KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 19 (November 1917)
- Date
- 1917-11-01
- Page
- Seite 950 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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dem Vormarsch mehrmals, er war immer vorn zu finden. .7' Am Bmorgens wieder Abmarsch, über die Aa auf einer Kriegsbrücke und dann 5 Tage lang in Wald« stellung mit ständigen Erkundungen für die endgültigen Stellungen-: - Mittenln lila Heide, 18 Kilometer vom Rigaischen Meerbusen entfernt, der Seewind pfiiff über uns hin, die Nachte im Zelt waren manchmal bitter kalt. — Am 11. abends nochmal Stellungswechsel nach vorn, beim Eintreffen dort Plötzlicher Ablösungsbefehl, eine Nacht auf der Straffe und am 13. Marsch hierher nach Riga. . Heute ist schon der 14., jetzt will ich schnell die Stadt durchwandern. Heme nacht: Abmarsch von hier. Wenn Du also, wieder eine Zeitlang keine Post bekommst, so weiht Du, dah wir wandern. Bon Dir traf gestern viel Briefpost ein. Adio und 1000 Küffe Dir und allen Lieben Euer Heiner. (Heiner Mayer. (Ghib.j) Im Felde, 27. O. 17. Sehr geehrter Herr Kb.! Cs wird Sie! vielleicht interessieren, dah ich seit ein paar Wochen in demselben russischen Bezirk weile, in dem unser leider so früh verstorbener Kb. Dr. Kahn so segensreich gewirkt hat. Roch heute sprechen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften unaufgefordert und jederzeit mit höchster Achtung von dem Verstorbenen, zählen gern kleine Anekdoten aus seinem Leben,: wie er einst bei unserem Gute eingeschneit gewesen, wie er dem und jenem geholfen usw., wie manche der Leute meinen, obwohl wir jetzt einen recht tüchtigen Aitzt hier haben, so manches Mal: „Fa, als noch Dr. Kahn hier weilte!" -Ich habe mich aber auch wiederholt überzeugen können, idatz die gesamte jüdische Bevölkerung im weitesten Umkreise des Kommandanturbezirks Sk., selbst in den kleinsten Städten und Dörfern den Verstorbenen noch. nicht vergessen hat, ja ihm vielmehr ein ehrenvolles Gedenken bewahrt. Wo ich auch Gelegenheit hatte, mit der jüdischen Bevölkerung zusammenzukommen — immer war die , zweite Frage im Hinblick auf mein Sanitätsahzeichen: ,^aben Sie Dr. Kahn gekannt?" und immer klang ihr Lob in allen Tönen von dem guten und tüchtigen Arzt, von dem freundlichen, hilfsbereiten Menschen. MS ich gestern in einer kleinen jüdischen Gemeinde zum Jaum Kippur weilte, — ich konnte dies Mal leider nicht wie an Neujahr zum jüdischen ^eldgottesdienst nach L. fahren, bei dem etwa 800 Soldaten vereint waren- — wurde ich wieder mit dieser Frage empfangen und man erzählte mir, dah die Juden der verschiedenen Ortschaften besonders zusammengekommen wären, um „Tehillim" für den erkrankten Kb. Dr. Kahn zu sagen. Auch eine jüdische Lkrankenschwester erzählte mir viel Rühmendes von dem Verstorbenem u, - Eine interessante Bemerkung möchte ich Ihnen noch berichten- Auf meine Frage, wie sich die russischen Juden denn ihre praktische Uebersiedelung nach Zion vorstellten, wurde mir erwidert: Die Deutschen sind gekommen, da wäre Zion bereits da. . Mit kbdrl. Grützen bin ich Ihr. sehr ergebener j ■ _ Herbert Oske (Frib.) . O, N. 8 . . .16. 8. 17. Lieber Mainzer! Das Ist das Schönste am Verbindungsleben, dah man sich hier drauhen, wo - man sich durch, Zufall oder mit Absicht trifft, mit offenem Herzen und freudegeröteten Gesichtern entgegenkommt. Und wie eS der Zufall oft fügt; 7Mit meinem .Bataillon -ging der junge Frank lLmariae) hinaus, vor wenigen. Wochen hat sich Kbdr. Dr,- Taitza(Saxobav.) bei mir gemeldet.. . Aus Anlah meiper Mmensnennung als Verteidiger in einer Kriegsgerichtssache hat es sich herausgestellt, dah Czapski «Lie.) als Oberarzt in Cr . . . Fr . . . eine gute Wegstunde von meinem Ruhequartier aus. waltet. Wir haben uns für morgen abend ins Kasino meiner Batterke zufammenbestellt und wollen nun ausknobeln, wen wir anlählich der Feiertage in Le Cateau noch herbestellen können. Ich hörte, dah Reih dort sein soll, vermute.aber , auch im Gebiet der Oise (Orlzey, Guise re.) noch Kbdr. Wir bitten Dich qlso um Mitteilung in der kürzestmögl. Zeit, wer und wo einer für eine Kbdr.-Znsammenkunft .in La Cateau zu haben ist. Ich verrate Dir noch, dah wir, (Taitzä und ich) überdies (Nähe PreSnoy le Grand) nördlich Quentin l6 5kilo. Meter) liegen und dah meine Adreffe mit bqyr Fuhärt - Batl. 21, 2. Batt. zu erfahren ist: Gestern nacht 10 Uhr ist der Dachfttchl und alles Brennbare der Kathedrale von Quentin als wunderbares Fanal in weiter Gegend abgebrannt. Heute ist die schöne Landschaft nackt geworden, da ihr der köstlichste Mittelpunkt einer architektonischen Schönheit fehlt. Empfiehl mich zu Hause, schreibe bald und sei herzlichst gegrüht von Deinem Kbdr. __ Laupheimer. 13. 10. 17. Lieber Mainzer! Bon der Oktober- K.-C.-Tagung Deiner l. Frau und Dir die herzlichsten Grütze Dein Karl Kaufmann, herzlichen Gruh Zickel, »erzlichen Gruh Westmau». >eSgl. vr. Schönenberg. Serzl. Grutz Reiß, ruh Dir und den Deinen Dein Siegfried. Roseuthal. Besten Gruh Dein Remak. Ebenso Albert Stamm lBiadr. D.) 'Ernst Mendel. Dein Witz. Mayer (Bav.) Sllbersteiu (Sprev) Besten Gruh __Matthias Bav.) Buzau, 13. 8. 17. Lieber Mainzer! Durch einen merkwürdigen Zufall treffen sich 4 Kbdr. hier in Buzan bei gemütlickem Glas Wein. Möchtest Du anBündeS- und Kartellbrüder in Rumänien mitteilen, daß sie sich beim Garnisonärzt in Buzau l)r. Strauh „melden? Besten Grutz Dein Strauh. Ein hocherfreuliches Ereignis, solch Zusammentreffen. Ihnen Herr Kartellbruder beste Grütze Ihr Vs. Herzbera (Lic.) LkriegsgerichtSrat. Lieber Mainzer! Nun hat man doch noch das Glück gehabt, .sich hier mal zu treffen. Herzliche Grütze Dein Nachmamr. Herzl. Grütze Ihr Ernst Kaufmann (Rhenofil). Im Felde, den 31. 8. 17., Lieber Mainzer! Nun ist das Ziel erreicht, die Stellung nördlich vonDoesani zwischen Sustta und Sereth, südöstlich Panciu. Wir haben zunächst das hier kürzlich gewonnene Gelände zu verteidigen, vielleicht auch noch an. den Vormarsch gegen den Sereth teilzunehmen. Die Gegend ist-herrlich, nur Weinberge, und wir schwelgen in köstlichen Trauben, die Verpflegung mähig, doch genügtS mir. Im Regiment viele Bekannte, Offiziere aus der Heidelberger Zeit, die ausnahmslos sehr'nett. sind. Dir und. Deiner lieben Frauherzlichste Grütze __ Dein Strauh. : Berlin, )6.10. 17. Sehr geehrter Herr Kartellbruder! Soeben bekomme ich Nachricht von meinem Bundesbruder Obtt. Dr.-Jng. Max Schohlworin er mich bittet, Ihnen seine Grütze zu übermitteln,-was ich