KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 18 (August 1917)
- Date
- 1917-08-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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K.C.-VlAtrr Miegsausgabe August-September-Oktober 1917 18. Heft Fortsetzung. lk.I.V. und U.C. Die Kcrrnpfesart des K. I. B. gegen den K. C. ist dem Geschäftsführenden Ausschutz seit längerer Zeit bekannt. In seinem mit Ausschluß der Oeffentlichkeit erscheinenden, nur seinen Mitgliedern zugehenden Organ, „Der jüdische Student", greift das K.J.B. den K. C. an, so durch die Heimlichkeit seines Kampfes die Zurückweisung unberechtigter Angriffe im allgemeinen unmöglich »lachend. Gelegentlich »varen wir trotzdem in der Lage, Proben der vom K.J.B. gewählten Kampsesweise der Oeffentlichkeit zu unterbreiten. Zu einem besonders gehässigen Angriff bot dem K. I. B., insbesondere seinem Präsidium, die kurze Zurückweisung Anlaß, die wir in Nummer 7 der Kriegsausgabe der K. C.-Blätter einer in einem Bericht des B. I. St.-Breslau enthaltenen Beschimpfung zuteil werden ließen. Daß wir bisher diesen im nachfolgenden Beitrag eines außerhalb des K.C. Stehenden beleuchteten Angriff des K. I. B. nicht zurückgewiesen haben, obwohl er uns seit einiger Zeit bekannt ist, hatte seinen Grund in dem Wunsche, lmter den gegenwärtigen Zeitverhältnissen der Oeffentlichkeit nicht ohne Not das Bild innerjüdischer Streitigkeiten zu gewähren. Nachdem aber auch außerhalb des K. C. stehende Kreise Kenntnis von diesen Angriffen erhallen haben, besieht für uns keine Veranlassung mehr, dem lrachstehenden Beitrag die Ausnahme zu verweigern. Wenn das K. I. V. meint, daß es seine Aufgabe sei, gegen den K. C. zu kämpfen, so mag cs ihm zukünftig öffentlich entgegentreten, sich aber vornehmerer Waffen bedienen, damit der Streit nicht eine Freude für den gemeinsamen Feind wird. Der Geschäftsführende Ansschntz des K. C. J. A. vr. Max Mainzer, derzeit. Vorsitzender. Helden im halbdnnkel. (Line Auseinandersetzung mit dem „Jüdischen Studenten". Von Referendar vr. Ernst Emil Schweitzer, Breslau. Jnl 7. Heft der Kriegsausgabe der K. C.- Blätter, S. 482, findet sich folgende Notiz: K. J.B. und Burgfriede. In der stummer des „jüdischen Sn,deuten", der Monatschrift des KaAells jüdischer Verbindungen, von» 13. Oktober .1315 findet sich im Bericht des Breslauer B.J.St. folgende Stelle: „Den Traditionen der Zephirah folgend, richten wir unsere Kämpfe jetzt besonders gegen den assimilantischen Süden Breslaus, der alljährlich den paritätischen Korporationen eine Menge von Füchsen schenkt. Auch der K.C. rüstet bereits. Erfreulicherweise bringt uns die Fusion in diesem Semester den oft erprobten Vorteil einer einheitlichen Kampfesfront. Durch systematische Arbeit gewinnen wir merklich an Boden, und einzelne Bundesbrüder prophezeihen, daß es in Breslau-Süd bald „schick" sein wird, K. I. V. er zu werden. Außerdem machen wir Wiederbelebungsversuche an der in den Kriegswirren sanft entschlafenen Schülervereinigung Jung-Juda, was um so wichtiger ist, als der K.C. eine antizionistische Gegengründung, „Jung-Mauschel" sozusagen, ' plant." Ein Kommentar ist überflüssig. Man vergleiche nur den Jargon der „Staatsbürgerzeitung" — aus der Zeit vor dem Burgfrieden. Der „JüdischeStudent" druckt die vorstehende Notiz in Nr. 5/6 des 12. Jahrganges ab und bemerkt hierzu: „Diese Veröffentlichung berührt uns dadurch iiberans nnangenehin, daß sie zeigt, daß der I. St. wie zur Zeit des B.J.C. so auch jetzt weiter in die Hände des K.C. gerät, und zwar haben wir Grund zu der Annahme, daß dies nicht nur gelegentlich, sondern regelmäßig geschieht. Sollte über die Art, wie der K.C. die Hefte erhält, oder darüber, wie er das Oktober-Heft erhalten hat, einem Bundesbruder etwas bekannt sein, so ist es seine Pflicht, dem Präsidium davon Mitteilung zu machen. Zur Sache ist ivenig zu bemerken. Der vom St. C. zitierte Passus ist, wie zugegeben werden muß, nicht gerade geschmackvollinsbesondere stört die Verwendung des Wortes „schick". Daß der K.C. die Herkunft des Wortes „Mauschel" aus Theodor Herzls gleichnamigem Aufsatz nicht kennt, sondern es auf die „Staatsbürgerzeitung" zurückführt, ist nicht verwunderlichder K.C. ist eben bezeichnenderweise mit der antisemitischen Literatur bester vertraut als mit der jüdischen. Bon einem Burgfrieden zwischen uns und den: K.C. ist uns nichts bekannt. Den K.C. über die irrigen Voraussetzungen, von denen er bei seiner Notiz ausgegangen ist, brieflich auszuklären und ihn gleichzeitig um die Aufnahme einer aufklärenden Notiz in seiner Zeitschrift zu ersuchen, war angesichts des zwischen unseren Verbänden bestehenden Verhältnisses nicht angängig. Wir rechnen aber darauf, daß auch dieses' Heft dem K.C. auf dem üblichen dunklen Wege zu Gesicht kommt, und stellen-ihm archeim, von diesen Bemerkungen den Lesern seiner Zeitschrift Kenntnis zu geben. Wir können aber nur zu vollständigem Abdruck unsere Genehmigung geben. j Es ist uns bekannt, daß die Organisationen des! assimilantischen Judentums eine Sammlung von j „Bnrgfriedensbrüchen" von zionistischer und nationali jüdischer Seite angelegt haben, mit denen sie nach den,