KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1914-1915
- Issue
- Heft 6 (Juli 1915)
- Date
- 1915-07-01
- Page
- Seite 460 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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460 Weitere Veränderungen in der Aktivität erfolgten durch die Inaktivierung und Philistrierung von Ernst AloseS, durch den Austritt des Fuchsen Engel und d»»rch die Aufnahme des wenige Wochen vorher änSgetretenen Brander Martin Gotthilf u»»d der kraffen Füchse Otto Herschair und Ernst Rvsenbaum, die letzteren beiden ans Bresla»». Der Fuchs Groß »vurde in Anbetracht seilwr hohen Zahl von Studiensemester»» schon setzt rezipiert. I. a. B crmd. iur. L»»d»vig Perl bestand fein Doktorexamen und wurde philistriert, i. a. B. Kurt Nnger ivnrde dimittiert. Erfre»»licher»veise hat der Berbind»»ngsbetrieb a»»ch lvahreild dieses Kriegshalbsemesters einen schönen Verlauf genonimen. Besonders häufig hatten nur Gelegenheit, ans der Durchreise begriffene oder für eine Zeitlang aus dem Felde zurückgekehrte Bbr. Bbr. und Kbr. Kbr. zu begrüßen. Unter ersteren besonders unsere A.H. A. H. Dr. Eckstein, Dr. Peiser und Dr. Levin, letzterer mit dem ktlrz vorher erworbenen Eisernen Kreuz und dem Hessischen Sanitätskreuz geschmückt. Neben den immer von einer ansehnlichen Corona besllchten geselligen Offizien vernachlässigten wir keines- »vegs die Tendenzerziehung; »vir beteiligten uns an de»» vom Jüdisch-liberalen Jugendbnnd »»»»ter Leitung unseres A.H. Rabbiner l)r. Goldman»» veranstalteten DiSkussionsabenden. Wir schloffen das Semester ain :N. Juli mit einer Kneipe und eröffnen das Wintersenlester am 1». Oktober rnit eine»»» Konvent 7*/., h.s.t. Bavaria. In der gleich harmonlschen Weise wie der erste Teil des Semesters verlief das zrveite Halbsemester. Durch innere Arbeit in der Verbindung suchten »vir a»»ch fernerhin den Verbindungsbetrieb tu einer dem Kriege angeincffenen Weise fortzusetzen. D»»rch die Verhältnisse bedingt, rvar der Bestand der Aktivitas schtvankend; sv verließ uns Mitte Juni unser a. B. Springer, um ins Heer einzutreten; »vir bekamen aber z,vei neue Füchse, siud. med. Kurt Polajewer aus Posen und stud. med Siegfried Salornon aus Bromberg, der nun inzivische»» auch ins Heer eintrat. In der Besetzung der Chargen gab es noch eine Veränderung dadurch, daß Adler, der die X und X X Charge mite hatte, von seiner x x Charge dechargiert und a. B. Hofrnann zürn x x ge,vählt wurde. Rezipiert »vltrden die Brander Samson und Kamberg. Mancher ge»»»ütliche Abend vereinigte uns aus der K»»eipe oder in der U»ngegend Heidelbergs; »vir hatten a»»ch das Vergnüge»», die l. St. V. „Viadrina" und einige Mitglieder des neugegründeten K. C.-Stammtisches Frankfurt a. Main bei uns zu sehen. Auch beschäftigten »vir u»»s eifrig rnit unserer Tendenz; durch Vorträge und wissenschaftliche Abende s»»chten »vir das Jntereffe unserer Bundesbrüder für die uns K. C.er angehenden ragen des Judentums zu vertiefen. Unser Bbdr. Kurt ppenheimer hielt einen Bortrag über „Musik und Judentum", in derr» er uns hauptsächlich in die Schöpfungen eines Mendelssohn-Bartholdy und Meyerbeer einführte. Ein z»veiter Vortrag unseres a. B. Grünrvald beschäftigte sich »nit „Genie und Talent unter Berücksichtigung der Juden", »vorin er die geniale Veranlagung der Juden besonders auf religiösen» und tut lö. Jahrhundert auch auf künstlerischer»» Gebiete beleuchtete. Ilnfer 25jtthriges Stiftungsfest, das in dieses Jahr fiel, konnten wir unter den obwaltenden Umständen leider nicht »nit dem gebührenden Nachdruck feiern. Trotzde»n haben wir es nicht versäumt, an diesem Tage (26. Juli» eine kleine Kneipe zu veranstalten, wir geben i»ns aber der Hoffnung hin, das Stiftungsfest nach de»n Kriege in größerem Umfang begehen zu können. Besonders für unsere l. A. H. dürfte es in diesem Zusammenhang von Jntereffe sein, zu erfahren, daß unser Fax, Jakob Glinz, bereits seit 20 Jahren in unseren Diensten ist und in dieser Zeit all die »vechselvollen Schicksale »lnserer Verbind»,»g mit uns erlebt hat. Die Wahlen der F. C. hatten folgendes Ergebnis: Bernhard Hoflnnnn F. C X, S. W. F. W. Jacob Adler F. C. x x, K. W. Ha»»s Grünwald F. C. x x x Alle Briessachen sind »vährend der Ferien m» stud. inr. B. Hofmann, Berkach in Sachsen-Meiningen; Geldsellduilge»» an cand iur. Jacob Adler, Stuttgart, Sosienstraße21ö, zu richten. Das Winterseniester lfttö/ltt beginnt arn 2 ». Oktober Ist c. l. rnit dem Mittageffe»» im „Perker". Z»un Schluffe des Seinesters ist es uns eine Ehre»»- Pflicht, in tiefstern Da»»k aller »»»»serer Bnndesbrüder in» Felde zu gedenken, vor»»ehmlich derer, die ihr junges Leben auf den» Altäre des Vaterlandes zun» Opfer brachte»» »rnd derer» Beispiel unverlöschlich fortlebt, soivie auch der andern alle, die draußen in Not rmd Tod de»» Frieden u»»d die Sicherheit des ne»»en Deutschland erkärnpfen! H. G. Sprevia. Am 24. Juli »vurde das Semester mit der üblichen Kneipe geschloffen. Gleich den» ersten Kriegsselnester hatte es u»»s viel Fre»»d »»nd Leid gebracht. Voll Freude sähe»» »vir, »vie die Bundesbrüder da draußen sich so »vacker schlüge»», »vie A»»szeichnu»»gen und Beförderungen Zeugnis davon gaben, daß sie unsere Ideale hochhielten. Doch Trauer und Schinerz ergriffen uns bei den» Heldentode so »nanches lieben Karneraden, mit de»»» »vir gar oft i»n frohen Kreise gelacht »r»»d gescherzt hatten. Urn den Bundesbrüdern im Felde eine kleine Freude zu bereiten, sandten »vir an alle »bieder»»»»» Liebesgaben, diesmal in Gestalt von einigen Reclamheftchen. Erzähl»»ngen von Richard Botz und Otto Ernst soivie Humoresken von Schönthan und Thor»» »varen zu diesen» Zweck ausgewählt »vorden. Die Danksagungen, die überaus zahlreich einliefen, »varen uns der schönste Lohn für unsere Mühen. Jnbetreff der Beförderungen und Auszeichnungen verrveisen »vir auf den statistischen Teil der Nuinnter. Philistriert rvurden i. a. B. i. a. B. Max London, Fritz Nelki, Hans Wedel. Inaktiviert rvurden a. B. a. B. Walter Ascher und Richard Herz. Ersterer rvirrde »veger» seiner Berivundung ain Knie vorn Militär entlasten. Der Brander Theodor Gvldschuridt »vurde nach bestandener Prüfung rezipiert. Der Fuchs stud. iur. Karl Rosenba»»»»» trat ans der Verbindung ans. Dagegen meldete sich stud. Paul Treitel, der bei der Fuß-Artillerie in Posen dient, aktiv. Die F.C.-Chargen sind folgendern»aßen besetzt: Fritz Blumenthal F. C. X Max Kronenberg F. C. X X Kurt Krotoschiner F. C. x x x Währerrd der Ferien roird dreimal in der Woche trotz der sehr geringen Anzahl von anwesenden Aktiven Fechtboden abgehallen. Außerdem findet jeden Donnerstag irr» Pschorr ein Bierabend statt. Das Wintersernester »vird au» 18. Oktober »nit dein Antrittskonvent eröffnet werden. Licaria. Durch Einber»»fu»»g unseres a. B. Lndlvig Mendelsohn wurde eine nochmalige Chargenänder»»ng notwendig: Aronthal x,X X X, F. M. f. C. K. W., van Blydenstein x X, F. W., S. W., Z. W. Das Tendenzsuchsmajorat führte Herr Kb. Dir. Baron bis zum Schluffe des Sernesters. K»»rz vor Semesterschlutz verloren »vir noch einen lieben Freund unserer Verbindung, Feldunterarzt Martin Meyer, Bruder unseres i. a. B. Kurt Meyer I. A. H. Dr. Dalomon wid»»»et de»n Toten folge»»de Worte: „Ueber ein halbes Jahr ist es nun schon her, daß ich