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KC-Blätter · 1916-03-01 · Heft 10 (März 1916) · page 21

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Journal
KC-Blätter
Volume
1915-1916
Issue
Heft 10 (März 1916)
Date
1916-03-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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K.C.-BMrr Kriegsausgabe März-Aprll 1916 10. Heft Fortsetzung. In Memoriam! (Wir lugen hinaus.) Wir denken voll Stolz der gewaltigen Zeit, Da furchtlose Helden gestritten. Da unsere Brüder im blutigen Streit Zürn heiligen Tode geschritten. Und immer, wenn laut im Kreise erschallt Das Lied, und der Becher froh schäumet, :,: Dann seid. Ihr uns nah, die im Feld und Wald, Im Heldengrave still träumet. :,: . Was stets Euch erschien als herrlichstes Ziel, - Wovon Ihr begeistert gesungen, . Wofür Ihr im fröhlichen Waffenspiel Den Schläger und Säbel geschwungen, K. E.-Jdeal von Freiheit und Recht: Als Jude und Deutscher zu leben. Dafür habt Ihr treu im Leihen Gefecht, Euch selbst, das Höchste gegeben. Das Band, das in fröhlicher Jugendzeit Ihr stolz um die Bimst habt getragen,. Das hörte auch unter dem Waffenkleid Des heißblütigen Hebens Schlagen. Me einst in der Jugend prangender Pracht Habt treu Ihr. die Waffen geschwungen: Ein Deutschland voll freier stolzer Macht Habt Ihr mit Herzblut errungen. :,: Ein hellig Erbe habt Ihr uns vermacht. Wir wollen es hüten und wahren. Ihr toten Brüder, wir halten die Wacht, "Wir trotzen dem Sturm und Gefahren. Daß Gleichheit und Recht sich ewig erneu, Für die unsere Brüder stolz starben; :,: Datz wir im Leben und Sterben getreu Dem hehren Ziel unserer Farben! :,: * -k- * Mütter! Tiefbewegt, doch ohne Zagen, Habt in schicksalsschweren Tagen Hellig Opfer ihr erbracht. Bollerblühtes heißes Leben, Denen Herzblut ihr gegeben. Sandtet ihr in Sturm und Schlacht. Die in Schmerlen ihr geboren, Sabt in Schmerzen rhr verloren, tandhaft und im Leiden grotz. Wenn von den gefallenen Helden Rühmend Ehrentafeln melden, Mütter! Wer rühmt Euer Los? Dr. Curt Ehrlich, z. Zt. Oberapotheker in einem Feldlazarett. Die Ausnahme von Ausländern an deutschen Hochschulen?) Im Austrage des Geschästsfiihrenden Ausschusses des K- C. von vr. Julius Heilbronner (Licariae), München. i.; Wie erinnerlich; hatte die Ausländerfrage an den deutschen Hochschulen im Wintersemester 1912/13 eine tiefgehende Bewegung in der deutschen Studentenschaft hervorgerufen. Die damalige Bewegung hatte zur Folge, daß sowohl in Preußen als auch in Bayern und Baden (Sachsen hatte bereits vorher hinreichende Einschränkungen) eine Neuregelung der Bestimmungen Über die Zulassung von Ausländern stattfand. Die wesentlichen Punkte dieser mit dem Wintersemester 1913/14 in Kraft getretenen Neuregelung waren folgende: In Preußen wurde die Zulassung von ausländischen Studenten an eine Höchstziffer gebunden, wobei die nähere Ausführung den Universitätskuratoren überlassen wurde» In Berlin konnten infolge der Einführung des numerus clausus schon im Wintersemester 1913/14 keine Neuimmatrikulationen russischer Studenten mehr stattfinden. In Bayern wurde von den Ausländern der Nachweis einer Vorbildung verlangt, die daS Ministerium als gleichwertig mit dem Reifezeugnis einer deutschen neunklassigen Schule anerkennt. Für die Zulaffung von Ausländern in der medizinischen Fakultät der drei Landes-- Universitäten wurden Höchstzahlen festgesetzt. Ferner wurde für die Studierenden aus demjenigen Ländern, deren Angehörige jeweils im letzten Semester die Höchstzahl erreicht haben — tm Bedarfsfälle auch für andere Ausländer — ein späterer Termin für die Einschreibungen auf die Vorlesungen und Hebungen sowie für das Belegen der Plätze (5. bezw. 10. November und 5. bezw. 10. Mai) vorgesehen. Weiter wurde eine «Gleichstellung der Ausländer mit den Inländern bezüglich der Vorbedingungen für das Praktizieren an den Kliniken und für die Doktorprüfungen herbeigeführt, endlich für Ausländer eine Semestergebühr von 50 Mark festgesetzt, die sich für Angehörige von Oesterreich-Ungarn, der Schweiz, und von Luxemburg auf 30 Mark ermäßigt. *) Vgl. hierzu die Artikel dieser Blätter, Jahrgang s, Sir. 6, S. 120 ff u. Jahrgang 4, Nr. 2, S. 34 ff.

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