KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Heft 8-9 (August 1931)
- Date
- 1931-08-01
- Page
- Seite 152 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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152 K. C.-Blätter Nachr.-Hest stud. jur. Rolf Mariam aus Wolfen (bei Bitterfeld), stud. raed. Otto Moses aus Kirchen (Sieg), stud. med. dent Frrtz Schurmann aus Werl (Westfalen). Unserem a. B. Herz gewährten wir Generalurlaub. Auch an dieser Stelle dürfen wir unseren lieben A. H. Weis zu seinem 50. Geburtstag aufs herzlichste beglückwünschen, ebenso Cohnen-Iüchen zum med. Staatsexamen, Bbr. Mehrowitz zum Referendarexamen. Unser äußerer Verbindungsbetrieb verlief in den gewohnten Bahnen. Wir suchten die Mitte zu halten zwischen der Notwendigkeit, einen eifrigen Verbindungsbetrieb durchzuführen und dem Wunsch, allen Bundesbrüdern Gelegenheit zu geben, die Reize eines Sommersemesters in Bonn voll zu genießen. Wir trieben Leichtathletik, boxten, fochten und schwammen. 3 Bundesbrüder traten auf dem Frankfurter Pauktag an. Jede Woche fand im Rahmen einer Tendenzburschenstunde eine Aussprache über Tagesfragen der Wirtschaft und Politik statt. Das Semester verlief ohne jeden Mißklang. Auch die Inaktiven und die in diesem Semester besonders zahlreichen Kartellbrüder förderten die Verbindung in der dankenswertesten Weise. Am Schluß des Semesters zwang die Verschlechterungen der wirtschaftlichen Lage zu manchen Einschränkungen des Verbindungslebens. Unsere hochschulpolitische Stellung konnten wir behaupten; sie ist noch als relativ günstig zu bezeichnen. Unser A. H. Erich Stern besuchte uns auch in diesem Semester und gab uns in Vortrag und persönlicher Aussprache reiche Anregungen. Unser Stiftungsfest begingen wir mit einer Rheinfahrt nach Unkel. Die große Mehrzahl der aktiven Bundesbrüder bleibt in Bonn und wird auch im nächsten Semester den Kern der Aktivitas bilden. Thuringia. 3m vergangenen Sommersemester konnten wir die erfreuliche Anzahl von neun Füchsen verzeichnen. Es meldeten sich noch aktiv die Herren: cand. Ideal. Heinz Cohn, Gleiwitz, prsct. pharm. Ernst Brinnitzer, Breslau, stud. med. Herbert Neißer, Ratibor, als OVG. die Herren: stud. theol. H. Süßmann, stud. med. Ernst Neuländer, Breslau. In dankenswerter Weise meldete sich trotz seiner hohen Semesterzahl Kbr. Gerd Müller, Lic. (XXX, X.X) - aktiv und übernahm die 1. Charge. Die übrigen Chargen und Wartschäften wurden folgendermaßen besetzt: XX a. B. Max Kaiser XXX a. B. Kurt Koplowitz Sportw. XX, Schriftw. XXX Kassenwart a. B. Günter Epstein F. M. f. C. X F. M. f. T. Eugen Poppelauer A. H. Fechtw. X Hsp. V. i. a. B. Beuthner. In geistiger und sportlicher Beziehung versuchte die Verbindung den Frankfurter K. C.-Tagsbeschlüssen gerecht zu werden, was bei der Aktivitas und Inaktivitas gelang; leider war es nicht möglich, dre Kbr. Kbr. in größerem Umfange zum Sport heranzuzrehen. Wir trieben wöchentlich 4 Stunden Leichtathletik, 2 Stunden Boxen, 1 Stunde Schwimmen und 3 Stunden Fechten. Daneben kam aber auch nicht das geistige Programm zu kurz. Allwöchentlich hatten wir Tendenzburschenstunde, zu der bei rößeren Vorträgen auch die Füchse erangezogen wurden. Besonders hervorzuheben ist ein Vortrag von A. H. Dr. Ernst Fränkel über die aktuelle Wirtschaftslage in Deutschland. Die große C. V.-Werbeveranstaltung im Mai und eine C. V.-Veranstaltung, in der Kbr. Reichmann, Berlin, sprach, besuchten wir in corpore. Wie immer, bot auch in diesem Semester der gesellige Teil der Veranstaltungen viel Abwechslung. Am Himmelfahrtstage fand der traditionelle Himmelfahrtsexbummel statt, der einen ebenso traditionell fröhlichen Verlauf nahm. Ein Sommerfest veranstalteten wir in Anbetracht des Stiftungsfestes nicht, sondern nur einen kleineren Exbummel mit Damen, der aber trotzdem oder vielleicht gerade deshalb sehr nett war. Den Schluß des Semesters bildete die S. S.-Kneipe und tags darauf ein Exbummel mit Damen nach dem Zobten. Auf dem S. S.-Convent wurden die Chargen und Wartschaften dechargiert; die Chargen erhielten die Klammern.