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KC-Blätter · 1915-09-01 · Heft 7 (September 1915) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1915-1916
Issue
Heft 7 (September 1915)
Date
1915-09-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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Kriegsaitsgahe September-Oktober 1915 V. Heft Förtschrmg. Zum 26. Oktober 1915. Lest, so einzig schön, wie es nur in Heidelberg gestiert werden kann, sollte ein Viertel jahrhundert unermüdlicher Arbeit um die große Idee des Judentums krönen. £50$ von nah und fern sollten wir alle, die wir stolz daraus sind, M. L.er zu heißen, herbeiströmen, um in gewaltiger Kundgebung zu geloben, keine Handbreit zu weichen von dem weg. den uns die gewiesen, die vor 25 Jahren in Zeiten schwerer Not die Badenia schufen. So war es geplant. Und unsere Herzen schlugen höher, wenn wir an den Tag bauten, an bem wir zur Jubelfeier an der Stätte unserer schönsten, unserer köstlichsten Jugendtage weilen würden. Da fegte der Weltensturm über die Erde. vergessen war Lreude und Leier. Der Schlachtruf erscholl, der Kaamps Hub an. Auch unsere Brüder — Achthundert von Tausend, — zogen hinaus, um mit ihrem Leben zu schützen des bedrängten Heimatlandes Ehre und Lreiheit. Doch sie alle — aus Hunderten von Briefen klingt dieses Bekenntnis — fühlen, daß sie als Juden heute ganz besonders hohe Pflichten zu erfüllen haben, und sie sind stolz darauf, ihre Liebe zum Judentum durch die Tat beweisen zu können. Ihr Gründer der Badenia! Enthält nicht dieses Bekenntnis, gesprochen von denen, die gar vielemale dem Tod ins Antlitz geschaut haben, die Krönung Eures Werkes? Ihr wolltet, da Luch die andern von sich stießen, kämpfen um Euer Recht! Ihr wolltet Euer Vaterland.lieben! Ihr wolltet aber Cure Zugehörigkeit zum Judentum, um die man Euch geschmäht, nicht nur nicht verleugnen, sondern Ihr wolltet großziehen das stolze, freie Bewußtsein zu der Gemeinschaft, die, obwohl gehaßt und bekämpft, doch voll unvergänglichen Wertes ist! Die große Zeit hat gezeigt, daß Euer weg der rechte war und, was auch kommen mag. der rechte sein wird. Und so denken die, die hinausziehen dursten zum -Kampf für deutsches Wesen und deutsche -Kultur gegen Haß und Neid, verrat und Lüge, und die, die Zurückbleiben mußten, und die auch in der Heimat ihre Pflicht tun, dankbar an Euch, die Ihr uns erzogen in dem Geiste, der jetzt allein uns erfüllen durfte. Zu Ehren der Heidelberger Badenia-Bavaria entrollen wir heute in diesen Blättern die Geschichte unserer Verbindung, die Geschichte unseres -Kampfes und jugendftische Bilder des herrlichen Studentenlebens aus der alten, ewig schönen Stadt am Neckarstrande. Durch alles aber wird hindurchklingen das hohe Lied von der sieghaften Macht und -Kraft unserer Idee. Hört es, Ihr Brüder, die Ihr kämpft gegen den welscheu Leind und den neidischen Vetter, die Ihr kämpft auf slavischer Erde und in den Bergklüften Serbiens, hört es und schöpfet aus ihm, wenn Ihr einmal ermatten solltet, frische -Kräfte! Gewaltig aber soll es in Luch wiederklingen, wenn die stunde kommen sollte, in der es gilt, wieder einzutreten in den -Kampf, den vor 25 Jahren die Gründer der Badenia begonnen haben. Nie darf das, was sie getan, vergessen werden, denn sie stritten um unser Recht und damit um unseres deutschen Vaterlandes -Kultur. Die Schriftleitung Ver K. C.-BlStter. vr. Alexander.

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