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KC-Blätter · 1931-03-01 · Nr. 2 (3.1931) · p. Seite 31

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Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Nr. 2 (3.1931)
Date
1931-03-01
Page
Seite 31 (sequence 25)
Language
German
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Vertrauliche Beilage der K. C.-Blatter 31 auch, bei den Gegnern der Sportwertung, eine erschreckende Ankenntnis der Verhältnisse zutage getreten. Die Claque der jungen Bundesbrüder weiß ja gar nicht, was los ist. Es wird gesagt, es sei ungeheuerlich, was nrit dem Sportabzeichen verlangt wird. Heidelberg war vor einem Semester noch die konservativste Korporation. Als die Aktiven aber sahen, wie ihre A. H., die mit Stolz vier Lage die Couleur getragen, ihnen dabei immer wieder gesagt haben, Ihr müßt kämpfen, haben sie sich umgestellt. Nun hat die Aktivitas in Heidelberg beschlossen, den Versuch zu machen mit dem deutschen Sportabzeichen. Das Training hat begonnen und 12 Aktive haben nach Beginn des Semesters innerhalb 6 Wochen Vs der Bedingungen erfüllt. Vier Abteilungen des Sportabzeichens von fünf sind zurückgelegt. And wenn im nächsten Sommersemester sämtliche Aktiven mit dem deutschen Sportabzeichen herumlaufen, und alle Maßgebenden der Aniversität sagen, es müsse Sport getrieben werden und die jüdische Korporation mit der jüdischeil Couleur das Sportabzeichen hat — haben sie dann nicht mehr für unsere Geltung getan, als wenn Ihr Enre Durchzieher habt und Luch einbildet, Ihr gebt Satisfaktion, während Euch die Waffenstudenten Genugtuung verweigern und sogar der katholische C. V. den dlumeru8 ewu8U8 will. Verschließt doch eure Augen nicht vor den tatsächlichen Dingen. Laßt doch die jungen Leute kämpfen um ein neues Ideal. Werft die Fahnen voraus! Wenn wir sagen, wir könnten einmal überanstrengt werden bei einem 10600-Meter-Lauf, es könnte einer schlapp machen, so ist dies kein Einwand, man wird sich schon trainieren. Der Sportlehrer in Heidelberg hat gesagt, die jüdische Korporation ist die sportschneidigste Korporation in ganz Heidelberg. And unsere Leute in Heidelberg sind nicht schneidiger als ihr alle im K. C.» aber die Not hat sie beten gelehrt. In Heidelberg ist die Mehrheit der Aniversität nationalsozialistisch. Sie mißbrauchen ihre Macht in einer Weise, die gar nicht mehr überboten werden kann. Das hat uns veranlaßt, die innere Freiheit uns auf eine neue Weise zu schaffen, irm uns nicht unterkriegen zu lassen. Es schafft uns diese neue Methode aber auch den Anschluß an die fortschrittlichen Teile der Studentenschaft und des deutschen Vol es. Wir können nicht mehr glauben, wir könnten uns auf die privilegierten Schichten des Volkes stützen. Wir müssen mit der großen Masse kämpfen. Es hilft uns nichts, wenn die große Masse sieht: die gehören auch zu der reaktionären Schicht. Wenn wir sagen, wir gehen mit dem neuen Geist zum alten Ziel, werden wir auch eine Resonanz finden, die wir brauchen. Heute haben wir sie nicht. Kämpft nicht um Kleinlichkeiten, probiert es einmal. Gebt nicht die Satisfaktion auf, gebt nicht die Couleur auf, sondern zeigt auf neuem Wege, was ihr fertigbringt. Was Heidelberg angefangen, muß der ganze K. C. vollenden und zu einer neuen großen Tradition führen. G. Steinitz teilt mit, daß folgende aktive Verbindungen den G. A.-Anträgen grundsätzlich zustimmen, und zwar in der Form des Vorschlages von Mainzer: Thuringia, Bavaria, Sprevia, Licaria, Neo-Friburgia, Rheno-Palatia, Nassovia, Rheno-Silesia, Vineta. Falk erklärt, er würde sich für die Rheno-Guestphalia anschließen, möchte aber das Kartellfechten mit sofortiger Wirkung verbieten. Nach kurzer Debatte zieht er seinen Aenderungswunsch zurück. Die Generaldebatte wird nunmehr geschlossen. Die Resolution wird mit der Maßgabe einstimmig beschlossen, daß die Verbreitung nur im I n l a n d e erfolgen soll. Die Thesen, die nur als vertrauliche Anweisungen an die Organisationen und Verbindungen des K. C. zu verstehen sind, werden ebenfalls genehmigt. 8. Auerbach spricht als Vorsitzender der Kommission zur Vorbereitung der G. A.°Wahl zu den Neuwahlen. Er legt eine Liste vor, bei welcher der Wunsch einzelner. G. A.-Mitglieder, nicht wiedergewählt zu werden, berücksichtigt ist, und die den Tendenzen entgegenkommt, den G. A. zu verjüngen.

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