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KC-Blätter · 1931-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1931) · page 3

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Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Heft 2-3 (Februar 1931)
Date
1931-02-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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K.C.-Blätter Zeitschrift des Kartell- Convents d. Verbindungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens „Die Verbindungen lm K. (£. stehen auf dem Boden veutschvaterländischer Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die im Bewußtsein, daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur- und Recht«gemeinschuft mit dem deuticyen Vaterland unlöslich verbundenen Volksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden einzurreten. — Der K. C. lehnt die Bestrebungen zur Lösung der deutschen Judenfrage außerhalb Deutschlands ab. — Zu politischen und religiösen Sonderbeftrebungen innerhalb des Judentums nehmen die Verbindungen im K. <5. keine Stellung, soweit dies nicht durch Absatz l und 2 bedingt ist." Bezugspreis halbjährlich 2,50 Mark zuzügl. 0.60 M. Postgebühr. Abonnements, bestellungen durch den Verlag und das K. C-Büro. Anzeigen - Annahme durch den Verlag und das K C - Büro. Preis 1.— Mark für die einfach gespaltene Zeile nach Rudolf Moffe Zeilenmeffer Nr. 15. 21. Jahrgang Nachrichtenhest Rr. 2/3 Febr./März 1931 Nachdruck unserer Aufsätze, mit Ausnahme der durch einen besonderen Vermerk gegen Nachdruck _aescdützten, unter Quellenangabe gestattet. * Amschau S. 17 — Neu-Äeioclberg S. 20 — Freiwillige vor! S. 23 — K E.-Tag zu __ Frankfurt am Main S. 24 — Zu Goldmanns „Palästinaaufbau und Palästinapolitik" S. 2ö — Wehrsport S. 27 — Jüdische Familienkunde S 28 — Student im deut'chen Osten S. 30 — Die Rheno-Palatia gewinnt den Wanderpreis der Universität S. 31 — Deutsche Akademiker- Zeitung S. 32 — Akademische Presse und antisemitische Intoleranz S. 32 — Unlauterer Wettbewerb S. 33 — Litler erobert Rumänien S. 3 i — Korporationen und Reichsb. nner S. 34 ~ Assimilation und Mis t ehe S. 34 — Jüdische Etudentenseelsorge S. 34 — Deutschjüdische und nationaljüdische Anschauung S. 31 — Die Zahl der jüdischen Studierenden in Deutschland nimmt ab S. 36 — Bundeshauptver ammlung des RjF in Berlin S 37 - Studentische Wahlen S. 39 — Bereinigung der S' wierigkeiten zwischen der Deutschen Studentenschaft und dem Verband der Schweizerischen Studentenscha ten (V.S S.j S. 39 — K. C-Lilfsfonds und An alle K C er S 40 — Medizinischer Stellennachweis und Adrefsenveränderungen S 41 — Personalnacbrichten S. 42 — Bücher, und Blätrerschau S. 43 — Verbandsnachrichten S. 45 — K C.-Vera, staltungkn S. 50 — Llwfchau. In kritischen Zeiten ist es besonders wichtig, kühlen Kopf zu bewahren, und sicher durch die Strömungen des Empfindungsübersckwangs hindurchzusteuern. Die Erfahrung unserer Tage hat gezeigt, daß in unserer Einstellung zum Nationalsozialismus auf eine Periode der Sorglosigkeit die Zeit einer schockhaften Erschütterung folgte, die ihrerseits wieder abgelöst zu werden scheint durch eine gewisse Euphorie. Leute scheint sich nun wieder alles, was der nationalsozialistische Feind beginnt, unter dem Gesichtswinkel der Harmlosigkeit und Impotenz zu klären. Weil nicht alle Schrecken uns überfielen, scheint der schwarze Mann mit einem Male nicht mehr schwarz zu sein. Lier liegt eine neue Fehler- und Gefahrenquelle für uns. Lüten wir uns vor der Wiederkehr der allzu leichtherzigen Oplimisterei. Langsam beginnt sich wieder allenthalben die Neigung zu regen, die Bedeutung des Gegners zu verkleinern. Man kommt jetzt mit Berechnungen und Konstruktionen, die den Stillstand, ja den Rückgang der nationalsozialistischen Bewegung erweisen sollen. Leider ist hier der Wunsch den Tatsachen weit vorausgeeilt. Ein typisches Bild bietet das sogenannte Braunschweiger Stimmungsbarometer. Die dortigen Wahlen haben das unzweideutige Fortschreiten des national, ozialistischen Aufstiegs erbracht, und es ist geradezu eine gefährliche Torheit, diese Erkenntnis im rosafarbenen Dunst eines übertriebenen Optimismus unsichtig zu machen. Auch gegenüber den letzten Reichstagswahlen ist in Braunschweig die nationalsozialistische Stimmenzahl weiter vermehrt worden, und wenn es nicht im selben Tempo geschahen ist, in dem sich am 14. September der Zuwachs geaenüber den vorletzten Reichstagswahlen vollzog, so ist das wahrlich kern Grund zum Jubeln. Denn die Wucht des Emporschnellens am 14. September war derart überwältigend, daß auch ihr geringster Bruchteil immer noch arg genug ist. So wie die Zustände sich gestattet haben, wäre selbst ein Still-

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