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KC-Blätter · 1918-04-01 · Heft 21 (April 1918) · p. Seite 1031

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Journal
KC-Blätter
Volume
1918
Issue
Heft 21 (April 1918)
Date
1918-04-01
Page
Seite 1031 (sequence 13)
Language
German
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Stiftungen. 1. Die Ellern des vor dem Feinde gefallenen Kartellbruders Arthur Mayer sK.C-Stammtisch Frankfurt a. M.) haben zum Andenken an ihren Sohn eine Süpendienstiftung von 20Ö00Mk. errichtet, aus deren Zinsen in erster Reihe event. Verwandte des Stifters, in zweiter K.Cer, in dritter andere jüdische Studierende der Universität Frankfurt a.M. unterstützt werden sollen. Der Verwaltung dieser Stiftung gehören an: ein Vertreter der Familie, ein Vertreter der Synagogengemeinde und ein in Frankfurt a. M. le bende s M itglied des Ge sch äfts - führenden Ausschusses des K.C. 2. Die Eltern des vor dem Feinde gefallenen Kartellbruders l)r. Karl Elsas sLic., Rhen.- Sil.) haben dem letzten Wunsche des Gefallenen entsprechend, dem K. C.-Hilfsfonds den Betrag von 400,— Mark überwiesen. Vücher- und Vlätterfchau. Das Univerfitätsstudium der Württembergsseit der Reichsgründung. Gesellschaftswissenschaftliche und statistische Untersuchungen mit einer Darstellung akademischerGegenwartsfragen von Albert Rien har dt, Universitätssekretär in Tübingen. Verlag von I C. B. Mohr in Tübingen 1918. Preis geheftet 6 Mk., 132 Selten. Der Verfasser, der dem Leser der Akademischen und Allgemeinen Nachrichten in den K C.-Blättern nicht unbekannt ist, hat in dieser neuesten Arbeit daS Univerfitätsstudium seiner württembergischen Landsleute aufs eingehendste behandelt. Nach einer kurzen Einleitung über das Universitätsstudium in Deutschland und seine Entwicklung in der neueren Zeit wendet er sich den Hauptbetrachtungen zu, in denen besonders der Besuch der einzelnen Fakultäten und Studienfächer, die soziale Herkunft der württembergischen Studentenschaft und das Religionsbekenntnis der Studierenden zur Darstellung gelangt sind. Hierbei widmet er auch dem jüdischen Bolksteil einige Betrachtungen, in denen er im allgemeinen der jüdischen Eigenart, besonders hinsichtlich des Bildungstriebes, gerecht wird. Wenn er aber meint, daß die geringe Betätigung der Juden im Staatsdienst ihren Grund nicht nur in der Tatsache habe, daß ihnen die höchsten Stellen versagt seien, sondern auch darin, daß die Juden „eine auf starker Individualität begründete geringe Neigung für den Staatsdienst", außerdem „eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber dem Staat (Unstaatlichkeit deS" Judentums)" und endlich '„eine Abneigung vor der Einordnung in zahlenmäßig überlegene Reihen Andersgläubiger" hätten, so wird Wan ihrn darin nrcht beipflichten können. Die von Rienhardt angeführte Tatsache, daß 83u/o aller württembergischen jüdischen Studierenden Juristen, oder- Mediziner.Wen, dürfte für die anderen Bundesstaaten in ähnlichem Maße zutreffen. . Nach diesen Haupthetrachtungen wendet sich der Verfasser kurz akademischen Gegenwartsfragen zu, in denen er sich besonders mit der Organisation einer akademischen Berufsberatung befaßt. Den Beschluß der Schrift bilden zahlreiche statistische Anlagen. Wenn auch einzelne Ausführungen RienhardS eine allgemeine Beachtung verdienen, so dürste sich doch das Jntereffe für die ganze Schrift kaum über die schwarzroten Grenzpfähle hinaus erstreckend A. W. Die „Hochschule" (Blätter für akademisches Leben uns studentische Arbeit) hätihren ersten Jahrgang vollendet. Diese Zeitschrift wurdenon dem Deutschen Studeniendienst von 4914 durch vr. G. Niedermeyer heraus* gegeben (Schriftkeitung vr Fritz Klatt). Sie wird in einer hohen Auflage an die Akademiker im Felde zum großen Teil kostenlos versandt und verbreitet draußen sicherlich viel Freude. Sie unterrichtet die aus ihrem Studium gerissenen Studenten in dankenswerter Weise Über Bestimmungen und Erlasse, hie zur schnellen Beendigung des Studiums zu wissen nötig sind. Die Zeitschrift steht in lebendiger Beziehung mit dem segensreichen Schaffen des akademischen Hilfsbundes. Ueber diese sehr notwendige Grundlage einer prakttschen Beratungsarbeit hinaus versucht die Zeitschrift (in ihren letzten Nummern immer zielbewußter) den aus jeder geistigen Tätigkeit gerissenen Akademikern im Felde die geistigen Bewegungen der Heimat zu vermitteln. Das Programm der Zeitschrift verheißt die Beschäftigung mit einer Reihe höchst wichttger Probleme, die wahrlich im Mittelpunkt der Gedankenwelt einer nach Herzens- und Geistesbildung trachtenden Jugend stehen. Studentische Wohnungsfrage, Siedlungsfrage, Frauenfrage, sexuelle Frage, Berufsbildung und Menschenbildung, Schulreform und Jugendbewegung, Persönlichkeitsbildung und Gemeinschaftserziehung- Kapitalismus und geistige Arbeit sollen behandelt werden und sind zum Terl in einzelnen Artikeln des vorliegenden Jahrgangs bereits behandelt worden. Daß sich diese Zeitschrift an den großen Leserkreis der Akademiker im Feldheere wendet, ist gewiß höchst beachtenswert. Aber daS weitgespannte Programm, das sie tatsächlich bald zu einer zentralen Stellung innerhalb der akademischen Zeitschriftenliteratur führen kann, sollte durchaus auch die Beachtung der akademisch und überhaupt geistig interessierten Menschen in der Heimat erfordern. Bei der Redaktion sind folgende Büchereingelaufen: Wie erziehen wir unsere Kinder zmn Judentum? Ein Bortrag von vr. Ignaz Ziegler, Karlsbad. Preis i Kr. 1,-. Herausgegeben vom Jüdischen Erziehungsausschuß Prag. Prag 1918. Verlag der Redaktion der „Selbstwehr". Jüdische Seelsorge an der Westfront. Von Feldrabbiner vr. Salomonskb Verlag von Louis Lamm, Berlin 1918. Preis Mk. IM Kriegspredigten. Bon vr. Hochfeld, Rabbiner der jüdischen Gemeinde, zu Berlin. Berlin, Verlag von M. Pöppelauer, 1918. Preis Mk. -/(.). bin QOrion: „Zwei Generationen." Erzählungen: R. Löwit-Berlag. Berlin-Men 1918: M. J. bin Gorion: „Vom östlichen Lftrdentum." Religiöses- LiterarischeS-Polittsches. Verlag R. Löwtt. Berlin- Wien. 1918. „Rationales Selbftbestimmuugsrecht" der Juden in Polen. Bon vr. Max Rofenfelll. R. Löwit-Berlag. . Wien und Berlin. 1918. „Jerubbaäl^" Eine Zeitschrift der jüdischen Jugend,, > 1. Jahrgang, Äpril 1918, Heft 1. R. Löwit-Berlag, BerlinMien: KriegApylittsche Einzelschriften. Heft 31, Mk. 3,—. Die Judenftage in Rumänien. Bon I. M. Cargher: Berlin, C A Schwetschke ch Söhn. Kartellbrüder, welche von diesen Büchern und» Broschüren etwas besprechen! wollenwerden gebeten, bei der Redgktton die Bücher zu verlangen.

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