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KC-Blätter · 1916-03-01 · Heft 10 (März 1916) · p. Seite 586

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Journal
KC-Blätter
Volume
1915-1916
Issue
Heft 10 (März 1916)
Date
1916-03-01
Page
Seite 586 (sequence 4)
Language
German
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586 Den bayr. Militärverdienstorden IV. Klasse mit Schwertern erhielt: Simon Bär, Dipl.-Jng., Badeniae-Karlsruhe, Leutnant im bayr. Res.-Jnf.-Reg. 20. Das bayr. König Luörvigs-Kreuz für Kriegs- Verdienste erhielten: Alfred Auscher, Badeniae-Bav., Friburgo-Ghibell., Geschäftsführer d. Verw.-Bücherei d. Rot. Kreuzes München. Fritz H ertz, canä. meä., Rhenosilesiae, Unterarzt am Res.- Lazarett Dillingen. Das Hamburger Hanseatenkreuz erhielt: Fritz Wachsner, Thuringiae, vr.meä., Äff.-Arzt im Res.- Jnf.-Reg. 76. Beförderungen mit Ausnahme derjenigen zu Gefreiten: Aron, Max, zum Vizefeldwebel und Offizieraspiranten. Beer, Georg, vr. iur., Kriegsfreiwilliger, zum Unteroffz. Cohn. Julius, zum Feldunterarzt. Eisner, Fritz, zum Sanitäts-Unteroffizrer. Elsas, Karl, vr. iur., z.Leutn.d. Landw.-Feldartillerie I. Engel, Franz, zum Unteroffizier und Offizieraspiranten. Esberg, Hans, stuä. meä, zum San-Vizefeldwebel. Feilchenfeld, Ernst, zum Unteroffizier. Goldschmidt, Heinz, Kriegsfreiw., zum San-Vizefeldw. Heymann, Adolf, vr. meä., Kriegsfreiw., zum Ass.-Ar^t. Hirschfeld, Arnold, zum Unteroffizier. Jacoby, Fritz, vr. meä., zum Oberarzt d. R. Levi, Carl, vr. meci. vet., zum Veterinär. Leby, Carl, Zivilingenieur, zum Offizierstellvertreter. Lncas, Otto, stuä. meä, zum Sanitäts-Vizefeldwebel. Marx, Walter, zum Sanitäts-Unteroffizier. Meyer. Kurt,!!., stuä. iur., Kriegsfreiw., zum Vizefeldw. Moosberg, Fritz, stuä. iur., Kriegsfreiw., zum Unteroffz. Oppenheimer, Edgar, vr., R-A, zum Oberleutnant. P i car d, H erb ert, stuä. meä., z.Leutn.d.Ref imJnf.-Reg.H4. Reinsberg, Karl, zum Feldunterarzt. Rosanis, Marco, zum Unteroffizier. Röfenbaum, Walter, Referendar, zum Unteroffizier. Rosenkranz, Benno, crmä. meä, zum Sau.-Unteroffz. Schiff, Willy, zum Unteroffizier und Offizieraspiranten- S ch o h l, M a x, Dr. ing-, zum Oberleutnant. Sternefeld/Walter, zum Unteroffizier. Stnrmthal, Gustav, zum Vizefeldwebel. Wahlhaus, Fritz, vr. iur., zum Unteroffz. und Offz.-Asp. Wallerstein, Otto, znm Unteroffizier. Weil, Walter, stuä. meä., zum Sanitätsvizefeldwebel. Zlotnitzki, Kurt, zum Sanitäts-Unteroffizier. Der K. C. im Kriege. Nach den bis I.Mai 1916 eingegangenen Kriegsadreffennleldungen stehen von den über 1000 Mitgliedern des K. C., unter Einrechnung der Gefallenen oder infolge Verwundung oder Erkrankung als dienstunbrauchbar Entlassenen, 850 im Heeresdienste. Hiervon gehören bezw. gehörten dem Feldheer bereits über 690 an. 231 Kartellbrüder haben ihre Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse, einer mit dem Eisernen Kreuz I. Klaffe, 61 sonstige Kriegsauszeichnungen gemeldet. — Zu Offizieren des Beurlaubtenstandes wurden 40 K.C.er während des Krieges befördert: 33 K.C.er im preußischen Heere, einschließlich des württembergischen Kontingents, 7 im bayerischen. 2 K.C.er wurden zu Feldwebel-Leutnants befördert. Friedrich vaumgart. (Thuringiae.) Am 7. April 1916 fiel mein lieber Freund und Bundesbruder Friedrich Baumgart bei einem Sturm vor B. . . .; wer Friedrich Baumgart gekannt hat, wer je mit ihm in persönliche Berührung kam, der wird wissen, was der Tod dieses lebensfrohen, prächtigen Jungen für die bedeutet, die ihm nahestanden. Der Eintritt Baumgarts in den K. C. vollzog sich unter einem glü^lichen Stern! War er doch der einzige Fuchs, der sich bei der Thuringia gelegentlich der großen K. C.-Feierlichkeiten im Jahre 1911 in Breslau aktiv meldete. Von Hause als guter Jude erzogen, als Jude, der seinen Glauben Hochhalten und nicht verstecken gelernt hat, ausgestattet mit allen guten und schönen Gaben,' die die Natur einem Menschenkinde in den Schoß legen kann, war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, K. C.er zu werden. Seine Bundesbrüder merkten bald den Kern, der in Friedrich Baumgart steckte, und was sie sich von ihm als Freund nnd Mensch, als Vertreter derselben Ideen versprachen, das hat er treu und redlich gehalten. Während andere Bundesbrüder nach kurzer Zeit der Lima mater im Osten den Rücken kehrten, um in Süddeutschland ihre Studentenzeit zu verbringen, so war Baumgart einer von denen, denen es nur am Sitze ihrer Mutterverbindung gefiel) hierher kehrte er auch zurück, nachdem er ein Semester das Sprevenband getragen hatte. In Breslau war er in seinem Element! Wenn es galt, Farbe zu bekennen oder mit der Waffe in der Hand einzuspringen, überall da, wo ein Mensch benötigt würde, auf den man sich in allen Stücken verlassen konnte, da war Friedrich Baumgart am Platze. Einfach und bescheiden im Wesen, korrekt im Handeln, selbstbewußt und schneidig da, wo er seinen Mann stehen sollte, zurückhaltend, wo ihm sein Gefühl Reserve auflegte und liebenswürdig und verbindlich da, wo es angebracht war, so steht sein Bild vor mir. Als Mensch, der von frühester Jugend jedem Sport gehuldigt hatte, kam er mit etwas derben Gepflogenheiten in die Verbindung - der gesellschaftliche Verkehr, die Fuchsenerziehung machten aus ihm einen Kerl, mit dem man sich überall gern sehen lassen konnte; überall war er wohlgelitten. Ich war mit ihm ganz besonders befreundet und habe mit ihm wohl meinen liebsten Bundesbruder verloren, auf dessen Verläßlichkeit ich in allen Stücken bauen konnte, einen Kameraden, der der frohesten und lustigsten einer war. Wo Baumgart war, da war Leben. Wie schön prägen sich die Zeiten in der Erinnerung, die wir zusammen verlebten. Wie schön waren die Stunden, die wir gemeinsam in Leipzig verbrachten, wie schön die Tage, die wir im Gebirge wanderten und uns gegenseitig unsere Herzen ausschütteten, wie schön die Nächte, die wir gemeinsam verbummelten. Wo wir auch hinkamen, überall war Baumgart durch m

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