KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Heft 2-3 (Februar 1931)
- Date
- 1931-02-01
- Page
- Seite 45 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nachr.-Heft 8. C.-Blatter 45 fluß der bukolischen Dichtung Thekrits nach, nicht nur in vielfachen Entlehnungen aus der Dichtersprache Theokrits, sondern vor allem dadurch, daß er die Kunstform, die den großen Idyllen Theokrits zugrunde liegt, den antiken Mimos, euch als die Kunstform des „Liedes der Lieder" erweist. So gelingt es ihm, die künstlerische Einheit der Dichtung aufzuweisen und ohne jede Texländerung ihren Aufbau in drei in strenger Parallele gegliederten Sähen darzustellen. Der Fachmann findet in der Arbeit, insbesondere im Kommentar, vielfach neues Material, der Liebhaber wird in der gemeinverständlichen Einführung und in der neuen Aebersetzung den reinen Genuß der herrlichen Dichtung finden. Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland. Philo-Verlag, Berlin. IV. Heft 1931. Jahresabonnement AM. 10.-—, Einzelheft RM. 2.75. Die Rechtsgeschichte der Juden war bisher fast ausschließlich im Hinblick auf die Emanzipation Gegenstand wissenschaftlicher Erörterung. Die Rechtsverhältnisse der Juden vor dieser Zeit, über die eine ungeahnte Fülle wichtigsten und aufschlußreichsten Materials vorliegt, blieben von der historischen Forschung so gut wie unbeachtet. Auf diesen Mangel macht Dr. Georg Landauer (Berlin) in seinen im Januarheft der „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland" (Philo-Verlag, Berlin W 15) veröffentlichten Bemerkungen über einige Probleme zur „Geschichte der Iudenrechtswissenschaft" aufmerksam. Auf dem Gebiete der Bevölkerungs¬ und Wirtschaftsgeschichte liegt die in derselben Nummer erschienene Arbeit des Professors an der Münchener Technischen Hochschule, Arthur Cohen, der einen ausführlichen, auf Akten des Stadtarchivs gestützten Abriß über die „Münchener Zudenscbast 1750 bis 1861" gibt. Dipl.-Ing. vr. Alexander Pinthus (Berlin-Köpenick) beschäftigt sich im Schluß seiner wegen ihrer Eigenart besonders beachtlichen „Studien über die bauliche Entwicklung der Iudengassen in deutschen Städten" mit dem jüdischen Wohnhaus, namentlich seiner äußeren Gestalt, seiner inneren Ausstattung und den Bauvorschriften. Neben einer Reihe Miszellen, Buchbesprechungen und wissenschaftlicher Nachrichten enthält der Anhang diesmal wieder die von Aniversitätsbibliothekar Prof. Dr. Heinrich Loewe (Berlin) zusammengestellten wertvollen „Bibliographischen Notizen" (Neuerscheinungen) über „Die Juden in Deutschland". t ( "! k l i X JL % f 1_1 V UUIf UOIIUUII lUllttll I_J (Die „Verbandsnachrichten" für die nächste Nummer sind einseitig beschrieben bis spätestens 25. März 1931 an die Schristleitung einzureichen.) Licaria. Das Halbsemester schlossen wir mit einem gemütlichen Frühschoppen im „Bauerngirgl", unserem neuen Couleurlokal. Die Weihnachtsferien nutzten fast alle Bundesbrüder zu einem Aufenthalt im Gebirge aus. Die allgemein gehobene Stimmung machte das Damenfest nach einstimmigem Arteil zu einem Ereignis, das aus dem Münchener Semester nicht weggedacht werden konnte. Ebensonett verlief die traditionelle Bowlenkneipe der O. V. G. O. V. G. Auch der geläuterte Fasching hielt mehr als sein Name versprach. Wir chargierten bei der Antrittsrede des neuen Rektors und bei der Reichsgründungsfeier. Ein besonderes Ereignis bildete die Anwesenheit unseres l. A.H. Holländer in München. Seine Vorträge besuchten wir selbstverständlich und waren Zeugen, wie er sich wirkungsvoll gegen Störungsversuche geistloser Schreihälse durchzusetzen wußte. Wegen seiner Vorträge können wir auf den Bericht in der C.V.- Zeitung verweisen. Zu großem Dank sind wir A. H. Holländer dafür verpflichtet, daß er einen Nachmittag opferte, um beim Kaffee mit seinen