KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 19 (November 1917)
- Date
- 1917-11-01
- Page
- Seite 943 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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943 Bogelstein, Ludwig, zum Leutnant in einem Res.- Jnf.-Reg. Böhfsen, Philipp, Vr. iur., zum Bizefeldwebel. Weinberg, Max; Vr. iur., zum KriegsgerichtSrat. Weitzenberg, Sally, zum Oberapotheker. Wertheimer, Herbert, zum Bizefeldwebel. Wohl, Fritz, zum Vizefeldwebel. , Wohlgemuth, H. F.^ zum San.-Ünteroffizier. Der K. C. im Kriege. Nach den bis zum 32. Dezember 1917 eingegangenen Meldungen/ die auf Vollständigkeit keinen Anspruch erheben, stehen von den über 1100 Mitgliedern des K.C., lmter Einrechnung der Gefallenen und infolge von Verwundung oder Erkrankung als dienstunbrauchbar Entlassenen, 981 im Heeresdienst. Hiervon gehören bezw. gehörten dem Feldheere 818 an. Den Heldentod starben 76 K. C.er. In dieser Zahl sind zwei Bb. Bb. eingeschlosseü, an deren Tod kein Zweifel besteht, deren Namen aber auf Wünsch der Familien noch nicht veröffentlicht werden 'sollen. Vermitzt werden folgende 6 K.Cler: Richard Riesenfeld, Thuringiae, Kriegsfreiwilliger in einem! Jnf.-Reg., seit Herbst 1914 im Osten; Otto Bruck, cand. arch., Viadrinae-Darmstadt, Bizefeldwebel in einem Füstlier-Reg., seit 36. Sept. 1915 bei Loos; Curl Haas, sind. med., Saxobavariae, Sanitätssoldat in einem Jnf.-Reg., seit 26./S7. 9. 1916 an der Somme; HansGrünw ald, 8lud mr.,Bavariae, Grenadier in einem württembergischen Grenadier-Reg., schwer verwundet am 37. 1. 1917 an der Somme (englische Frönt); Fritz Meyer, 8tud. iur., Bavariae, Musketier in einem badischen Jnf.-Reg., verwundet am 30, 9. 1917 in Flandern; Hermann Aronsohn, Referendar, Licariae, Unteroffizier in einem Feldart.- Reg., seit 9.10.1917 in Flandern. In Kriegsgefangenschaft befinden sich 33 K. C.er, davon 9 in französischer, 7 in russischer, 5 in enMcher, 1, Kb. Dr. Glaser, MarineassistenzarHt auf S. M. S. „Dresden",, ist in Spanien interniert. 13 K.C.er haben ihre Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz l. Kl., 453 mit dem Eisernen Kreitz II. Kl., darunter 3 am weitz-schwarzen Bande, 1 mit dem Eisernen Halbnwnd, 167 sonstrge Kriegsauszeichnungen gemeldet. 79 K. C.er wurden während des Krieges zu Offizieren des Beurlaubtenstandes befördert, 67 in preußischen, sächsischen und Württembergismen, 13 im bayerischen Heere. Äutzerdem wurden 3 K.C.er im preußischen, 1 im sächsischen Heere zu Feldwebel-Leutnants befördert. 8 K.C.er gehörten bei Kriegsausbruch als Offiziere des Beurlaubtenstandes dem bayerischen Heere an. Nicht eingerechnet in diese Beförderungen sind die Beförderungen zu Sanitäts¬ und Veterinär-Offizieren, über die später erst berichtet werden, soll. 3m Zelde. -und plötzlich weht's im Dröhnen dieser Nacht ums Herz wie Stille, heiliger Heimat Ruh', fern winkt der Stern, der über ihr dort wacht — und tief im Innern weiß ich, daß auch Du, weit hinter vieler schwarzer Wälder Saum, einsam noch harrtest auf den Ruf der Stunde, und Deine Seele jetzt vom Erdenraum fich löst und sücht den Stern am Himmelsgrunde, den einen Stern in all' der Strahlen Pracht! und eine Sehnsucht trägt im Traum aus Fernen hin zum Bunde dem Stern uns. zu- B. C. Ernst Grnnewaldr Bei seinem Ersatzbataillon in Weißenburg: war es, wo ich ihn zum letztenmal sah, wo, er mir in schlichten Worten noch, einmal seine Kriegserlebnisse erzählte,, . seine Hoffnungen und Wünsche anvertraute und mir beim Abschied, voll stolzer Freude berichtete,, daß er sich Mieder freiwillig k.-v. gemeldet hätte, obwohl seine attA Lungenwunde noch ab und zu blute. Er wollte allem Antisemitismus zum Trotz, treu dem K. C.-Gedanken, seine Vaterlandsliebe immerwieder durch die Tat beweisen..,, So ist er denn auch für sein Vaterland und derrK. C. gestorben. Aus den blutgetränkten Gefilden der flandrischen Front ruht er aus in einem schlichten Soldatengrab. Mit der gleichen Begeisterung, die ihn am ersten Kriegstag zu den. Fahnen führte, ging er auch jetzt noch in den Todi. Die Stelle eines Ordonnanzoffiziers beim Regiment hatte er abgelehnt, um in den Tagen der Gefahr vorn bei seinen Leuten zu sein./ Es wäre gegen seinen Wunsch, wollte, ich hier seine Helden,aten auszählen. Wer < ihn in den zwei Semestern vor Kriegsbeginn kennen gelernt hat, weiß ohnedies, was wir mit ihm verloren haben. Wie er äußerlich das Bild männlicher Kraft und Schönheit dot^ war er innerlich der edelste und lauterste Charakter. Mich selbst verbanden mit ihm Bande inniger Freundschaft, die ihn veranlaßten, mich trotz eines Alterunterschiedes von mehreren Semestern zum Leibbürschen h. c. zu wählen. Damals, im Sommersemester 1914, war er einer unseres schneidigsten Aktiven. Die Hoffnungen, die die Verbindung auf ihn gegründet, hat er zwar nicht in friedlicher Arbeit mit Band und Mütze erfüllen könen. Im schlichten Soldatenrock Hab er still und heldenhaft seine Pflicht getan. Zu seinem Schmerz kam er erst nach , monatelanger Ausbildung mit einem neugebildeten Regiment an die Front. Dort erhielt er am 10. Tag nach dem Ausmarsch das erste Eiserne Kreuz, das Überhaupt im Regiment verliehen wurde. Obwohl zum Unteroffizier und Offiziersaspiranten befördert, meldete er fich zur Infanterie, well er dort mehr zu leisten hoffte, „seit er bet einem freiwillig mitgemachten Sturmangriff im Priesterwald seine infanteristischen Fähigkeiten entdeckt halte." Der Schneid ist ihm schlecht gelohnt worden. Seine glühende Baterlandsliebe hat ihm auch hier geholfen, die Zurücksetzungen zu tragen, ohne im Eifer zu erlahmen. Bet einem andern Regiment Offizier zu werden, hat . er abgelehnt. Gerade „bei diesen ostpreußischen Junkern" wollte er zeigen, wie deutsch der Jude denke. Tatsächlich ist es ihm auch gelungen, fich