KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Heft 8-9 (August 1931)
- Date
- 1931-08-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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K. C.-Blätter Zeitschrift des Kartell- Convents d. Verbindungen deutscher Studenten jüdische» Glaubens Bezugspreis halbjährlich 2,50 Mark zuzügl. 0,60 M. Postgebühr. Abonnementsbestellungen durch den Verlag und das K. C.-Büro. Anzeigen - Annahme durch den Verlag und das K. C.- Büro. Preis 1,—Mark für die einfach gespaltene Zeile nach Rudolf Moffe Zeilenmeffer Nr. 15. „Die Verbindungen im K. C. stehen auf dem Boden deutschvaterländischer Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die im Bewußtsein, daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur- und Rechtsgemeinschaft mit dem deutschen Vaterland unlöslich verbundenen Volksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleich, berechtigung der Juden einzutreten. — Der K. C. lehnt die Bestrebungen zur Lösung der deutschen Iudenfrage außerhalb Deutschlands ab. — Zu politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentums nehmen die Verbindungen im K. C. kerne Stellung, soweit dies nicht durch Absatz 1 und 2 bedingt ist." 21. Jahrgang Nachrichtenheft Nr. 8/9 A«g./Sept. 1931 Nachdruck unserer Aufsätze, mit Ausnahme der durch einen besonderen Vermerk gegen Nachdruck geschützten, unter Quellenangabe gestattet. ♦ Gerhard Leymann f S. 129 — Lans Steinhauer j S. 129 — Leinz Schlochauer S. 130 — Umschau' S. 130 — Zur Einweihung der Leidelberger Universität S. 136 — Ins Stammbuch S. 138 — Spiel mit Worten S. 139 — Der „Illustrierte Beobachter" revoziert S. 140 — Jüdische Studentenseelsorge S. 140 — Abbau der Erziehung S. 141 — Vorschläge zur Hochschulreform S. 142 — Studenten, auf ein Wort S. 143 — Jüdisches Akademikerheim an der Ostsee S. 144 — Bücher- und Blätterschau S. 144 — Medizinischer Stellennachweis S. 145 — K. C -öbilfsfonds S. 145 — Adressenänderungen S. 145 — Personalnachrichten S. 146 — Verbandsnacvrichten S. 146 — Geschäftliches S. 155 — K. C.-Veranstaltungen S. 156 — K. C.-Aemter und Verbindungen, A. L.- und Landsverbände im K. C. S. 160 Gerhard Heymann f 1929—1931). Am 16. Suni 1931 starb Gerhard Hey mann. Vor einem Jahre erfaßte ihn eine unheilvolle Krankheit, die ihn nicht wieder verließ und jetzt seinem jungen Leben ein zu frühes Ende bereitete. Vor fünf Semestern kam er zu uns: ein großer und starker, blühender und gesunder Mensch. Gr war mit großer Liebe K. C.er und widmete sich selbstlos der Verbindung. Innerlich gereift, trotz seiner Jugend ein vollwertiger, ausgeglichener Mensch, wurde ihm die Leitung seiner geliebten Nassovia anvertraut. Wer diese unvergeßlichen Semester mit ihm verlebt hat, weiß, was für ein wertvoller Mensch mit ihm dahingegangen ist. Gestern gingen wir noch zur Universität, fochten am Mittag gemeinsam auf dem Hause, verbrachten den Nachmittag im Stadion und „temperten" die Nacht zusammen durch Alt-Frankfurt! Gs ist undenkbar, unfaßbar, daß er nicht mehr auf der Nassovenkneipe sitzen und mit seiner schönen, klaren Stimme Studentenlieder singen wird, zu denen er sich selbst auf dem Klavier begleitete. Heimchen, wir werden Dich nie vergessen! Schlaf wohl, Leib fuchs! Julius Maas (Nass.). Hans Steinhauer f (aktiv 1927—1929). Am Tage, an dem wir Gerhard Heymann die letzte, schmerzliche Pflicht erwiesen, ging Hans Steinhauer von uns. Wie ein Blitz schlug die furchtbare Nachricht über diesen plötzlichen Tod in unsere Mitte. Fassungslos standen wir an seiner Bahre. Zwei Tage später war er seinem Leibenkel gefolgt. Hans Steinhauer kam von den „Kameraden" und wurde ein be-