KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1932
- Issue
- Nr. 1 (1.1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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2 Vertrauliche Beilage der K. C.-- Blätter falls manches Erfreuliche in dieser Hinsicht erkennen lassem Oder in einem anderen Falle ist an dem mangelnden Konnex in einem Altherrenbund die Tatsache schuld, daß viele verheiratete Bundesbrüder ihre Frauen nicht allein lassen wollen. Da muß Gelegenheit gegeben werden, daß auch die Bundesschwestern Interesse haben, zu Veranstaltungen zu kommen, und unsere Bundesbrüder nicht etwa vom K. E. fernhalten. Totsichere Mittel gibt es bei diesen Versuchen jedenfalls nicht. Der Initiative der Verantwortlichen ist hier ein reiches Betätigungsfeld offen gelassen. III. Erst wenn die nötigen Voraussetzungen geschaffen sind, dann kann ein erfolgreicher Keilbetrieb nach außen in Angriff genommen werden. Dafür sollten zwei Gesichtspunkte maßgebend sein: Auswahl des Keilmaterials und Organisation der Keilarbeit. Nicht jeder, den man besucht oder sonst heranholt, ist geeignet; gewiß eine Binsenwahrheit. Aber auch nicht jeder, der ausgenommen wurde, hat sich später als der richtige für den Verband erwiesen, und man braucht durchaus nicht als Fuchs abgegeben worden zu sein, um für den K. C. eine Niete zu bedeuten; und umgekehrt. Daraus ergibt sich die schwerwiegende Frage: Wie stellt man fest, welchen gegenwärtigen und zukünftigen Wert jemand für uns besitzt? Mit Sicherheit läßt sich eine Antwort überhaupt nicht geben. Wir sind alle keine Propheten und mancher, der mit 18 Jahren ein Außenseiter war, ist mit 20 eine Stütze des Verbandes oder vice verea sind viele sehr schnell verschollen, von denen man sich etwas versprach. Wenn das nun schon nicht zu ändern ist, so sollte immerhin nicht allein auf die Quantität gesehen werden, wie das vielfach geschieht. So erfreulich Zahlen sein mögen, so sehr können sie über den wahren Nutzen für den K. L. täuschen und oft wird die Bilanz nach Jahren viel zu wünschen übrig lassen. Darum mehr Sorgfalt in der Beobachtung der Keilfüchse. etwas strenger in der Auswahl sein, und manche Enttäuschung wird uns erspart bleiben. Zur Technik der Organisation neck einige Worte. Es wird da zuv.1 Doppelarbeit geleistet. Rationalisier ist hier weit eher als an andere:« Stellen eine notwendige Parole. Hanhelt es sich doch um eine Oekononnc, die niemandem schadet und der Gesamtheit manchen Nutzen bringt. Ls muß Aufgabe des K. C.-Keilwartes sein, Plan und Übersicht in die Bemühungen der einzelnen Verbände zu bringen, sie miteinander auszutauschen und zu verbinden. Der Informations- und Nachrichtendienst ist straffer zu organisieren, denn oft wird mit wenig Mühe durch rasche Mitteilung ein wertvoller Kartellbruder zu gewinnen sein, der sonst dem K. C. verloren gehen würde. Auch bezgl. der Keilmittel (Literatur, Vorträge für Veranstaltungen) müssen von allen Seiten Anregungen an die Zentrale gegeben werden, die sie anderwärts weiterleitet, daraus eigene Erfahrungen schöpfen kann, kurz durch Meinungsaustausch arbeitssparend wirken wird. Für eine derartige Organisation muß jeder Landesverband in engster Zusammenarbeit mit den zuständigen Altherrenvereinen und Verbindungen ein Netz von Vertrauensleuten über seiner: Bezirk ziehen, um alles Wissenswerte aufzufangen. Auf die Einzelheiten hier einzugehen, erübrigt sich, weil das Sache der Praxis ist. Daß diese Maßnahme auch anderen Verbandsressorts sehr dienlich ist, bedarf keiner besonderen Erwähnung. Praktisches Ketten. Von Ludwig Kaufmann (Bav.) In der: letzten Semestern konnte man verschiedentlich die Beobachtung machen, daß unsere K. C.-Verbindungen an Mitgliederzahl immer mehr abnahmen; daß es besonders einigen kleineren Korporationen, wie der Rheno-Palatia und der Saxo-Bavaria, im vergangenen Sommersemester nicht gelang, auch nur einen Fuchsen zu bekommen. Wo haben wir die Gründe dafür zu suchen? Man hört auch in unseren Reihen manchmal als Erklärung für den Rückgang, daß eben in der heutigen Zeit die Idee des K. C., und besonders die Form, in die sie gekleidet ist, bei der jüdischen Jugend nicht mehr die Zugkraft habe une