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KC-Blätter · 1931-08-01 · Heft 8-9 (August 1931) · p. Seite 151

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Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Heft 8-9 (August 1931)
Date
1931-08-01
Page
Seite 151 (sequence 25)
Language
German
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Nachr.-Heft K.E.-Blätter 151 Tages, sowohl in sportlicher als auch in tendenzieller Hinsicht. Wir hatten pro Woche 2 Stunden Boxen, gingen 2 und mehr Stunden wöchentlich auf den Sportplatz und hatten eine Schwimmstunde. Leider hinderte uns in letzter Zeit oft die schlechte Witterung am ständigen Training. Neben der korrekten Ausbildung im Boxen legten wir in der Leichtathletik vor allem auf die Sportarten Wert, die zur Erlangung des Reichssportabzeichens nötig sind. Dank unserer intensiven sportlichen Betätigung gelang es daher den meisten Bbr. Bbr., auch den Füchsen, eine ganze Reihe der zum Sportabzeichen nötigen Leistungen zu erfüllen. 6 Bbr. Bbr. erlangten das Sportabzeichen. Durch unseren Sportbetrieb litt das Fechten in keiner Weise. Unsere Füchse haben vier, unsere Burschen zwei bis drei Fechtstunden in der Woche. Auf dem Darmstädter Pauktag gegen die Salia traten 2 Burschen auf Viadrinen-Waffen an. Auf dem Frankfurter Kartell-Pauktag stellten wir 2 Burschen- und 4 Fuchsen- Partien. — In tendenzieller Hinsicht hielten wir uns vor allen Dingen an die Richtlinien, die in den Ausführungsbestimmungen zum Frankfurter Beschluß festgelegt wurden. Allwöchentlich veranstalteten wir einen wissenschaftlichen Abend, zu dem wir auch jüdische Komrnilitoninnen, die unserer jüdisch-politischen Richtung nahestehen, einluden. Wir haben mit dieser Zusammenarbeit mit deutschjüdischen Studentinnen die besten Erfahrungen gemacht. Die Themen dieser Abende behandelten jüdische und staatspolitische Fragen. Neben Bbr. Bbr. haben in diesem Semester auch Außenstehende an unseren wissenschaftlichen Abenden gesprochen, und zwar ein jüdischer Freistudent über das Thema: „Jüdische Fürsorgetätigkeit", und ein Mitglied der sozialistischen Studentengruppe über das Thema: „Sozialismus und Politik". Die jüdischen Studentinnen mit unserer wissenschaftlichen Arbeit zu erfassen, genügte uns aber noch nicht. Wir veranstalteten daher 2 Vorträge vor größerem Publikum. Es sprachen am ersten Abend Herr Dr. Friedrich Brodnitz jun. über die „Nhoner Weltstudententagung". Am zweiten Abend sprach Kbr. Dr. Erich Stern über das Thema: „Der jüdische Student der Gegenwart". An beide Referate schloß sich eine rege Diskussion an. Im übrigen nahmen wir korporativ an der Arbeit des jüdischen Iugendbundes teil, die einige Bbr. Bbr. durch Vorträge unterstützten. Auch mit der C. V.-Jugendgruppe Mannheim hatten wir enge Fühlungnahme und beteiligten uns daher an einer Treffahrt, die die C. V.-Gruppen Mannheim und Karlsruhe und die deutsch-jüdische Jugend Speyers veranstalteten. — Wir haben also in diesem Semester bewußt die Bahnen fortgesetzt, die wir im vorigen Semester begannen; nämlich mit unserer Arbeit, möglichst weite Kreise der jüdischen Gemeinde und der jüdischen Studentenschaft zu ergreifen. In den Tendenzfuchsenstunden wurde eingehend die Frage des Deutschjudentums, das Rassenproblem und die Probleme des Zionismus behandelt. Es wurden alsdann vor allem die Grundzüge der jüdischen Lehre und des jüdischen Kultus durchgenommen, und zwar ausführlicher als dies in früheren Semestern der Fall war. — Wir beendeten das Semester mit einer feuchtfröhlichen S.S.-Kneipe, die eine Reihe Alter Herren, Kbr. Kbr. und Heidelberger Philister mit uns vereinigte. Die Einweihung unseres neuen Hauses findet atif 24. und 25. Oktober 1931 statt. Wir hoffen, zu dieser Einweihung viele Kbr. Kbr. und Bbr. Bbr. begrüßen zu dürfen. Rheno-Silesia. Wir eröffneten das Semester mit 9 a. B., von denen im Laufe des Semesters 2 nach ihrer Inaktivierung bei der Neo-Friburgia ausschieden. Die interimistischen Chargen: X Hans Kaiser, XX Arthur Adler, XXX Ernst Meyer, wurden definitiv bestätigt. F. M. f. T. Hans Wolfgang Singer, F. M. f. C. Arthur Adler, H. P. V. Werner Mühlfelder. Es meldeten sich aktiv die Herren: stud. jur. Werner Cohen aus Castrop- Rauxel, stud. med. Herbert Grünberger aus Hindenburg, 8tu!d. med. Karl Haas aus Glan- Münchweiler (Pfalz), 8tud. med. Kurt Kaufmann aus Moers,

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