KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 15 (Januar 1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 791 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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791 Reiß, Adolf, zum Leutnant in einem Eisenbahn-Reg. Roos, Theo, zum Sanitäts-Vizefeldwebel. Rosenthal, Ernst, Dr. iur., Gerichtsasieffor, zum Leutll I nant der Reserve. Rose.nthal. Karl, zum Feldhilfsarzt. Schiff, Willy, zum Offizierstellvertreter. Schneider, Richard, zum Offizierstellvertreter. Skyönholz, Ludwig, zum Feldhilfsarzt. S eg all, Hans, zum Unteroffizier und Offizier-Asp. Simons, Kurt, zum Unteroffizier. Stein, Herbert, zum Sanitats-Bizefeldwebel. Steinem, Josef, zum Unteroffizier. St ernb erg, Martin, Dir. med., zum Assistenzarzt d. L. I. Strauß, Max, cand. iur., zum Leutnat d. Res. im 19. baur. Jnf.-Reg. W einb erg, Waller, zum Unteroffizier und Offizier-Asp. Weisenbeck, Max, zum Sanitäts-Vizefeldwebel. Wertheim er, Robert, zum Mzewachtmeister und Offizier-Asp. * * Der K. C. im Kriege. Nach den bis Anfang März 1917 eingegangenen Kriegsadrefienmeldungen stehen von den fast 1190 Mitgliedern des K.C., unter Einrechnung der Gefallenen oder infolgeBerwundung od. Erkrankung als dienstunbrauchbar Entlassenen, 910 im Heeresdienst. Hiervon gehören bezw. gehörten dem Feldheer 740 an. Den Heldentod starben vis 28. Februar 1917 67 K. C er. In diese Zahl sind zwei Bundesbrüder eingeschloffen, an deren Tod kein Zweifel besteht, deren Namen aber auf Wunsch der Familien noch nicht veröffentlicht werden sollen. Vermißt werden ferner 3 K. C.er, Ko. Motteck, der sich nach 3 maliger Verwundung zum 4. Male auf freiwillige Meldung ins Feld begeben hatte, seit Juni 1916 im Westen, Kb. Kurt Haas seit 26 /37. September 1916 an der Somme und neuerdings Kb. Hans Grünewald seit 27. Januar 1917 ebenfalls an der Somme. Dagegen ist der feit Dezember 1916 vermißt gewesene Kb. Oberarzt Di-. Walter Levy in französische Gefangenschaft gefallen. 3 K.C.er haben ihre Auszeichnung mit dem Eisernen Lkreuz I. Klaffe, 353 mit dem Eisernen Kreuz H. Klaffe, 1 mit dem Eisernen Halbmond, 130 sonstige Kriegsauszeichnungen gemeldet. 53 K.C.er wurden während des Krieges zu Offizieren des Beurlaubtenstandes befördert, 43 im preußischen Heere einschließlich des württembergischen Kontingents, 9 im bayerischen Heere, 3 K. C.er wurden im preußischen Heere zu Feldwebel-Leumants befördert, 8 K. C.er gehörten bei Kriegsausbruch als Offiziere deS BeurlaubtenstaneeS dem bayerischen Heere an. venjamln Marxheimer. (Badeniae-Bavariae). . Bon all' den Ungezählten, die hinausgezogen und ein frühes Grab in fremder Erde fanden, erschienen mir immer als die beklagenswertesten die ganz jungen, die zwischen siebzehn und zwanzig. Die nur eine Ahnung halten, eine leise Ahnung von dem, was für uns die Musik der Jugendzeit ist. Von durchschwärmten, sehnsüchtigen Sommernächten, von dem Dust der Rosenblüten und von dem Lächeln einer schönen Frau. Und die nun dahingegangen sind, verweht wie ungesungene Lieder, wie Blumen, die noch nicht geblüht. Doch Schicksale gibt es, die noch beweinenswerter sind. Menschen sind da draußen vom Tode getroffen worden, die zwar in volles Manneslum hingereift waren, denen es aber aus irgendeinem Grunde versagt blieb, einzutreten in das lockende lachende Leben und es zu durchwandern wie einen blühenden Garten, in dem tausend Vöglein lockende Weisen tönen. Das sind die Allzustillen, Allzubescheidenen. Zaungäste. des Lebens scheinen sie mir, schüchtern sehen sie über die Mauer, die sie von dem sonnigen Garten trennt, aber einzutreten wagen sie nicht,, zurück^ gehalten von heiliger Scheu, von ehrfürchtigem Zaudern. So einer war auch unser Benjamin Marxheimer. Ein unvergeßlicher Sonntagnachmittag wars, in entschwundenen Friedenszeiten, da wir zusammen am Rhein stromabwärts gingen. Leise zitterte die Sonne rat Wasser und in dem weitem Grün des Rheingaues leuchteten die Hellen Farben von den Kleidern lächelnder Mädchen. Rur wir beide waren einsam, mitten in all' der Fröhlichkeit. Aber beide aus ganz verschiedener Ursache. Ich selbst sah in dieser lachenden Lebensfreude oberflächliche Genußsucht, betonte Flucht vor den Schattenseiten des Lebens. Es war die pessimistische Stimmung, der sich so mancher hingab, undankbar für den Segen dieser Zeit, die wir heute allzusehr vermissen. Es war mir Bedürfnis, dem Begleiter, der so zu denken schien^ wie ich, so recht aus Herzensgrund all das auszusprechen, was ich damals empfand. Wie bald mußte ich beschämt den Unterschied erkennen, der damals zwischen uns bestand. Denn er, der so einfach und nüchtern neben mir daher ging, hatte die Gabe, rein objektiv als stiller heiterer Beschauer die lachende plaudernde Menschheit in sich wieder zu spiegeln, die um uns sich erging an den Ufern des Rheins. Er stellte so gar keine Ansprüche an das Leben. Eine tiefe Achtung ergriff mich, vor dem einfachen schlichten Menschen, der sich an dem Leben so einfach und ehrlich erfreuen konnte, und der doch zu bescheiden war, dieses Leben mitzuerleben und das bunte Spiel mitzuspielen, das um ihn herumwogte. Er war doch viel tausend mal besser als alle die anderen die — sei es im großen Leben, sei es im kleinen Kreis — dazu gedrängt werden, „eine Rolle zu spielen." Bon diesem Nachmittage ab habe ich: es immer und immer wieder beobachtet, wie er gerade da, wo er stand, restlos seine Pflicht tat — aber still und bescheiden, ohne Aufsehen. Das war der Grundzug seines Wesens. Selbstverständlich und ruhig, wie im Bewußtsein einer hohen Pflicht, stand er auf Mensur. Und als er 1905 das . große Stiftungsfest der Badeniae-Bavariae. leitete, waren alle des Lobes