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KC-Blätter · 1917-11-01 · Heft 19 (November 1917) · p. Seite 957

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Journal
KC-Blätter
Volume
1916-1917
Issue
Heft 19 (November 1917)
Date
1917-11-01
Page
Seite 957 (sequence 19)
Language
German
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25cic ©cSötifc tft bürchaüs ctntcuc^tcriS un8 Sex Beachtung!^wertz. und -ervermag auch für uns nichts? an Interesse. un8 Bedeutung durch die Tatsache einzübüßen-, daß er nur bei Verwirklichung der Pläne der-Zionisten . im Sinne einer Mission in die: Praxis umzusetzeu ist. Jedoch sind die Ausführungen des Bepfaffers. zu kurz, um eine eingehende Kritik zu ermöglichend Diese wird erst einsetzerr rönnen, wenn, wie der Verfasser in feiner Borrede wünscht, „ein Mann mit tieferen Kenntnissew in der Kultur- und WirtschaftsgeschichtL. zu. .einer, größeren Arbeit über, das genannte Thema angeregt wird." Dr. Wolfs (Bav, Thur.) Rechtsstellung und innere Verfcrffung der Juden in Polen. Ein geschichtlicher Rundblick von Qr. Moses Schorr- - a> o. Universitätsprofesior in Lemberg. R. Löwit- Verlag, Berlin und Wien, 1917. 36 S. Das hohe Interesse der heutigen Zeit an den Geschicken dev Juden in Polen hat den Löwitschen Verlag veranlaßt, die vorliegende.Arbeit, die vor einiger Zeit in der Zeitschrift „Der Jude" erschienen ist, als Sonderabdruck herauszugeben. Es handelt sich dabei nicht um eine politische Schriftes wird vielmehr versucht, in kurzen Zügen die Lage der Juden, im alten polnischen Reich zu schildern. Bei dem gewaltigen Zeitraum, um den es sich handelt - es umfaßt nicht weniger als 7 Jahrhunderte könnte der Umfang der Arbeit als ein wenige dürftig erscheinen. Aber die Beschränkung! des Versassersauf das Wesentliche und die äußerst interessante und klare Darstellung geben ein treffliches Bild der Zustände im alten Polenreich und liefern einen wichtigen Beitrag zur Geschichte unserer östlichen Glaubensbrüder. Nach einer kurzen Einleitung wird zunächst das Verhältnis der Juden zum polnischen Staat geschildert. (I. Die Rechtsstellung.) Wir freuen unS der Bestätigung der bekannten historischen Tatsache, daß die äußere Lage der Juden zumeist eine recht' günstige gewesen ist, wenn es auch an mancherlei Beschränkungen nicht gefehlt hat. Aber auch Polen, dasja recht weit abseits von den großen europäischen Kulturzentren laghat sich den Einwirkungen^ des übrigen Europas nicht restlos verschließen können. Auch in Polen-wurde den Juden die zunehmende Hierarchie verhängnisvoll, besonders als infolge der Gründung des Jesuitenordens die Restauration? der katholischen Kirche stattfand. Den Hauptteil der Schrift umfaßt eine Schilderung der inneren Verhältnisse innerhalb der jüdischen Gemeinden. (II. Die innere Verfassung.) Wir finden hier mitunter Erscheinungen, die wir. im übrigen Europa zumeist vergeblich suchen. Auf der einen Seite hatten die einzelnen Gemeinden ein erhebliches Selbstverwaltungsrecht/: das: man fast als Autonomie bezeichnen könnte. Die jüdischen Gemeinden erledigten alle Angelegenheiten nahezu selbständig, ohne der Obrigkeit mehr als ein gewisses Aufsichtsrecht seitens des Wojwoden (Statthalters) zu gewähren zu brauchen. Sie hatten in den unteren Instanzen eine eigene Gerichtsbarkeit mit einem eigenen jüdischen Recht, das Recht ausgedehnter. Steuergesetzgebung — dem allerdings sehr hohe Abgaben an. die Obrigkeit gegenüberstanden —, die Berechtigung, für Erziehung und Unterricht zu sorgen und eine! ausgeprägte n Gesetzgebung in Wirtschaftsfragen. Hier ließen sich freilich noch verwandte Einrichtungenm einigen deutschen Gemeinden Nachweisen. Aber eine ganzneuartige — in Deutschland vom Kaisertum zuweilen schüchtern, und mit Mißerfolg versuchte — Institution war die Zusammenfassung aller "Gemeinden unter eine jüdische Obrigkeit. Ursprünglich-bestand. daS Generalseniorat, an. dessen Spitze der General-Steuerpächter und. der. Generalrabbiner standen. Da sich aber diese Einrichtung wegen ihrer allzu autokratischen Machteinwirkßngauf ore unterstellten Genreinden nicht bewährte, wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts ein jüdisches Parlament degründetzl der Judenlandtag oderVierländersynodeFeine Einrichtungdie iw der gesamten, jüdischen-Geschichte wahrend der Diaspora ihresgleichen sucht. Diese Versammlung, zu der die Gemeinden ihre Abgeordneten entsandten, hat äußerst segensreich gewirkt und bis zum Untergänge des polnischen Staates bestanden. Am Schluß der Schrift. gibt der Verfasser einige Proben aus der umfangreichen Literatur und ihren zahlreichen Quellen^ Dr- Wolfs (Bär., Thur.) Alle Kartellbrüder, die noch Bücher zur Besprechung in Händen haben, werden dringend, gebeten, entweder die Besprechungen baldmöglichst' einzüsenden oöei^ die Bücher zurückznschicken. Zur Besprechungisteingelausen: Die deutschen Inden-im Weltkriege, von Karl Hkkmär- .. Berlin. Einzelpreis 50 Pf. Selbstverlag des Verfassers, Berlin W. 35, Flottwellftr. 7. Siegmund Mauer, Die Wiener Juden 1700—1900. 1917. 3t. Löwit-Verlag, Berlin-Wien Konfessionelle M i lrtnrstati-strk von R. E. May, Tübingen. Verlag von S. C. B. Mohr (Paul Lebeck) 1917. Preis im Einzelverkauf 3.60 M. (Aus dem Archiv für Sozinlivissenschaft und Sozialpolitik, Er- . gänzungsheft XIII). Spenden für die K.C.-Küsse für die Zeit vom 15. Oktober bis 15. Dezember. 1317 einschließlich. M Dr, Berthold Einstein zur Erinnerung an den - Todestag seines Sohnes Paul Einstein (Bav., ~ K.C.-S1ammtisch Frankfurt) . . ..20b— Bizefw. Rosenthal gratuliert Bruno Feilchenfeld zurHochzeitz Ertrag ein. verkauft. Schmuckstücks-IO— Einj. Riesenfeld, J.-R. 401, Reg.-Staü . .. 5>— Verbindung im K. C. Thuringia ... . . . 51.— Unbekannt ... . . . .. . 5.— Frl. Paula Zlotnitzki, Bitterfeld,, dankt für die Zusendung der K.C.-Blätter. . . : 5 - Leutnant d. R. E. Wulf dankt für die regelmäßige Zusendung der K.C.-Blätter . . .' : .'. . . 5.— Leutnant d. R. Karl Katzenstein. 20.— Berthold Strauß, auS Anlaß seiner Ausnahme r als O.B.G. in die Verbindung »Biadrina" . 10.— Richard Nathan sammelt bei einem Zusammen- ..! treffen in Laon: von dort versammelt. K. C.ern 39.05 Dr. Vogel, Kreuznach, spendet für genoss. Urlaub 10.— Dr. Marcufr in Stettin . ........ 50.—- Dr. Neugarten gratuliert seinem Leibburschen Grünwald und seinem Aennchen heimlichst zur Vermählung (verspätet)? . . . 10.— Aus Freude über ein Wiedersehen nach 3jährig. . Trennung spenden Hirfchfeld und Neugarten 10.— Hirschfeld dankt: s. l. Neugarten für die: freunh- - liche Aufnahme.. 5.— Aenny Rosenchal, anläßlich des Urlaubs ihres Bruders Hans.' . 5.~ Verb, int K. E:Licaria anläßlich deÄ Wjährigen Stiftungsfestest Gerta Aronchal .3 M., Dr. : 'Baron 10 M., Lotte Baron 3M., Busst5 M., : Dreyfuß 5 M., Haymann: B li,: Joseffon 3 M., Erna Jungmann 2 M.,Archur Katzenstein 3 M>, Küche Lindler 3 M, Mäx Löb 3 Eugen Mayer 5 M., Leo Weis 5 M., Ludwig Mendel- ’ sohrv 3“ M:, Oberzimmer A M., Rosenfchein — - 78.— Dr. MMer aus Anl. d. Geburtem.5LrregspWgen 30.— > Äkwuna 34&05

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