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KC-Blätter · 1916-09-01 · Heft 13 (September 1916) · p. Seite 719

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Journal
KC-Blätter
Volume
1916-1917
Issue
Heft 13 (September 1916)
Date
1916-09-01
Page
Seite 719 (sequence 13)
Language
German
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719 ihrer Gesamtzahl von 53000 im Felde, von den 9600 Studierenden der Technischen Hochschulen 8600 oder 89 v. H., von den 800 der Landwirtschaftlichen Hochschulen etwa 700 oder 87 v. H., von den 1800 der Handelshochschulen 1400 oder 77 v. H., von den 600 Studierenden der Bergakademien 550 oder 90 v. H. Die Forstakademien sind während des Krieges über. Haupt nicht geöffnet. Ihre 250 Besucher stehen mindestens in demselben Verhältnis im Felde. Dazu kommen wohl bei allen Hochschulen noch einzelne Studierende, die noch nicht oder nicht mehr an einer Hochschule eingeschrieben sind. Die Hochschulen Oesterreich-Ungarns zählen etwa 40000 bis 45000 Studierende. Bon diesen befinden sich etwa 35000 — 77 v. H. im Heeresdienst. Universitäten und Kriegsteilnehmer. An die Universitätskuratoren ist nachstehender Erlaß des Unterrichtsministers vetr. die „Immatrikulation in Abwesenheit" ergangen: Aus gegebener Beranlaffung will ich mit Rücksicht auf die lange Dauer des Krieges in entsprechender Abänderung des Erlasies vom 13. Oktober 1914 genehmigen, daß im Felde stehende Kriegsteilnehmer sowie deutsche Kriegsgefangene auf Antrag in Abwesenheit immatrikuliert werden können. Hierbei wird vorausgesetzt, daß der vorgeschriebene Nachweis der Schulbildung geführt wird. Die Immatrikulation erfolgt mit der Maßgabe, daß die förmliche Verpflichtung durch den Rektor nachgeholt wird, wenn der Studierende zurückkehrt und sein Studium beginnt. Diese Immatrikulation kann auch außerhalb der Vorgeschriebenen Fristen und während der Ferien erfolgen. Bis zur Aufnahme des Studiums g' gelten die Beteiligten gemäß dem Erlaffe vom 32. Oktober 1914 als beurlaubt. Für die im Felde stehenden Kriegsteilnehmer, soweit sie davon betroffen werden, bedeutet der Erlaß, daß bei nachgewiesener Schulbildung die Studienzeit unbeschadet des Krieges und seiner Dauer in Lanf gefetzt werden kann. Auch für die in Kriegsgefangenschaft geratenen jungen Leute, die den Anforderungen für die Immatrikulation an einer deutschen Universität genügen, ist der Erlaß von größter Wichtigkeit, da in einer Zahl feindlicher Gefangenenlager diejenigen Kriegs, gefangenen, die sich als immatrikuliert an einer deutschen Universität ausweisen können, Vorteile genießen. Ärztliche Kriegsprüfunaen. Die Approbation als Arzt wurde imDeutschenRerche imPrüfungsjahr1914/15, wie wir der „Akademischen Turnzeitung" entnehmen, im ganzen 1038 Personen erteilt. Darunter befanden sich 72 Frauen. 48 waren Ausländer, und zwar 11 aus Rußland, 9 aus Oesterreich-Ungarn, je 4 aus der Schweiz und den Bereinigten Staaten von Amerika, 3 aus Rumänien, je 3 aus Großbritannien, den Niederlanden, der Türkei und Argentinien, je 1 aus Deutsch. Südwestafrika, Italien, Frankreich, Belgien, Spanien, Niederländisch-Jndien, China, Kapland und Chile. Nol¬ oder kriegsgeprüft wurden weit über die Hälfte der Kandidaten, nämlich 585. Sie waren sämtlich vom praktischen Jahr befreit. Im ganzen waren vom praktischen Jahr befreit 404. Es bestanden die Prüfung im ganzen mit der Schlußzensur genügend 365, gut 656, sehr gut 109. Die meisten Prüfungen wurden in Berlin abgenommen, nämlich 114. Es folgen Kiel mit 96, Breslau 83, München 82, Bonn 75, Leipzig 73, Heidelberg 62, Göttingen 53, Freiburg 48, Königsberg 46, Greifswald 42, Marburg und Rostock je 37, Würzburg 34, Straßburg 38, Halle 37, Jena 36, Tübingen 19, Erlangen und Gießen je 15, Frankfurt 1. Frauen wurden in München 19 geprüft, in Berlin 12, in Breslau 7, Leipzig 5 usw. Bon sämtlichen Kandidaten waren 665 Preußen, davon aus der Rheinprovinz 101, Westfalen 93, Schlesien 80, Hannover 60, Berlin 58, Hessen- Naffau 49, Sachsen 43, Ostpreußen 42, Brandenburg 34, Posen 39, Schleswig-Holstein 27, Pommern 26, Westpreußen 33, Hohenzollern 3. Aus Bayern stammen 75, Sachsen 59 usw. Thuringia. In den Ferien veranstalteten wir wöchentlich regelmäßig mehrere Offizien. Wir begannen daS Semester am 18. Oktober 1916 mit einem Konvent auf der Kneipe. In dankenswerter Weise hat sich auf diesem i. a. B. Aber reaktivieren laffen, sodaß das Ergebnis der interimistischen Chargenwahlen folgendes war: Max Aber X a. i. F. W., C. W., Fritz Groß X X a. i. S. W., Alfred Herzberg x x x a. e., i. a. B. Zimmt K. W., Brander Ruß Z. W. A. H. Scheyer übernahm in liebenswürdiger Weise das Fuchsmajorat für Cömment und Tendenz. E.R. E.R. Aber, Scheyer, Markus, Zinimt, Perl, Groß. Am 21. und 22. Oktober feierten wir das 15jährige Stiftungsfest dem Ernste der Zeit entsprechend im engsten Verbindungskreise. Am Sonnabend, den 21., abends veranstalteten wir eine Kneipe, die einen recht würdigen und gemütlichen Verlauf nahm. Zahlreiche Kartell» und Bundesbrüder von außerhalb sowie einige Gäste hatten es sich nicht nehmen lassen, zu unserer Veranstaltung zu erscheinen. Unser A. H. Goldmann sprach mit begeisterten Worten über den K C. und seine Tendenz. Der folgende Sonntag Vormittag vereinigte uns noch zu einem Frühschoppen in Hansens Weinstuben, wobei wir in recht angeregter Stimmung im Verein einiger erschienener Kartell, und Bundesschwestern bis zum Abend verblieben. Unserer im Felde befindlichen BundeSbrüder gedachten wir an diesem Tage durch Zusendung von Liebesgabenpaketen. Es hat sich bereits aktiv gemeldet stud. iur. Förster auS Gleiwitz. Bavaria. Nennenswerte Ereignisse im Verlaufe der Herbstferien liegen nicht vor. Ueber Beförderungen, Auszeichnungen und Verwundungen der Bbr. Bbr. gibt der statistische Teil Auskunft. Wie bereits gemeldet, beginnen wir das 5. Kriegssemester am 34. Oktober 1916. Die nächste Ausgabe der K C.-Blätter wird hierüber Näheres bringen. A. S. Sprevia. In den Ferien versammelten sich die in Berlin weilenden Bundesbrüder jeden Mittwoch in» Weihenstephan an der Potsdamer Brücke und hatten oft das Vergnügen, auf Urlaub in Berlin weilende Bundes- und Kariellbrüder begrüßen zu können. Leider hat unsere Verbindung wieder den Heldentod zweier um die Verbindung hoch verdienter Bundesbrüder zu melden. Unser A.H. Fritz Rahmer fand durch Kopf, schuß den Heldentod und A. H. Theophil Jacobi erlag im Orient einer tückischen Krankheit. Am 16. 10. eröffneten wir das Wintersemester mit einem Dämmerschoppen im Schultheiß unter den Linden. Auf dem darauf folgenden Konvent fanden die interimisttschen Chargenwahlen statt. Diese hatten, nachdem sich die Kartellbrüder Alfred Wolff, Sidney Mendel und Walter Graetz in dankenswerter Weise aktiv ge, meldet hatten, folgendes Ergebnis: Alfred Wolff x 3. F.W. I.C.W. 1. S. W. Kurt Lindner x x K.W.

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