Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1893-1894
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1893-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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_ J3_ f IL Verfügungen der vorgesetzten Behörden und Aehnliches, soweit sie allgemeineres Interesse haben. 2H. März 181)3. H. Ober-Schul-Kouunission genehmigt den vom Direktor vorgelegten Entwurf des Unterrichts plan s für das Sommerhalbjahr 1894. 4. August 1893. H. Staats-Ministerium ordnet für den Fall eines Ausbruchs der Cholera an, „dass' Schulkinder, die ausserhalb des Schulorts wohnen, die Schule, so lange im Schulorte die Cholera herrscht, nicht besuchen dürfen; dass Schulkinder, in deren Wohnorte die Cholera aufgetreten ist, vom Besuche der Schule in einem bisher cholerafreien Orte ausgeschlossen werden; dass an Orten,, an welchen die Cholera heftig auftritt, die Schulen geschlossen werden, und dass nach diesen Vorschriften auch hinsichtlich des Besuchs des Konfirmandeuunterriehts verfahren wird." 2. November 1893. H. Ober-Schul-Kommission ordnet infolge der Einführung der mitteleuropäischen Zeit an, dass vom 20. November bis zum Ende des Januars k. Js. der Vormittagsunterricht mit dem Schlage 8% Uhr zu beginnen und um 12 Uhr 5' zu schliessen hat. Im Anschluss daran wird die Dauer der einzelnen Lehrstunden und Erholungspausen bestimmt. 2. Februar 1894. H. Ober-Schul-Kommission genehmigt die vom Direktor vorgeschlagene JFerienordnung für das Schuljahr 1894/95. III. Chronik der Schule. 1. Kuratorium und Lehrerkollegium. Jenes besteht unverändert aus den Herren Rudolf Jacobson. Amtsgerichtsrat Prof. Dr. Kubo und Rechtsanwalt Dr. jur. J. Jacobson, sämtlich in Berlin wohnhaft. Dieses hat sich insofern verändert, als mit Schluss des vorigen Schuljahres der bisherige ordentliche Lehrer Herr W. Enerke ausschied, um einem Ruf an das Herzogl. Gymnasium zu Holzmiuden zu folgen. Wir unterlassen es nicht, auch an dieser Stelle Herrn Buerke den Dauk der Schute für seine erfolgreiche dreijährige hiesige Thätigkeit auszusprechen. An seine Stelle trat mit Beginn des neuen Schuljahrs Herr Louis Steffier,*) bisher wissenschaftlicher Hilfslehrer am Gymnasium zu Aurich. Gleichzeitig wurde die zur Ermögiichung fernerer Klassenteilungen neu errichtete LehrerstelJe Herrn Dr. G. Mohrmann/*} bisher wissenschaftlichem Hilfslehrer am Gymnasium zu Eriedlaud i. Meckl.. übertragen. *) Lonis Kuge» Max Steffi er, geboren den 2. Dezember 18G2 zu Königsberg i. Pr., besuchte das dortige Itealgymnasium auf der Burg, studierte seit Herbst in Königsberg. Güttingen und Berlin, war von Ostern 1883 bis Ostern 1887 Hauslehrer in Schlesien. Posen und der .Ulieinprovinz, genügte in Aurich seiner Militärpflicht und bestand die Staatsprüfung für neuere Sprachen im Dezember 1888 zu Berlin. Nachdem er sein Probejahr an den Gymnasien in Aurich und Leer abgeleistet hatte, war er von Ostern 1800 an wissenschaftlicher Hilfslehrer an erste rem. **) Gustav Mo hrmann. geb. 29. April im»7 zu .Friedland in MeckL, besuchte das dortige Gymnasium, studierte von Ostern 1884 an in Rostock und Berlin Mathematik und Naturwissenschaften, bestand Ende 1888 dort die Prüfung pro fac. doc. und wurde gleichzeitig auf Grund einer Dissertation ..Pouriersche Entwicklungen im Gebiete der doppelperiodischen Funktionen dritter Art" zum Dr. phil. promoviert. Ostern 188Ü—91 wirkte er an der Lehr- und Erziehungsanstalt zu Ballenstedta. IL. Ostern 1801—1892 war er cand. prob, am Gymnasium zu Kriedland i. ]VI. und dann wissenschaftlicher Hilfslehrer daselbst»