KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1914-1915
- Issue
- Heft 4 (März 1915)
- Date
- 1915-03-01
- Page
- Seite 361 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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361 Viadrina-Darmstadt. Schon zu Beginn des Wintersemesters mar unsere Zahl so zusammengeschrumpft, daß wir suspendieren mußten. An eine Wiederaufnahme der Verbindungsarbeit ist auch im kommenden Semester nicht zu denken; denn nur 5 Viadrinen tragen noch nicht das feldgraue Ehrenkleid, gerade genug um die Aemter des Vorstandes der Verbindung bezw. des A.-H.-V zu besetzen. Es ist uns selbstverständliche Pflicht, daß mir alles ausbieten, um den Zusammenhang mit unseren Bundesbrüdern, die in Ost und West, auf Bergeshöhen und irn Dünensande die Wacht halten, aufrecht zu erhalten und den Weg für die spätere Wiederaufnahme unserer gemeinsamen Arbeit zu erleichtern. Durch die Opferwilligkeit unserer Bb. Bb. gelang es uns, im vergangenen Semester unsere finanzielle Rüstung so zu stärken, datz wir ohne Sorgen in die Zukunft blicken können, zumal die Verbindung durch keine alten Lasten mehr gedrückt wird. Um den Bundesbrüdern gegenseitig von ihren Schicksalen Kenntnis zu geben, lassen mir in gewohnter Weise unsere monatlichen Berichte erscheinen, die über das Befinden und den Aufenthalt jedes einzelnen genauen Aufschlutz geben. Nach der Einberufung unseres l. i. a. B. Kadden, der von Darmstadt aus jene Berichte versandt hatte, nahm sich seine Schivester, Fräulein Elfriede Kadden, unsere allbeliebte „Keddosine", der völlig verwaisten Verbindung an. Sie verfatzt jetzt in teils ernster, teils humoristischer Weise die monatlichen Nachrichten, die von unseren im Felde stehenden Bundesbrüdern stets init stürmischer Freude begrützt werden. Wir alle sind unserer Bundesschwester zu innigstem Dank verpflichtet fiir die Liebesarbeit, die sie der Verbindung leistet. Glücklicherweise rvurden ivir von schrveren Verlusten bisher verschont. Doch haben sich schon eine ganze Reihe unserer Kriegsteilnehmer Verwundungen zugezogen. Aber auch nicht wenige Viadrinen sind fiir bewiesene Tapferkeit ausgezeichnet oder befördert worden. An anderer Stelle der K. C -Blätter ist int einzelnen darüber berichtet. Ueber Veränderungen innerhalb der Verbindung ist infolge der Suspension nur wenig zu berichten: Philistriert wurden Cohn, Kray, Offenheimer. Inaktiviert wurde Eisenberg. In die Verbindung trat ein: stuck, ing. Benjamin Cahn aus Pier b. Düren. — Unser Fuchs Werner Gnttmann trat aus, doch wird er sich nach dem Friedensschluh wieder aktiv melden. Cohn und Kray bestanden ihr Diplomexamen. Friburgia-Königsberg. Wie das erste Halbsemester, so stand auch das zrveite ganz unter dem Einflutz des Krieges. Fast nur Uniformen sah man bei den Bierabenden und Kneipen, die allwöchentlich stattfanden. Zu unserer Freude konnten ivir häufig Kartellbrüder, die hier in Garnison sind, oder auf dem Wege zur Ostfront waren, bei uns begrützen. Besonders danken wir unserem l.K.B. Offizierstellvertreter Rechtsanwalt Dr. Salier (Spreviae) für die überaus rege Anteilnahme am Berbindungsbetriebe. Die Keilaussichten sind sehr günstig. Von Kriegsabiturienten rverden viele, aus dem Felde zurückgekehrt, sich unr unser Banner scharren. Das Sommersemester eröffnen rvir am 15. April. Rezipiert wurde noch der Brander Jtzig. Mit den Bundesbrüdern im Felde stehen rvir im regen brieflichen Verkehr. Bereinigung Frankfurter K. C.er. Alle in Frankfurt studierenden Kartellbrüder werden dringend ersucht, sich sofort unter genauer Adreffenangabe bei vr. Mainzer, Neckarstr. 5, zn melde«. Mitteilungen der Schristleitung. Infolge der außerordentlichen Schwierigkeiten, die die Aufstellung des Gesamtadressenverzeichnisses, das wir in dieser Nummer veröffentlicht haben, verursachte, und aus finanziellen Rücksichten, konnte die 4. Kriegsausgabe erst etwa 14 Tage nach dem früher angegebenen Zeitpunkt erscheinen. Auch nach Herausgabe der 3. Kriegsnummer sind vielfach Zuschriften an die Schriftleitung falsch adressiert worden. Es sei daher noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, datz alle kriegsstatiftischen Mitteilungen an Herrn Dr. Max Mainzer, Frankfurt a. M., Neckarstr. 5, alle übrigen Zuschriften, die die Schriftleitung oder den Versand betreffen, also auch Aeuderungen der Heimatadressen, an mich zu richten sind. (Auf Einschreibesendungen muß mein Name angegeben sein, da die Redaktion als solche zur Annahme dieser Sendungen nicht befugt ist.) Ganz besonders bitte ich die l. K. V> K. V. und die einzelnen Verbandsbrüder, mir recht zahlreich Keiladreffen zugehen zu lassen, wie ja überhaupt auf die Keilarbeit der größte Wert zu legen ist. Die nächste Kriegsausgabe wird in der zweiten Halste des Monats Juni erscheinen. Alle für sie bestimmten Mitteilungen müssen bis zum 15. Juni in meinen Besitz gelangt sein. Crefeld, Königstr. 116. Dr. Kurt Alexander. Fernsprecher 3806. Mittellungen des K. C.-Kassenwarts. Nach der Einberufung des K. C.-Kassenwarts, Kb. O. F. Herrmanns, habe ich mit Genehmigung des G. A. die K. C.-Kasse lind damit auch die Kaffenverwaltung der K. C.- Blätter übernommen. Alle Zahlungen sind nunmehr an mich an meine unten angegebene Adresse zu richten. Sofort nach Erscheinen dieser Nummer werde ich damit beginnen, die K. C.-Beiträge für das S.-S. 1915 einzuziehen. Ich bitte die l. K. B. K. B. und die Berbandsbrüder dringend, mich bei dieser Arbeit in wettestem Matze zn unterstützen. Wenn wir die Kriegsausgaben der K. C.-Blätter, die unseren im Felde stehenden Verbandsbrüdern so außerordentlich viel Freude machen, weiter erscheinen lassen wollen, sind wir auf den Eingang der Bei-