KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Heft 5 (Mai 1931)
- Date
- 1931-05-01
- Page
- Seite 87 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachr.-Heft St C.-Blätter 87 Studium an französischen Hochschulen. (D.St.) — Die Deutsche Akademisch- Pädagogische Vermittlungsstelle in Frankreich teilt folgendes mit: Die Zahl der in Frankreich studierenden deutschen Studenten ist in der letzten Zeit außerordentlich angestiegen. Bedauerlicherweise hat sich dabei aber die Mehrzahl der deutschen Studenten zum Studium in Paris entschlossen, so daß dieses völlig überfüllt ist. Den dort studierenden ausländischen Studenten gelingt es nur sehr selten, solche persönlichen Beziehungen zu französischen Kreisen zu finden, die allein erst eine Vervollkommnung der Sprachkenntnisse und ein genaueres Eindringen in die französische Mentalität und die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Landes ermöglichen. Es erscheint daher empfehlenswert, bei dem Studium in Frankreich die kleineren Universitätsstädte zu bevorzugen» auch schon deshalb, weil sie das Leben des Franzosen in sehr viel unberührterer Form zeigen. Außerdem zeigen gerade diese kleinen Hochschulen dem ausländischen Studenten gegenüber weitgehendes Entgegenkommen. Nach Paris sind es besonders die Universitäten von Grenoble und Dijon, die einen außerordentlich starken Zustrom an Ausländern haben, während an allen übrigen Universitäten des Landes nur sehr selten deutsche Studenten studieren. Kommilitonen, die die Absicht haben, ein Semester in Frankreich zu studieren, werden gebeten, sich rechtzeitig mit der Deutschen Akademisch- Pädagogischen Vermittlungsstelle (Leitung Dr. Hans Göttling), in Paris-Ve, 53, Rue Claude-Bernard, 1. St. links, in Verbindung zu setzen.!.—. ■ 1 Verbandsnacfiriditen 1 ■■ ■■ »■■ 1 Die „Verbandsnachrichten" für die nächste Nummer sind einseitig beschrieben bis spätestens 31. Mai 1931 an die Schriftleitung einzureichen.) Thurmgia. Die definitiven Wahlen hatten folgendes Ergebnis: X Gerhard Steinitz XX Erich Schöngut XXX Rudolf Beuthner F.M. f. T. A. H. Eugen Poppelauer F. M. f- C. A. H. Stefan Münz S.W., Keil-W. XXX Hsp. V. XXX, a. B. Pfeffermann, a.F. Glaser Sp. W. X F. W. XX K. W. Günter Epstein. Als Ergänzung zu unserem vorigen Bericht über den geistigen und sportlichen Teil des Verbindungslebens, muß dieses Mal auch der gesellschaftliche Teil erwähnt werden. Wie in Breslau üblich, veranstalteten wir wieder eine Tanzstunde, die dieses Jahr in etwas größerem Rahmen stattfand, um der Verbindung wieder die gesellschaftliche Stellung zu verschaffen, die ihr gebührt. Dies ist auch gelungen. Es konnte sich keine Tanzstunde der befreundeten, paritätischen Verbindungen mit uns nur annähernd messen. Darüber hinaus wurde selbstverständlich die geistige Arbeit nicht vernachlässigt. An Vorträgen ist besonders der von A. H. Ernst Fraenkel über „Frontgeist, Idee oder Phrase" zu nennen, ein Thema, das gerade zur Zeit des Remarque-Film-Skandales besonders aktuell war. An einem Vortrag des Deutschen Studenten-Verbandes über das Thema „Die deutsche Frage" nahmen wir geschlossen teil. Der Redner wandte sich vor allen Dingen gegen die radikalen Strömungen der Rechtsparteien. Auch hielten wir allwöchentlich zwischen A. C. und B. C. politische Schulungskurse in Form von Diskussionen ab, die abwechselnd ein Aktiver leitete. Zu dem im vorigen Bericht erwähnten Boxen ist zu sagen, daß der Boxunterricht bei dem deutschen Mittelgewichtsmeister Tob-ek stattfand. Das Semester schloß mit der Semesterschlußkneipe, die dank persönlicher Einladungen von den Alten Herren besonders zahlreich besucht war.