KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1913-1914
- Issue
- Heft 10 (1.7.1914)
- Date
- 1914-07-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Interne Beilage der K.C.-Bl8tter Die hier veröffentlichten Mitteilungen gelten als Kouverttsgeheimrrfs. 1. Juli 1914. vie Zranffnrter K. L.-Verbindung. Am 15. Oktober ivird also definitiv die Frankfurter Universität eröffnet. Damit tritt an den >1. C5. eine Aufgabe heran, wie er sie in gleicher Art bisher noch nie zu bewältigen hatte. Tie Rengründung von ft. C.-Verbindungen vollzog sich bisher meist in zeitlich zufälliger Abhängigkeit von der gleichzeitigen Anwesenheit einer gewissen Allzahl ftartellbriider an einer Universität, niemals aber bestand die kategvrischeNvtwendigkeit, an einem bestimmten Orte zu einer bcstimnltell Zeit eine Verbindung zu gründen. Zn Frankfurt gilt es, unter allen Umständen am 15. Oktober eine möglichst zahlreiche ft.C.-Verbindung nuszumachen. D.C5., V. C., V. CS., A. D. B., V. D. St., der färbentragende katholische ftartcllverband haben bereits Verbindungen eröffnet oder zu eröffnen beschlossen. Für uns von grösiercrWichtigkeit ist,das; außerdem B.Z.C5.und.ft.Z.V. auch der ncngegründctc Verband der freischlagcnden Verbindungen Salia-Würzbürg, Ghibelli» ia-Bcrlin lind TÜuringia-München ans einer Pfingsten hier stattgehabren Tagung sofort eine Vervindung in Franksllrt zu eröffnen beschloffcn hat. Da Salia und Thuringia hier eine zahlreiche und keineswegs cinflustlofe Alt- Herrenschaft haben, erwächst llns biintil eine recht nnersrculichc Konkurrenz. Um so notivendiger ist cs, das; seitens des ft. CS. alle Kräfte aus. geboten werden, um im ersten Anlauf eine zahlreiche ft. CS.-Verbindung zu „stabilieren ,vie einem rvcher von brvllee." Bei der tatkräftigen Unterstützung, die die neue Verbindung durch die Vereinigung Franksurter ft. CS.-er smden wird, inus; das gelingen, lvenn eine Anzahl Nichtiger ft. C5.-er sich zur Verfügung stellen. Zehn müssen eS allerdings mindestens fein und zwar ^eute, die tunlichst nicht blvS eilt Semester, svlidern mehrere Semester in Frankfurt studieren wollen, damit die nette Verbindung nicht voitt ersten Tage an tiuter ständigen» Personaltvechsel zu leiden hat. C5s ist nicht ausgeschlossen, das; »vir noch in diesem Semester die Verbindung anmelden. Aus alle Fälle aber müssen »vir so rasch als möglich tviffcn, welche K. C5. er ihre Kraft an die Reugründung einer Arbeitsstätte für unsere Bestrebungen in Frankfurt setzen wollen. Aus krasse Füchse in erheblicher Zahl ivird nicht zu rechnen sein, da nur in einem Teil von Süddeutschland im Herbst das Abiturientenexamen gctnacht wird. C5'S kommt deshalb daraus an, das; eine, wenn auch bescheidene Anzahl ziveiter und dritter Semester aus den Reihen der Aktivitas sich zur Verfügung stellt, selbstverständlich neben älteren und erfahreneren ftartellbrüdei-n. Also: „Freiwillige vor die Front!" Zhre Anmeldungen sind tunlichst bis Anfang August an den Unterfertigten zu richten. Alle an der (Gründung der Frankfurter ft. C5.» Verbindung Teilnehmeitden müssen bis 15. Oktober abends in Frankfurt erscheinen, da wir bei der ungeheuren Rührigkeit der „Konkurrenten" sonst leicht ins Hintertreffen kommen konntet». Von großer Wichtigkeit ist es auch, das; wir von allen .ftartellbrüdertt, insbesondere von den Vertrauensmännern darüber frühzeitigllnterrichtet werden, welche Studenten, auch ältere Semester, nach Frankfurt kommen, denn hier gilt es, jede,! brauchbaren jüdischen Studenten, soweit er nicht rettungslos den» B. F CS. oder dem ft. Z. B. verfallen oder schon anderweitig aktiv ist, an uns heranzuziehen, auch wen»» er älteres Semester ist. Wir benötigen die Untersttttztlng der ftartellbriider. vor allem auch die Angabe der Ankunftszeit aller fteilobjekte umsomehr, als die 'Beschaffung einer der nett angemeldeten Studenten mii der Onästur anscheinend direkt nnnröglich gen,acht iverden soll durch bestimmte Verfügungen, in deren Folge wir jetzt noch außer Stande sind, auch nur die in diesem Semester an der Akadenrie für Sozial- und .HandelS»vissenschasten inskribierten jüdischen Studenten sestzustellen. C§s scheint, als ob,nan die „Freie Studentenschaft", die in Frank snrt ohnedies auf günstigen» Bode»» sich befindet, dadlirch »»»»terstütze»» »volle. D a r»»m a n s g e \> a st t und jeden zukünftigen jüdischen Frank surter Studenten de»»» Unterfertigte»» »n i t g e t e i l t! Die Vereinigung Frankfurter ft. CS.-er wird selbstverständlich mit aller CSnergie hinter der i,e»»en Verbi»»dll»»g stehen, ihr die Arbeit erleichtern »n»d auch die materielle Christen; der netten Verbindung auf eine festere tftrnndlage stellen.