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KC-Blätter · 1914-08-01 · Heft 11-12 (1.8.1914) · p. Seite 254

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Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 11-12 (1.8.1914)
Date
1914-08-01
Page
Seite 254 (sequence 26)
Language
German
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254 nehmen und über Wissen und Erfahrungen verfügen, zu Vorträgen heranzuziehen, mehr Gebrauch gemacht werden. Wo auch immer Nicht-K. C.er, besonders solche, die im jüdischen Leben eine Rolle spielen, einen Vortrag hielten, hat es sich gezeigt, daß die Vortragsabende ein ganz besonderes Jnteresse boten und reiche Früchte trugen. Von besonderem Wert würde die Ausstellung eines Programm es für die Vortragsabende sein. Dadurch würden die Bundesbrüder nicht nur zum Nachdenken über diese und jene Sache angeregt werden, um sie vielleicht im Drange der nächsten Ereignisse bald wieder zu vergessen; vielmehr würde eine Reihe von Vortrags-Abenden^ die sich inhaltlich ergänzen, eine wirkliche Fortbildung zu Wege bringen, und die Diskuffion würde von einem Abend zum andern eine regere und inhaltreichere werden. IV. Es ist kein umfassendes Resormprogramm, das ich entworfen habe. Es lag das auch nicht in meiner Absicht) ich wollte nur einige Wege zeigen, die auf Grund der bisherigen Erfahrungen zu'einer Befferung führen können. Diesen theoretischen Ueberlegungen möchte ich einiges Praktische hinzufügen, das in meiner Verbindung sich in den letzten Semestern recht gut bewährt hat. Unser Vortragswesen wird von einer Kommission geleitet, in der Inaktive oder ältere Aktive sitzen, und die möglichst nicht in jedem Semester wechselt. Diese Kommission setzt sich mit Nicht-K. C.ern, Alten Herren und Inaktiven in Verbindung, um von ihnen Vorträge zu erlangen, zu denen alle am Platz anwesenden K. C.er geladen werden. Dazwischen finden Abende mit Referaten von Aktiven statt, von denen nur die häufiger erscheinenden K. C.er benachrichtigt werden und die eine freie Aussprache unter den jungen Semestern herbeisühren sollen. Wir dürfen hoffen, auf diesem Wege vorwärts zu kommen. Aus allem aber — gleich, ob man die berichteten Tatsachen aus den letzten Semestern, gleich, ob man die theoretischen Erwägungen für die kommenden Semester in Betracht zieht — geht mit unerbittlicher Klarheit hervor: Die eifrigste Beteiligung der Inaktiven und Alten Herren ist in Zukunft dringend vonnöten. DO sys □o Thuriugia. In die Verbindung trat ein: Richard Riesenfeld aus Antonienhütte. Mit unfern Santen machten wir einen wohl gelungenen Ausflug nach Zobten. Unsere Semestcrschlußkneipe war sehr gut besucht und verlief in fröhlichster Stimmung. Das Semester schloß mit einem an den Schlußkonvent sich anschließenden Dämmerschoppen im Namsläuer. Die F. C. setzt sich zusammen aus Lindner X S. W. Hirsch XX 8- W. Perl XXX Budwig Ferienkassenwart. Inaktiviert wurden Perl und Wolff. < Bavaria. In diesen letzten Wochen des zur Neige gehenden Semesters feierten wir noch 3 schöne Feste mit der hiesigen Philisterschaft. Das erste war unser Damenausflug. Nach der Ankunft in Neckarsteinach wurde ein Spaziergang auf die Burgen dort gemacht, dem ein gemütliches Kaffee-Plauderstündchen folgte. Dann wurde bis zum Abendeffen getanzt. Und nach dem Souper hielten wir eine fröhliche Damenkneipe ab, bei der die Bundesbrüder in amüsanten Aufführungen wetteiferten. Den Schluß bildete eine prachtvolle Bootsfahrt auf dem Neckar mit Musik und Feuerwerk. Beim anderen Feste waren wir die Gäste. Für diesen glänzenden Abend, den uns die Gesellschaft „Erholung" gab, sei ihr auch an dieser Stelle gedankt. Am 31. Juni machten wir offiziell den Sonnenwendfackelzug der hiesigen Studentenschaft zur Bismarckhuldigung mit. Wir nahmen auch in corpore am feierlichen Großherzogskommers teil. An dieser Stelle gebührt auch unser Dank Herrn Rabbiner Dr. Pinkus, der schon 3 Vorträge seines versprochenen Zyklus' gehalten hat. (I. Soziale Ethik im Judentum. 3. Christentum und Judentum, ein Ver- VerbandS'Na ch richten. Dia gleich.) Den Borträgen folgten immer angeregte Diskussionen) auch die Inaktiven und Alien Herren bringen diesen Abenden reges Jntereffe entgegen. Den Schluß des Semesters bildet in altherkömmlicher Weise der Frühschoppen im „Weißen Bock". Recipiert wurden im Juni die Brander: Adler, Kahn, Kreutzberger. Stud. m«-d. Mausbacher ist vor einigen Wochen unser O. B. G. geworden. Philistriert wurde i. a. B. Kurt Alexander. Sprevia. Alle Bundesbrüder, die das verfloffene Semester in Berlin verbrachten, werden, wenn sie einmal rückwärts blicken, auf eine angenehme Zeit schauen. Schöne Erinnerungen an froh verlebte Tage und Stunden, an Kneipen und Exbummel nach Wannsee und Treptow werden sie aus diesem Semester mit ins Leben nehmen. In diesem Monat beteiligten wir uns offiziell an der vom Landesverband Brandenburgischer K. C.er veranstalteten Turnfahrt nach Wannsee, die mit einer feuchtfröhlichen Exkneipe einen schönen Abschluß fand. Am letzten Vortragsabend referierten 3 Bbr. über Ereigniffe der neueren Literatur, die sich mit der Judenfrage beschäftigt.. Der körperlichen Erziehung der Bbr. geschah auch Genüge. Unsere Schlußkneipe erfreute sich reger Beteiligung. Wir schloffen das Semester mit einem Frühschoppen auf der Kneipe am 38. Juli. Das Wintersemester eröffnen wir am 13. Oktober mit einem Frühschoppen im Schultheiß und hoffen eine recht stattliche Korona dort begrüßen zu dürfen. Licaria. Wieder einmal stehen wir am Schluffe eines schön verlaufenen Semesters und, war es auch kurz, so wird es doch vielen von uns lange in der Er-

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