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KC-Blätter · 1916-11-01 · Heft 14 (November 1916) · p. Seite 783

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Journal
KC-Blätter
Volume
1916-1917
Issue
Heft 14 (November 1916)
Date
1916-11-01
Page
Seite 783 (sequence 33)
Language
German
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783 liegt über dem Ganzen die' Schwere des GrübelnS. Und so empfindet man bei der Betrachtung dieser Geschichte einer chassidischen Familie und ihres strengen Schicksals weniger das menschliche Fühlen und Wollen mit ihrem Wirken, als das Walten geschichtlicher Vor- S" ge. Und darin liegt der Wert des Dramas für den; ren des Westens, der den? Chassiden , und > ihrem en so unendlich fern steht. Hell von einem Blitz; erleuchtet siebt für einen Moment die chassidische Welk vor ihm mit der ganzen.tiefen Innigkeit ihres Glaubens/ mit den reichen seelischen Kräften, die sie weckt, mit den schweren Konflikten, in die sie ein schwaches, armes Menschenherz verstrickt. F. G. Denkschrift zur Einweihungsfeier der deutschen Bücherei? des Börsenvereins der deutschen Buchhändler., zur Leipzig am 2. September 191«. Mit 7 Abbildungen . und 1«..Tafeln. Im dritten Kriegsjahr ist ein gewaltiges Wert deutscher Friedenskultur zur Vollendung gelangt: Die deutsche Bücherei zu Leipzig. Als Wahrzeichen deutschen Geistes soll sie das gesamte deutsche Schrifttum sowohl; der letzten Jahre, als auch der Gegenwart und dev Zukunft in sich aufnehmen. War der' deutsche Buch-; Handel schon früher der Stolz des deutschen Volkes, so/ hat er sich durch die Schaffung der deutschen Bücherei ein monumeutum aere perrenmus gesetzt. Aus Anlatz der Einweihung des stattlichen. Bücherei, gebäudes hat der Börsenverein der deutschen Buchhändlev eine vornehm ausgestattete und recht lesenswerte Denkschrift herausgegeben. Am Anfang finden wir eine' Betrachtung über den dem Werke zugrunde liegenden Gedanken. Dann folgt die Geschichte der Bücherei, bet deren Lektüre wir erst einen Begriff von den gewaltigen Schwierigkeiten bei der Ausführung des i Werkes erhalten. Das nächste Kapitel ist dem Gebäude gewidmet - besonders hier können wir uns der trefflichen Bildbeigaben freuen. Den Schlutz des Buches bilden die Verzeichnisse der Behörden, die der Bücherei ihre amtlichen Druckschriften ständig überweisen, weiter der Universitäten, der wissenschaftlichen Vereine und Gesellschaften, der wirtschaftlichen Korporationen, politischen und konfeffioneüen; Bereine, die das gleiche tun. Endlich finden wir die Verlagsfirmen und Zeitschriftenverleger aufgeführt, die ihre Druckschriften unentgeltlich liefern. Es ist eine recht stattliche Anzahl, bei der auch die verbündeten' Mächte und das neutrale Ausland nicht fehlen. Es dürfte auch; intereffieren, datz der Verlag der K.-C.-Blätter sich! gleichfalls zur Lieferung seiner Berlagserscheinungen verpflichtet hak Referendar Alfred Wolfs (Bavariae, Thuringiae, Spreviae)/ DaS grüne Gesicht.*) Ein Roman von Gustav Meyrink? lKurt Wolff, Leipzig 1917. Geb. 4.50, kart. 4.00, geh. 3.50.; Ein zweiter „Golem" ist uns durch den Dichters geschenkt wordenwieder zieht er uns in seinen Zauber-; bann durch sein farbenreiches Spiel der Phantysie,'daS! gleichwohl an Seelentiefe und wuchtigen Gedanken überragenist. Wie im „Golem" das Prager'Ghetto, so hat Meyrink sich hier das alte Amsterdam zum; Hintergrund seines genialen Schaffens erwählt. Der! Quellborn der reichen Gedanken in diesem Roman ist das grüne Gesicht eines zauberhaften Wesens: „Es ist der emzige Mensch, der kein Gespenst ist." Er verkörpert den ersehnten Messiaswer ihn erkennt, gewinnt das ewige Leben. Meyrink legtdemalten RuffenChaffiden die Lebensweisheit in den Münd: derMenfchglaubt auf den Messias zu warten, statt dessen geht er hin und sucht. „Das grüne Gesicht" ist ein. Buch, deffen Lektüre uns in nachdenkliche Stimmung, versetzt. . Otto Wallerstein (Rhen.-SiU, z. Zt. im Felde. *1 Eine eingehende Besprechung dieses Werkes bleibt . Vorbehalten.; * . .*“■ Außerdem find noch folgende Schriften eingelaufen, deren Besprechung Vorbehalten bleibt: Englands polnisches Vermächtnis an Deutschland durch Benjamin Disraeli, Lord Beaconsfield. Von Oskar A. H. Schmitz.; München, Georg Müller. Novellenbuch. Bon Arnold Zweig: München, Albert Langen. Böller, Staaten und Zion. Ein Brief an Hermann , Cohen und Bemerkungen zu seiner Antwort. Bon t Martin Buber. Wien und Berlin, R. Löwit. WaS mutz ich von der Warenumfatzsteuer wissen? Leit- -7 faden für die Praxis der Steuerpflichtigen. Bon vr. iur. Ernst Hochschild, Rechtsanwalt in Colmar. Stratzburg i. Elf., Straßburger Druckerei und Berlagsanstalt vorm. R. Schultz Lc Co. 1916. Mitteilungen der Schriftleitung. >. Die nächste lkriegsausgabe der K. C.-Blätter wird Mitte März herausgegeben werden. Verzögerungen find unter den obwaltenden Verhältnissen aber nicht zn vermeiden. Die ÄLreffe des Berlages und der Schrift» leitung der K. C.-Blätter ist nur Frankfurt am Main, Friedrichstr/13. An diese Adresse find alle den Verlag und die Schristleitung betreffenden Zuschriften zu richten. Rnr die kriegsstatistischen Mitteilungen sind an vr. Max Mainzer, Frankfurt a. M., Reckarstratze 5, zu senden. »r. Kurt Wexander. Fernsprecher Amt Taunus 1769. Arthur Hausdorff (Vi Rechtsanwalt Trude Hausdortf, geh Vermählte. Breslau, Dezember 1916. Leutnant d.L. z.Zt. im Felde. 7702

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