KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 15 (Januar 1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Kriegsausgabe Januar-Februar 1917 15. Hest Fortsetzung. ift oder nicht, tut nichts zur Sache so ist .auch für andere die Besuanis gegeben, als Kämpfer sürstch und ihre Gesinnung auf den Plan zu tretend ''--- Ich will dies Bild - in meine Seele trinken Ich will dies! Bild in meine Seele trinken: Den Lüstern Raum mit farbloslehm'pen Wänden, ' Mit dem Gewirr von hundert Gegenständen, Die mir vertraut von ihren Plätzen-winken. Kein Heller^ Ton, gedämpftes Grau und Braun Umflittert mich von Helmen, Mänteln, Tüchern, Bon Säcken- Decken/ Bechern,i Büchsen, Büchern, -> Bon Broten, die sich, aus den Brettern stau'n. . Dort steheit Säge^BeM und Kochgeräte, Sier hängen Kunrpte, Sättel,- Wäscheschnüre,; in Sonnenstrahl huscht durch die offene Türe Und tanzt auf einem "bräunen Postpakete.-- Einst werde ich an weißer Lasel sitzen, Wo schöne Mädchen, Lackschuh und Banausen, Wo. lauter. Larven teure Dinge schmausen. ES sprüht von Kichern, Sekt, Esprit und Witzem — Dann ist auf einmal alles mir versunken, Und um die Lippen spielt, ein. wehes Lachen — EÄnnerüng fährt auf ihrem Zaübernachen, Das Bild/ das meine Seele einst getrunken. .Erwin Seligmann, -; Ghibelliniae, K. C.-Stammtisch Frankfurt a.M. vom willen der Jugend. Bon vr. Kurt Alexander (Bavarias-Badeniae, Rhenvstlesiae, K. C.-Stammtisch Frankfurt a. M.) Martin Buber sagt in der Vorrede seiner nunmehr in Buchform*j herausgegebenen Erwiderungen aus die Aussätze; Hermann Cohens in den K. C,-Plättern: „Was hier vorliegt, ist nicht der ephemere Meinungsstreit zweier . Einzelner, sandern die Auseinandersetzung zweier Gesinnungen, die als die Gesinnung des Vertrages und/die -der Verwirklichung bezeichnet werden mögen." Die Kontroverse der führenden Geister der beiden Hauptrichtungen, des deutschen Judentums, des Zionismus und des Nichtzionismüs, ist zum Kampf zwischen diesen beiden Gruppen selbst geworden. Wäre dem nicht so, würde die Äuseiyandersetzung nicht. über den. Rahmen einer pMönlich^n 2'MeiWygKpersDe.ben^it, zwischen zwei cheWp^agenb^EWeM hinausgehen, so wKrdd es sü'r jeden DrMn eine/ .Vermessenheit sein,/zus den/ im Streit. / befangenen Problemen das- Hoxt ,zn nehmen. Erklingen,MS'/aber.M Dtzektentzen. -qls.'die^her..FüDer/un? serer MchtuMN ^7trh/ihnen ein/Äustrag erteilt ' - ^*)' MärlM BuLer, Völker/ Staätenuns Zion.' Ein Brief-an Hermann Cohen und Bemerkungen zu seiner Antwort- 8K Löwit, Berlin unh? Und doch ist mir den Entschlußn in den Streit einzugreifen,micht leicht gefallen. Die überragende Bedeutung der beiden Führer, die zn uns) gesprochen haben, mutz jeden anderen/ der sich hier einwischen will/ Mit Beklommenheit ersüllem- Ihr Wissen, das sie befähigt, die Probleme Mi ihrer ganzen Größe in sich aufzunehmen, verbietet/ unS auH nur im entferntesten mit ihnen zu meffen. Aber wenn auch unsere Worte nicht getragen sein können von dem gleichen Wissen, das die. Worte der Führer geprägt hät^sou vermögen wir doch vielleicht ebenso - wttrm wie sie für unsere, Sache zu fühlen. Und ist das/l um das es sich-hier handelt, nicht vielleicht ebensosehr Sache desGesühls wie Sache des Wiffens?' An dieser Stelle hat Hermann Cohen zuerst das Wort genommen, um zur-jüdischen Jugend zu sprechen. Wenn ich als Glied der jüdischen Jugend nunmehr/eintrete in den Streits dann kann ich ihm vielleicht die Gewißheit geben/ daß sein Mahnruf nicht ungehört verhallt ist. Zugleich sei aber auch seinem Gegner von der. jüdischen Jugend, die Antwort gegeben. Bon einer Auseinandersetzung der Gesinnung des Vertrages und der der Verwirklichung spricht Martin Buber in seiner Vorrede. Wenn er dann weiter wünscht, daß durch diese Polemik einige Menschen mehr sich daraus besinnen mögen, daß die Gesinnung des Vertrages durch die der Verwirklichung abgelöst werden müsse, so erhellt wohl/ daß er die vom ihm vertretene Gesinnung als die der Verwirklichung ansieht. Ich muß offen zugeben — vielleicht ist das eine persönliche Schwäche —, daß ich mir zunächst kein rechtes Bild davon machen kann, was' unter "einer. Gesinnung des Vertrages und einer solchen der BerwiMchüng. verstanden ^erden/sgll./.'.Hber.'dL offenbar Buber zwei neue Schlagworte für unsere beiden Richtungen prägen will, so kann die Erläuterung wohl nur sy gestehen'werden: daH NationaljudDtum. lebt dM Judentum; der wirklichDH durch HinWtreben-^^ der jüvisl^. Gedanke' in Laller.: Zukunft reirr und/ wirMch M halH^Heiben. 7 Das nkchtzronistische JHhnKH sucht/.dägegen sein Ziel. in7einem MÄra^^einM Kompromisse./ Der tkmaekung/ in der/rMr lMm will, hat man Zugestandnrffe zu machen dUM