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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1888-01-01 · Heft 1 · page 19

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1888-1889
Issue
Heft 1
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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_ -° _ 1868 bis zu seinem am 25. Juni 1875 zu Hannover erfolgten Ableben). Die Namen beider Männer sind zu dauerndem dankbarem Gedächtnis auf der Tafel der Wohlthäter in unserer Aula verzeichnet worden. — Verringert wurde dagegen das Stiftungsvermögen durch die Auszahlung der ersten fälligen Raten für den Neubau des Alumnats. Zu diesem Zwecke wurden verwandt der Erlös aus dem Verkauf von 40000 Mk. 4 prozent Deutscher Reichsanleihe und 28000 Mk. 4 prozent. Posener Rentenbriefe, ferner ein gezogener 4 prozentiger Posener Rentenbrief zu 3 000 Mk. und 1 200 Mk. gekündigte 4 prozentige Kur- und Neumärkische Pfandbriefe, — Neu angelegt wurden 3 000 Mk. aus einem gezogenen Posener 4prozentigen Rentenbriefe, 7 500 Mk. aus dem Legat des weiland Gotthelf Jacobson und 3 000 Mk. aus dem des weiland Ludwig Helfft in 6 000 Mk. Westpreussischen 3 Y2 prozentigen Pfandbriefen, 500 Mk. Preussisehen 4prozentigen Konsols und 9 000 Frs. 5 prozentiger Italienischer Rente. Demgemäss ist der Nominalwert des Schulfonds am 1, Januar 1SS9: Mark 514100 (1888; 575600), sein Baarbestand: Mk. 565.65. 2} Der Pensionsfonds (am 1. Juli 1869 gegründet, namentlich auch zur Unterstützung der Hinterbliebenen Witwen und Waisen der Lehrer und Beamten an der Jac o b s o n - S chu 1 e, vergl Programm 1875/76 pag. 17), hatte am 1. Januar 1888 einen Nominalwert von Mk. 97930 (vergl, Programm 1888 pag. 25, wo irrtümlich 100030 angegeben ist); gekündigt wurden Mk. 450 4Y2 prozentige Stockholmer Pfandbriefe und Mk. 1000 4Y2 prozentige Wilhelmsburger Chcm. Fabr. Prioritäten, dafür neu angelegt Mk, 300 3^2 prozentige 86 er Schwedische Pfandbriefe und Mk. 2000 Portug, 4prozentige Eisenbahn - Obligationen, so dass der Nominalwert des Fonds am 1. Januar 1889 beträgt Mk. 98 780. 3) Der Jubelfonds (gestiftet 1869 zur Errichtung von Freistellen an der Jacobson-Schule, vergl. Programm iSSS pag. 25} hat sich gegen das vorige Jahr nicht verändert, sein Nominalwert beträgt am 1. Januar M. 5 500, wozu ein Baarbestand von Mk. 366 kommt. 4) Die Arniieim-Stiftung (begründet 1885 zur Unterstützung abgehender bedürftiger Schüler, vergl. Programm 1888 pag. 25) erhielt von Herrn Wilhelm Ree in Hamburg eine Spende von Mk. 100, von Frau Blum aus Huelva Mk. 10, von Herrn Alsberg in Bonn Mk, 20, diese beiden letzten Beiträge bei Eintritt ihrer Söhne in die Schule, — Das in Wertpapieren angelegte Kapital besteht unverändert in (nominal) Mk. j 700, der Baarbestand ist am 1, Januar Mk. 179.70. — Indem wir den freundlichen Gebern auch an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank aussprechen, können wir nicht unterlassen, wiederholt auf die beiden letzten wohlthätigen Stiftungen aufmerksam zu machen und um Öftere gelegentliche Zuwendungen für dieselben zu bitten. Die Zwecke, denen sie gewidmet sind, sind höchst erstrebenswert; ihnen nur einigermassen zu entsprechen, ist bei den bisher zur Verfügung stehenden Mitteln kaum möglich. Einerseits wächst die Zahl der Be"werber um unsere Freistellen von Jahr zu Jahr, und immer mehr, oftmals auch hoffnungsvolle Kinder aus würdigen, aber ärmlichen Familien, müssen alljährlich -zurückgewiesen werden; andrerseits beginnt für viele brave Schüler erst mit dem Augenblick des Austritts aus der Schule die Not des Lebens; diese drängt sie dann in weder ihrem Streben noch ihrem Bildungsgrade angemessene Berufsarten und lässt die Früchte der Schulbildung leicht traurig wieder verkümmern. Darum sollte namentlich kein ehemaliger Schüler und Zögling der Jacobson-Schule es versäumen, zu diesen beiden Stiftungen beizusteuern und ihr dadurch den gebührenden Dank in schönster Weise thatsächlich zu beweisen. Wir werden gerne Jede Gabe annehmen und darüber in den künftigen Programmen fernerhin quittieren.

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