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KC-Blätter · 1916-07-01 · Heft 12 (Juli 1916) · p. Seite 667

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Journal
KC-Blätter
Volume
1915-1916
Issue
Heft 12 (Juli 1916)
Date
1916-07-01
Page
Seite 667 (sequence 5)
Language
German
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667 Bogelstein, Ludwig, zum Bizefeldwebel. Weinberg, Wilhelm, zum Unteroffizier. Wolfs, Alfred, stad, med., zum Sanitäts-Unteroffizier. Wolfs, Kurt, vr. hur., zum Hauptmann der Res. im bayr. 13. Jnf.-Reg. Kaiser Franz Joseph von Oesterreich. Zlotnitzki, Kurt, stucl. med., zum Sanitäts-Unteroffizier. * * . 4- Der K. C. im Kriege. Nach den bis 1. Sept. 1916 eingegangenen Kriegsadreflenmeldungen stehen von den etwa 1050 Mitgliedern des K. C., unter Einrechnung der Gefallenen oder infolge Verwundung oder Erkrankung als dienstunbrauchbar Entlassenen, 875 im Heeresdienst. Hiervon gehören bezw. gehörten dem Feldheer 705 an. Den Heldentod starben bis 31. August 1916 58 K. C er. In diese Zahl sind drei Bundesbrüder eingeschlossen, deren Namen auf Wunsch der Familien noch nicht veröffentlicht werden sollen, darunter ein am 34. August auf dem ägyptischen Kriegsschauplatz Gebliebener. Vermißt werden neuerdings zwei K. C.er, von denen bisher Nachrichten fehlen. 2 K. C.er haben ihre Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz I. Klaffe, 278 mit dem Eisernen Kreuz II. Klaffe, 83 sonstige Kriegsauszeichnungen gemeldet. 48 K. C.er wurden während des Krieges zu Offizieren des Beurlaubtenstandes befördert, 40 im preußischen Heere einschließlich des württembergischen Kontingents, 8 im bayerischen Heere. 3 K.C.er wurden zu Feldwebel-Leutnants befördert, 8 K. C.er gehörten bei Kriegsausbruch als Offiziere des Beurlaubtenstandes dem bayer. Heere an. Zamer hirschfelL. (Spreoiaej Eben erhalte ich von der Verbindung die Nachricht, es steht nunmehr fest, daß unser lieber Bundesbruder James Hirschfeld gefallen ist. Fast zwei Jahre hat die schreckliche Ungewißheit gedauert, in der wir alle, die wir ihn näher kannten, geschwebt haben; wenn man auch in den Wechselfällen des Krieges nicht immer seiner denken konnte, in stillen Stunden hat man trotz alledem gehofft, ihn noch einmal wiederzusehen. Nun ist diese Hoffnung zerstört. Ich sehe ihn noch vor mir, wie er mich vor, wie es einem jetzt erscheint, ewigen Zeiten, darum bat, mein Leibfuchs werden zu dürfen. Ich habe damals geschwankt. Der schlanke, dunkle Mensch mit den ernsten Augen, der dazu noch ein gut Teil älter war als ich, machte nicht den Eindruck, als ob er leicht zu lenken sein werde. Daß das gerade sein Bestes ausmachte, wußte ich damals nicht. Aber ich nahm ihn an, und ich glaube, wir beide haben die Wahl nie bereut. Er war keiner von den idealen Himmelsstürmern, die mit weltumwälzenden Ideen zu uns kommen, er war ein praktischer, nüchterner und ehrlicher Mensch. Und dadurch hat er uns und unseren Ideen viel gutes getan. — Im großen Rate, auf den Conventen, sprach er wenig. Aber so oft ich da war, merkte ich, seine Semesterkameraden und die jüngeren gaben etwas auf seine Ansicht. Das ging auch aus seiner Wahl zum Chargierten hervor. Dabei war er der Fröhlichkeit und dem Humor nie abgeneigt. In seinen sonst so ernsten Augen konnte auch fröhlich der Schalk blitzen. Wie viele wundervoll ausgelassene Stunden haben wir mit ihm verlebt, zu deren Verschönerung er durch seinen trockenen Humor nicht wenig beitrug. Das ist nun alles vorbei. Ein aufrechter, braver Mensch, ein lieber, fröhlicher Kamerad, ein treuer Jude ist mit ihm dahin gegangen Conrad Rosenthal. (Ghibelliniae, Spreviae) Paul Einstein. lGhibelliniae, K. C.-Stammtisch-Jrankfurt a. M.) Kaum ein Jahr ist es her, daß ich Paul Einstein in Frankfurt traf) und vor acht Monaten sah ich ihn zum letzten Mal. Drei Monate nur lebten wir zusammen als Studenten und Bundesbrüder. Aber während dieser kurzen Zeit einte uns eine Gemeinsamkeit und Gleichheit des Denkens und Empfindens, daß wir Freunde wurden, gute und treue! Heute kommt mir die Trauerbotschaft: Paul Einstein ist nicht mehr. — So will ich hier meines lieben Freundes gedenken. Ich kam eines Tages in Frankfurt zu ihm, um mich ihm als seinen neuen Bundesbruder vom K. C.-Stammtifch vorzustellen und mit ihm über Verbindung und Verbindungsarbeit zu sprechen. Da stand er am Fenster, mit seinen dunklen Locken, in seiner Kneipjacke, das geliebte Ghibellinenband um seine junge Brust) und die Laute hielt er im Arm und lachte mich gleich mit seinen dunklen Augen an. So sah ich ihn zuerst auf seiner Bude und weiß auch, warum er gleich lachte: er war ein Kind der Freude! Jeden heitern Scherz verstand er mit dankbarem Lachen und scherzte selber, weil er daS Lachen liebte und Freude und Fröhlichkeit. Das weiß auch, wer ihn als Präsiden bei unseren Kneipen in Frankfurt gesehen hat, wo ihm die Frohnatur aus den Augen blitzte) wie ihm die graue Mütze auf dem Kopf saß wie zugeschnitten, wie er dastand mit lachendem Gesichte. Ein rechter Bursch! Und ein tüchtiger K. C.er! Als Ghibelline ist er in den K.E. hinejngewachsen. Im Sommersemester 1915 war er noch Jungbursch und führte damals schon, da seine Mütterverbindung kriegsverwaist war, als einzig am Ort Zurückgebliebener deren sämtliche Geschäfte. Wenn er in Freiburg gelernt hatte, wie für den K. C. und seine Verbindungen zu arbeiten war, so stellte er sein ganzes Können in den Dienst des K. C.-StammtischeS, deffen Mitglied er im Oktober 1915 wurde. Da wählte man ihn zum Erstchargierten unserer jüngsten

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