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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1889-01-01 · Heft 1 · page 5

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1889-1890
Issue
Heft 1
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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IRI
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Das neue Alumnatsgebäude. 1. Vorgeschichte des Neubaus. Das bisherige Wohngebäude der Hausschüler der Jacobsonschule, welches der Stifter im März 1801 vom BtersteuerTnspektor Meyer für 1800 Thaler erworben hatte, war im Jahre 1791 erbaut. Damals war es wohl eines der stattlichsten und hervorragendsten Häuser der ganzen Stadt, auch vortrefflich für die besonderen Zwecke der neuen Erziehungsanstalt geeignet. Ein unbekannter französischer Besucher der Schule, von dessen Bericht in unseren Schulakten eine Abschrift liegt, sagt von ihm (wahrscheinlich im Jahre 1806): »La maison, i'une des plus belies et des plus spacieuses de ia ville, est composee de deux etäges, et d'un jardin de deux arpents de terre etc.« Indessen, je mehr sich die Schule innerlich und äusserlich entwickelte und erweiterte, desto weniger konnte das alte Haus auf die Dauer genügen. Zwar wurden mehrfach An- und Umbauten mit ihm vorgenommen, im Jahre 1S73 sogar die Klassen und die Direktorwohnung in das auf dem dazu gekauften Nachbargrundstück errichtete neue Schulhaus verlegt; die Wohnungsverhältnisse der Hausschüler blieben doch immer recht unerfreuliche, ja zum Teil höchst bedenkliche. Die inneren baulichen Veränderungen des alten Fachwerkhauses hatten seine Festigkeit und Sicherheit nicht vermehrt; die Schlaf- und Arbeitsräume waren niedrig, eng und dumpf, die hölzerne Haupttreppe steil, schmal und ausgetreten; Hausschwamm und Ungeziefer hatten sich eingenistet und waren trotz aller Mühe nicht mehr zu vertreiben; alljährlich verschlangen die notwendigen Reparaturen grosse Summen, und doch war es kaum möglich, die nötige Ordnung und Sauberkeit aufrecht zu erhalten. Die unmittelbare Nachbarschaft einer lebhaften Wirtschaft mit Stallungen, Vorratsräumen und einem Konzertsaal, dessen Fenster grade denen unseres grössten Schlafsaales gegenüber lagen t war nicht nur äusserst störend, sondern feuergefährlich; bei einer etwa nachts ausbrechenden Feuersbrunst wäre eine Katastrophe für unsere Alumnen, die im Dachgeschoss schliefen, fast unvermeidlich geworden. Den hygienischen Anforderungen in Bezug auf Licht und Luft, Ventilation und Heizung konnte nur wenig entsprochen werden, und endlich befand sich das gesamte Hausinventar, das zum Teil noch aus den ersten Zeiten der Stiftung stammte, schliesslich in einem aller Reparaturversuche spottenden Zustande, Von einer Fürsorge für freundlichere Ausschmückung der Räume oder gar von einer über das Notwendigste hinausgehenden Berücksichtigung des ästhetischen Bedürfnisses war nirgends eine Spur. Hier konnte und musste nur durch einen völligen Neubau Abhilfe geschaffen werden. Das Kuratorium verschloss sich dieser Einsicht keineswegs. Die Frage des Neubaus stand bei ihm seit dem Jahre 1886 auf der Tagesordnung. Im Sommer 1887 wurde die Einrichtung eines neuen ganz massiven Alumnatsgebäudes beschlossen und, nachdem alle notwendigen Vorarbeiten beendet waren, mit demselben am 19. Juni 1888 begonnen. (Vergl. auch Programm 1888 pag. 20 und 1889 pag. 15,) 2. Beschreibung des Gebäudes, Für den von dem unterzeichneten Architekten entworfenen und ausgeführten Neubau des Alumnatsgebäudes der Jacobson-Schule lag ein von dem Direktor Herrn Dr. Pkilippson sorgfältig ausgearbeitetes Programm vor. Der Bauplatz des für 160 Knaben berechneten Gebäudes an 1

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