Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1914-06-01 · Heft 9 (1.6.1914) · p. Seite 207

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 9 (1.6.1914)
Date
1914-06-01
Page
Seite 207 (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2268830-2268874-2268884--1219-3522927
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

207 brauchte Motive, verbrauchte Problerne, Figuren ohne Blut und Leben; daß er Student und alter Korpsier, ist ohne jede Bedeutung für die von ihm entworfene Schilderung, der Name Studentenprinzetz für sie vollständig unmotiviert, da sie außer ihrem Verhältnis zu diesem blut- und farblosen Gesellen keinerlei Beziehungen zu ihrer studentischen Umwelt hat. Die Charaktere sind fast sämtlich verzeichnet, die Gedankerr unklar, phrasenhaft und schwülstig, der Stil beinahe unleserlich und die Komposition des ganzen anfängerhaft. Daß ich das Buch überhaupt in diesen Blättern bespreche, hat seinen Grund lediglich darin, vor der Lektüre zu warnen, falls der eine oder andere durch den Titel verleitet werden sollte, in ihm das hohe Lied auf die filia hospitales zu suchen. Und noch eins. Der Verfasser hat sich bemüßigt gesehen, da die Heldin seines Romans doch nun einmal eine „Studentenprinzeß" sein soll, auch einige studentische Szenen in sein Buch hineinzuflechten. Abgesehen davon, daß diesen Szenen völlig jene urwüchsige Frische fehlt, die gerade den hier zu schildernten - Vorgängen von Natur anhastet, ist das deutsche Korpsstndentenleben in ihnen in einer Verzerrung gezeichnet, die jeden objektiv denkenden Couleurstudenten zum Protest auffordern mutz. Dies um so mehr, als sich Kispert den Schein der Unparteilichkeit zu geben versucht, wenn er von zwei Korpsburschen behauptet, sie seien wirklich honorige Burschen, wie sie allen gegenteiligen Behauptungen zum Trotz Gott sei Dank auf unseren Universitäten noch häufig genug zu finden seien, und menn er weiter zwei Korpsbrüder des „Helden" .lebendige Beweise dafür nennt, „daß die Herren im S. C. doch im allgemeinen nicht die Aeh—Aeh sind, ivoführ man sie teils aus Unkenntnis halten, teils aus Neid und ähnlichen unlauteren Motiven gehalten haben möchte". Der Verfasser schildert uns diese Herren aber nicht in ihrer Eigenschaft als Korpsburschen, sondern, wo sie überhaupt hervortreten, lediglich in ihren höchst persönlichen Beziehungen. Wo hingegen der Bursche als solcher in Erscheinung tritt, da ist er entweder ein unvornehmer, ja niederträchtiger Zotenreißer oder intereffenlos und trottelhaft. So aber wird man dem deutschen Eouleurstudententum nicht gerecht, welchen Verband man auch unter die Lupe nehmen will. Wer keinen inneren, tieferen Blick hat für die noch Gott sei Dank vorhandene Poesie des deutschen Farbenstudenten, wer nicht weiß, daß auch heute noch die besten, begeisterungsfähigsten und vornehmsten Naturen sich die bunte Mütze aufs Haupt stülpen, und daß ein Zug ernsten Strebens nach Vertiefung des Geistes- und Gemütslebens durch unser Couleurstudententum geht, der soll sich nicht als Sachwalter desselben aufspielen, wenn wir nicht von ihm sagen sollen: Gott schütze uns vor unseren Freunden. M. F. Deutsche Korpszeitung (31. Jahrgang, Heft 1 und 2,. Berliner Korpshäuser.—Die Protokolle desH.K.SC.-B. — Burschen heraus! — Bismarcks hundertster Geburtstag und der Bismarckausschuß der deutschen Studentenschaft. — Wer ist der älteste lebende Korpsstudent'? — Heraus aus dem Turm! — Reformen? — Hie alleweg gut deutsch. Burschenschastliche Blätter (28. Jahrgang, Heft 3 und 4). Bor hundert Jahren in Tübingen. — Walpurgisnacht in Heidelberg (Gedicht). — Die Burschenschastertagung in Essen. — Die Wartburgwirtschaft im neuen Gewände. — Der Auswärtige. — Der Student auf der Leipziger Buchgewerbe-Ausstellung. — Caesar Fleischten. Fuchseneinzug in Jena (Gedicht). — Das Deutschtum im Ausland im Jahre 1912. — Der Geburtenrückgang im deutschen Reich und seine Ursachen. - Kritische Fragen der heutigen Kolonialpolitik. — Burschenschaftlicher Liederhort. — Zur Auswärtigenfrage. — Der Auswärtige. — Die Deutsche Burschenschaft und die Deutsch-Akademischen Olympien. — Der Wert der Verbindungen. - Ludwig Schemanns Schriften überGobineau. Deutscher Burschenschafter <24. Jahrgang, Heft 2). Dre 1. Hauptversammlung des „Rüdesheimer Altherrenbundes". — Burschenschasterlisten. — Akademische Arbeiter-Unterrichtskurse. — Innerer Ausbau. — Die Anfänge nationalen Denkens in Oesterreich und die Zukunftsaussichten alldeutscher Bewegung. — Verbindungsstudent oder Freistndent. — „Persönlichkeit" und Frauenart. — Akademische Turnzeitung (Heft 3 und 4). Die Beteiligung an der Bismarckfeier. — Das Bismarckjahr. — Bismarckfeier der deutschen Studentenschaft 1915. — Universitätsturnlehrer A. Eulerl. - Der Berliner Hochschul-Spiel- und Sportplatz. — Die Alkoholfraae. — Aus der Berliner Studentenschaft. — Die Benetianische Nacht. - Bannerspruch. Unsere westlichen Nachbarn. — Eine Feststellung zur Alkoholftage. — Fußball. — Vom akademischen Turnen und Sport in der Schweiz. — Die Einigungsbewegung im deutschen Waffenstudententum. — Zur Duellfrage. A. D. B.-Zeitschrift (X. Jahrgang, Nummer 4 und 5). Die literarischen Kämpfe um das Posener Hochschulproblem. — Philosophie der Technik. — Ausländische Universitätsstudenten in Deutschland. Auf nach Frankenhausen! — Die literarischen Kämpfe um das Posener Hochfchulproblem. Akademische Blätter (29. Jahrgang, Nr. 3 und 4). Wir und die Zukunft. — Oberschlesien — der gefährdetste Außenposten Preußen-Deutschlands. — Die Ulsterftage. — Rudolf Hans Bartsch, ein deutsch-österreichischer Dichter. — Eme deutsche Studentenbühne. — Fünfundzwanzig Jahre „Südmark". — Siedlungsheime. — Die evangelisch-soziale Schule zu Bethel bei Bielefeld. — Heinrich Schaar. Deutsche Hochschule (4. Jahrgang, Heft 8». Der Student und das Rauchen. — Die Tagespreise. — Der übermäßige Zudrang zum Studium der Medizin. — Verband der akademischen Arbeiterunterrichtskurse Deutschlands. — Landarbeit von Studenten, Zchlutz der Redaktion für Nr. \0. Für studentische Nachrichten. . . 18. Juni 1914. Für den Anzeigenteil ..25. Juni 1914. Aufsätze allgemeinen Inhalts werden jederzeit entgegengenommen und kommen möglichst in der nächsten Nummer zum Abdruck. Verleger und verantwortlicher Redakteur: Rechtsanwalt Karl Löw enstein II, Aachen, Augustastr. 2, Ecke Wilhelmstr. Druck: Aachener Verlags- und Druckerei-Ges. Kaffenverwaltung: Referendar Ö. F Herrmanns, Cöln, Roonstr. 11. Postscheckkonto Cöln 16428.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.