmeten wertvollen Ehrengeschenke. Es folgten dann noch Deputationen der einzelnen Klassen und Schüler vereine, wie auch von auswärts zahlreiche briefliche und telegraphische Glückwünsche früherer Schüler und Kollegen einliefen. Am Abend vereinigte ein heiteres, von vielen fröhlichen Trinksprüchen unterbrochenes Festmahl in Rorigs Hötel die Jubilare mit ihren Kollegen. 2. Lehrplan. Die völlige Teilung der Klassen IV bis II in 2 parallele Abteilungen wurde in diesem Schuljahre durchgeführt; zu diesem Zwecke wurde nicht nur eine neue wissenschaftliche Lehrerstelle errichtet (s. oben unter 1.), sondern es übernahmen auch Herr Pastor Lindemann noch 2 fernere Religionsstunden und Herr Gropp, Lehrer an der hiesigen Bürgerschule, 4 Zeichen-

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