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KC-Blätter · 1915-09-01 · Heft 7 (September 1915) · p. Seite 467

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Journal
KC-Blätter
Volume
1915-1916
Issue
Heft 7 (September 1915)
Date
1915-09-01
Page
Seite 467 (sequence 5)
Language
German
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467 Schlesinger, Ernst, cand. med., zum Unterarzt. Schneider, Richard, zum Vizewachtmeister. Tischler, Rudolf, cand. med., zum Unteramt. Vogel, Otto, zum Oberveterinär. Wachsner, Kurt, zum Bizefeldwebel der Res. Wolfs, Kurt, Reg.-Bauführer, zum Leutnant der Res. im 7. Pionierbataillon Wolfs, Paul, stud. iur., zum Unteroffizier. Der K. C. im Kriege. Nach den bis 31. Oktober eingegangenen, immer noch keineswegs vollständigen Adreffenmeldungen stehen von den über 1000 Mitgliedern des K. C., unter Ein. rechnung der gefallenen oder infolge Verwundung oder Erkrankung im Felde als dienstunbrauchbar entlassenen, 801 im Heeresdienst. Hiervon gehören bezw. gehörten 631 dem Feldheere an. Die übrigen sind teilweise an Reservelazaretten tätige Aerzte oder Angehörige des Sanitätspersonals, teilweise noch in der Aüsbildung befindlich. — 43 Kartellbrüder starben den Heldentod fürs Vaterlandzu chnen treten höchstwahrscheinlich 3 weitere, seit vielen Monaten vermißte Kartellbrüder. 154 K. C.er sind verwundet oder im Felde erkrankt- 173 haben ihre Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuze II. Klaffe, 1 mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse, 37 sonstige Kriegsauszeichnungen uns gemeldet. Zu Offizieren des Beurlaubtenstandes wurden während des Krieges befördert 34 K. C.er im preußischen Heere, 6 im bayrischen Heere- 3 K. C.er wurden zu Feldwebelleutnants befördert. Personalnachrichten. Das Assessorexamen bestanden: Alfred Fuchs (Bav.s, (bereits vor dem Kriege), Hugo Mayer (Lic.), vr. Paul Wachsmann (Thur.). Zritz Ehrlich. (Licariäe.) Am 14. August hat unser lieber Bundesbruder Fritz Ehrlich in Rußland den Heldentod gefunden. Es läge sicher nicht in seinem Sinn, wenn ich ihm einen langen Nachruf schreiben und alle jene edlen Eigenschaften preisen würde, die ihn uns allen so lieb und wert machten, und es ist auch gar nicht nötig. Wir jüngeren K.C.er kannten ihn ja alle und liebten ihn in seinem freundlichen und treuen Wesen, in seiner stillen und doch forschen studentischen Art. Fritz Ehrlich war stets bescheiden und hatte es nicht gern, daß man große Worte von seinen Verdiensten mache. Und doch ist es unser Bedürfnis, bei seinem Tode seiner in Ehren zu gedenken und sein leuchtendes Beispiel uns Bundesbrüdern vor Augen zu führen. Ehrlich wurde im Wintersemester 1910/11 Licare und erwarb sich so rasch die Sympathien seiner Bundesbrüder, daß er bereits im dritten Semester zum Chargierten gewählt wurde. Hier in München verbrachte er seine schönsten Jugendtage, hier war er mit Lust und Liebe Student Das Physikum bestand: Julius Kleeberg tBav.). Zum vr. med. promovierte: Felix Wassermann (Lic.). Die Schristleitungbittetdie Verbandsbruder dringend, ihr alle Personalveränderungen umgehend angeben zu wollen oder zum mindesten ihre Verbindungen zu beauftragen, die entsprechenden Mitteilungen der Schristleitung weiterzugeben. Eine ganze Reihe Verbandsbrüder haben vor dem Kriege ihr Eamen gemacht, ohne daß die Schristleitung bis jetzt davon benachrichtigt wurde. Auch in diesen Fällen wird um nachträgliche Angabe, die zur Vervollständigung der Kartothek dringend notwendig ist, gebeten. Adressenänderungen: Cahn, Benni, cand. ing., Darmstadt, Wendelstadtstraße 31 (Gartenhaus pari.). Cohn, Georg, vr. iur., Rechtsanwalt, Königsberg (Pr.), Steindamm 131i. Dessauer, Lothar, vr. rer. pol., Stuttgart, Hohenheimerstratze l11- Glaser, Leo Walter, vr, iur., Gerichtsassessor, Stolp in Ponnnern, Quebbenstraße 5. Goldschmidt, Fritz, Referendar, Berlin W. 35, Potsdamerstraße 131K. Hofmann, Bernhard, stud. iur., Charlottenburg, Kantstraße 139 n. Mayer, Hugo, Gerichtsassessor, Essen, Alfredstr. 173. Ostwald, Max, vr. iur., Rechtsanwalt, Duisburg, Pulverweg 311. Rosentbal, Robert, vr. iur., Gerichtsassessor, Wiesbaden, Bievericherstraße 361. Salomon, Hermann, vr. med., Berlin, Barbarossastraße 45ivi. Strauß, Fritz, vr. iur., Rechtsanwalt, Karlsruhe, Ettlingerstraße 13 (Privatwohnung und Kanzlei). Wohlgemuth, Haus, stud. med., Breslau, Viktoria- und freute sich an den sorgenlosen Stunden studentischen Frohsinns. Aber als zu Ende des Wintersemesters 1911/12 der Ruf erklang, nach Leipzig zu kommen, um dort für den K.C. eine neue Stätte zu erkämpfen, da war Fritz Ehrlich einer der ersten, die diesem Ruf begeistert folgten. Was Ehrlich in Leipzig in dem einzigen Sommersemester geleistet hat, in dem er als erster Chargierter die junge Verbindung über all die Klippen und Gefahren des Gründungssemesters siegreich hindurchsührte, das wissen nur die, die diese Zeit miterlebt haben. Ehrlichs Energie ist es zu verdanken, daß die junge K. C.-Verbindung gleich von Anfang an Sitz und Stimme im Ausschuß der Leipziger schlagenden Korporationen erhielt und daß die Verbindung sich am Ende ihres ersten Semesters so stark fühlen konnte, daß sie allen antisemitischen Treibereien zum Trotz noch im Juli 1912 ihre schöne grüne Mütze den erstaunten Leipziger Korporationen zeigen konnte. Dann setzte Ehrlich als Inaktiver seine Studien in Berlin und Tübingen fort, und wenn er auch wegen seiner Examensvorbereitungen weit unten im Süden unseres Vaterlandes nicht

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