KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Heft 8-9 (August 1931)
- Date
- 1931-08-01
- Page
- Seite 144 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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144 K. C.-Blätter Nachr.-Heft die Bedeutung des Wanderns für uns Studenten. Solange es Universitäten gibt, so lange gibt es „die wandernden Scholaren". Freilich haben auch hier Sinn und Zweck des Wanderns sich im Laufe der Zeiten geändert. Wer schon früh ist erkannt worden, was auch heute noch gilt: Je geistiger die tägliche Arbeit ist, desto unentbehrlicher ist häufiges Wandern zur Erhaltung einer inneren Kräfteeinheit. Das Wandern soll nach der Anspannung wissenschaftlicher Arbeit der Äugend die Freude geben, die ihr gebührt. Das studentische Wandern ist gerade heute auch eine ernste soziale Aufgabe. Was ich hier über das Wandern gesagt habe, können nur Andeutungen sein. Den wahren Wert und die heilende und stärkende Kräfte des Wanderns muß man erleben. Deshalb geht an alle, die noch abseits stehen, der Ruf: „Heraus und wandert!" And Du, Kommilitone und Kommilitonin, freue Dich, daß Du in der glücklichen Lage bist, so viel Zeit und Gelegenheit zum Wandern zu haben. Freue Dich, daß der Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen und Deine Hochschule in ihrer segensvollen Zusammenarbeit alles tun, um Dir Deine Wanderungen zu ermöglichen und mit Hilfe der trefflichen Jugendherbergen zu erleichtern! Nimm ihre Hilfe an, nütze die Zeit und wandere! Jüdisches Akademrkerheim an dev Ostsee. Durch eine Stiftung der im Jahre 1929 verstorbenen Frau Justizrat Hausmann ist die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in die Lage gesetzt worden, auf der in schönster Lage an der Ostsee belegenen Besitzung der Stifterin in Arendsee ein Erholungsheim zu schaffen, das in erster Linie für deutsche Akademiker jüdischen Glaubens bestimmt ist. Der Besuch steht den Mitgliedern einer nach Art eines Klubs errichteten Gesellschaft zu, die unter dem Namen „Akademische Gesellschaft Hausmann- Stiftung Arendsee" gegründet worden ist. Diesem Klub können alle jüdischen Akademiker sowie ihre Ehegatten beitreten. Die einzige Leistung besteht in einem Eintrittsgeld von 15,— NM., das sich für Ehefrauen oder zum Hausstand gehörige Familienmitglieder, die selbst jüdische Akademiker sind, auf 5,— RM. ermäßigt. Die ordentlichen Mitglieder des Klubs können das Erholungsheim zu einem Aufenthalt von 3 bis 4 Wochen besuchen; minderjährige unselbständige Kinder können mitgebracht werden, soweit ihre Unterbringung möglich ist. Der Pensionspreis für den Aufenthalt im Erholungsheim beträgt gegenwärtig 5,— RM. Das Heim, . das im Juli dieses Jahres eröffnet wurde, bleibt den ganzen September über geöffnet. Auf die Möglichkeit des Aufenthalts in diesem Heim durch Eintritt in die Akademische Gesellschaft sollen die Verbandsmitglieder durch diese Zeilen hingewiesen werden. Zu näheren Auskünften steht die Akademische Gesellschaft, Berlin N 24, Artilleriestraße 14, zur Verfügung; dort sind auch Prospekte über das Haus zu erhalten. Fr. Eugen Fuchs. Bücher- und Blötterfdiau Dr. phil. Werner Jacobi: Die Fabrikation von Wachstuch u. dgl. (Hartlebens Verlag, Wien-Leipzig 1931). Dieses Buch unseres Kartellbruders erschien in der Reihe der Chemischtechnischen Bibliothek. Es werden alle Verfahren der Wachstuch- und Linoleumfabrikation sehr klar beschrieben und kritisch gewürdigt. Besonders interessiert heute die Herstellung der immer wichtiger werdenden Linoleum- Ersatz-Produkte (Balatum, Stragula u. a.), die wir auch in dem Werke vorfinden, so daß das Buch für Chemiker und Techniker eine wesentliche und interessante Bereicherung ihrer wissenschaftlichen Bibliothek darstellt. E.H.