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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1871-01-01 · von Michaelis 1867 bis Ostern 1871 (1871) · p. Seite 9

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
von Michaelis 1867 bis Ostern 1871 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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9 lagen neu» der unholden Wassergeister von meiner Hand getödtet und die beruhigten Wogen trugen mich zu der Finnen Landen. Solche Thaten rühmt man nimmer von Dir, der Du vielmehr Deiner trauten Brüder und nächsten Freunde Blut vergossen hast, anstatt daß Du den Unthaten Grendel's hättest wehren sollen. Daher fürchtet auch das Ungethüm nicht die Speerdänen; ich will ihm aber Kampf nunmehr bieten und Heorot wieder machen zum Sitze der Freude. Hocherfreut vernahm Hrodgar diese Rede; alle Kämpen warm deß froh und heitere Gespräche erfüllten den Saal. Da trat die herrliche Königin Wealchtheow herein und bot ihrem edlen Gemahl zuerst einen Becher trefflichen Bieres; dann reichte sie den übrigen Helden den willkommenen Labetrunk, bis sie dm wackern Beo Wulf mit freundlichen Worten begrüßte. Dankend nahm Beo wulf den Becher aus den Händen der hohen Frau und sprach es laut vor Allen aus, daß er fest beschlossen, entweder ruhmreich dm Kampf wider Grendel zu bestehen, oder seiner Tage Ende in der Halle zu finden. Wohl gefiel des Graten Ruhmredr dem trefflichen Weibe. Sie setzte sich alsdann neben ihren Gebieter und von neuem erschallte lauter Jubel durch die Halle. Endlich brach Hcalfbene'ö Sohn auf und trennte sich bvn seinem Gaste mit den Worten: Du bist der erste Fremde, welchem ich die Obhut dieses Hauses vertraue. Mögest Du siegreich dm Kampf beenden und beneidmswerthcr Ruhm wird Dir zu thcil. Nach ihm erhoben sich alle die Mauum zum Abschiede und entboten Heil den Graten. Der Skildinge Obhut verließ nun mit seinem Gefolge die Halle und vertraute fest der mannhaften Kraft des neuen Saalwarts. Dieser legte die Eismbrünnc ab, that den Helm von dem Haupte und übergab der Amtleute Einem das köstliche Schwert in Verwahrung. Nicht geringer, sprach er zu sich, erachte ich mich an Kraft denn Grendel, aber nicht mit dem Schwerte will ich ihn erschlagen, obgleich ich es könnte; der weise Gott wird nach seinem Rathschlnß dem Einen von uns den Sieg verleihen, wie es ihm gut dünkt. Der Held legte sein Haupt auf das Polster und um ihn ruhten seine Genossen, von denen keiner je die traute

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