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KC-Blätter · 1931-10-01 · Nr. 5 (10.1931) · p. Seite 51

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Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Nr. 5 (10.1931)
Date
1931-10-01
Page
Seite 51 (sequence 3)
Language
German
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Vertrauliche Beilage der K. C.-Blätter 51 in richtiger Fassung an unsere Bundesbrüderlichkeit und läßt — immer wieder gelesen — die Erinnerungen an früher und manche schöne Stunde an uns vorüberziehen, die Hauptbedingung für den Erfolg ist ein ganz bestimmter Rhythmus, in dem diese Mahnung wiederkehren muß. Schopenhauer sagte schon: „Für die unglaublich mächtige Wirkung..." Die Hauptbedingung für einen Erfolg unserer Maßnahmen ist eine gewisse rhythmische Wiederkehr unserer Mahnung, immer und immer wieder muß sie erfolgen, selbst auf die Gefahr hin, daß man als aufdringlich bezeichnet wird, Rhythmus ist alles. Goethe nennt den Rhythmus „etwas Zauberisches, was uns glauben macht", Nietzsche bezeichnet ihn als „einen Zwang, der Lust zum Nachgeben und Einstimmen erzeugt", und Schopenhauer sagt von ihm, daß er „das Bindeglied unserer Aufmerksamkeit wird"! Aber nicht sentimental oder lyrisch werden, sondern Taten zeigen! Unbedingt notwendig ist ein graphisches Kurzzeichen, unter dem jede Mitteilung in den K. C.-Blättern erscheint. Zu überlegen ist, ob man nicht die einzelnere Verbindungen und Verbände bitten sollte, ihre sämtlichen internen Korrespondenzen mit einem gleichen Stempel zu versehen; das ist eine kleine Ausgabe, von deren Erfolg ich mir sehr viel verspreche. Jedenfalls übersende ich Dir erst mal zwei Entwürfe, die Du zu diesem Zwecke verwenden kannst. Aber, bitte, dann einheitlich im ganzen K. C.! Dann vielleicht noch etwas! In Form von ganz kurzen Aufrufen mahne die Freunde an ihre Pflicht! Ganz sachlich erinnere sie an die Selbstverständlichkeit der Hilfsbereitschaft bei der Stellenvermittlung; wenn dreses Mittel — immer wieder mahnend angewandt — versagt, wenn es Bundes- oder Kartellbrüder gibt, die gedankenlos an den Sorgen ihrer alten Freunde, denen sie Treue und Freundschaft mehr als einmal geschworen haben, dann wird keine werbefachmännische Kunst helfen. Am solche Leute wollen wir nicht trauern, an denen haben wir bestimmt nichts verloren, wenn ihr Interesse am K.C. geschwunden ist. Etwas ganz anderes ist es beim K. E.-Hilfsfonds! Die Gelegenheiten, zu denen man früher mal ein paar Groschen gespendet hat, waren so originell, daß ich heute noch darüber lachen muß. Ich habe fast noch in den Windeln gelegen und Du gewiß Reifen oder „Schwarzer Mann" gespielt, da man „als Sühnegeld für einen verunglückten Tango" oder- „damit Kathi weiter so brav bleibt" einen Taler herausrückte. Daß man auch etwas berappen kann, „weil Mama Sparsamkeit empfohlen hat" oder aber „weil man bei Fräulein Sommer zum Tee zu 6 Personen 73 Brote aß", beweisen die Meldungen der K. C.-Blätter aus den früheren Jahren. Als letztes Mittel wollen wir einmal eine Aufstellung machen, die wir als für die heutige Zeit passend, für eine Gelegenheit zum Geben halten, obgleich man die früheren Gründe auch heute noch für ausschlaggebend betrachten kann. Wollen wir wieder einmal mehr zur Mitarbeit auffordern? Was müssen wir uns das Köpfchen anstrengen, versuchen wir einmal unser Glück, also eine weitere Preisaufgabe: „Was für Gelegenheiten des Gedenkens gibt es in der „heutigen Zeit", wenn ja, welche? wenn nein, warum nicht? Abschreiben aus früheren Nummern gibt es nicht bei einer Strafe von einer Stunde Nachsitzen oder noch besser einer Ablösung für den K. C.- Hilfsfonds. Und wenn das Ergebnis so wie sonst ist, müssen wir halt ran, ich habe natürlich schon ein paar Ideen. Wir wollen aber nicht alles heute zum Besten geben, sondern die Leute etwas auf die nächste Nummer, besonders auf die Rubrik „K. C.-Wirtschaftshilfe" neugierig machen. Das wären also meine vorläufigen Vorschläge! Aber bitte kein Gebärrde ohne Fundament bauen, Du weißt schon, was ich meine. Laßt es bitte nicht dabei, sondern versucht, den alten Konnex wieder herzustellen und zu fördern. Das wäre die beste Werbung und die beste Stütze im Kampfe mit und in der heutigen Zeit. In diesem Sinne begrüße ich Dich herzlichst als Dein Hans E. Bloch (Sprev., Bav.)

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