KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1913-1914
- Issue
- Heft 7 (1.4.1914)
- Date
- 1914-04-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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Händen sein, wenn die Verbandsbrüder bedenken würden, daß der Kcilsuchs zum Studieren auch wieder in die Heirnatüprovinz zurückkchrt. Aber auch da siebt man sich ost getäuscht, denn gerade die Kartellverbindungen im Westen, die immer die größte Zahl von Aktiven haben, sind in dieser Beziehung zu partikularistisch und wisien ihre Aktivität nur allzu gut an den Ort der eigenen Verbindung zu feffeln. Wenn nun ein gewisser Stolz auf die eigene Verbindung und ihre Tradition sicherlich nicht zu verachten ist und hoffentlich auch immer erhalten bleiben wird, so kann in Keilsragen nicht oft und eindringlich genug das Interesse für den ganzen K. C. vor Augen geführt werden. Und ich glaube, wenn die westlichen Kartell- Verbindungen ihre große AktivitaS dadurch verringern würden, dah sie den an Aktiven kleinen östlichen .sV. E.- Berbindungen öfters einmal mehrere Verbandsbrüder schicken, so würde dieser Ausgleich an der Zahl der Aktiven auch einen allgemeinen Ausgleich bezüglich der Keilfrage im K. (E. zur Folge haben. Nachwort. Die vorstehenden Ausführungen verdienen größte Beachtung. Die Stärke unseres Verbandes kann nicht in genügender Weife ausgenuyt werden, solange rvir es nicht verstehen, unsere Mitglieder den jeweiligen Bedürsniffen entsprechend aus die Hochschulen zu verteilen. Es nt ein großer Nachteil, daß der größte Teil unserer Aktiven in den »venigcn süddeutschen Universitäten angehäuft sind, während unsere in Ostdeutschland befindlichen Verbindungen sowie Bonn stets Mangel a»t Aktiven haben. Die Scheu unserer lvcstdentschelt Studenten, nach dem Osten zu gehen, beruht zntn gißten Teil aus Vorurteilen. Das Studium in manchen Hochschulen ist bei den jüdischen Studenten geradezu Modcsache geworden Und doch würden ein oder zwei Semester in einer Stadt Ostdeutschlands den meisten tveftdeutschen Studenten unendlichviel N eueSbie re n; und ihnen den Blick erweitern für die ganz anders : gearteten Verhältnisse in unseren östlichen Provinzen und! auch unter der dortigen Iudenheit. Noch berechtigter sind die Vorwürfe gegen beit ' Partikulari Sm n s beim Keilen Zn einigen Verbindungen, insbesondere in Aiünchen ultd im Sommer . in Freiburg, ist cs heute fast unmöglich, das über- > große Material der Keilfüchse zu bearbeiten und! unsere jungen Aktiven in zweckmäßiger Weise zu ' erziehen. Deshalb sollte man, >vo es eben möglich! ist, die Muli in K. C.-Städte dirigieren, in denen! iveniger Material vorhandelt ist und wo jeder KeilsuchS doppelten Wert hat. Wir müffen von jedem K. E.er erwarten, daß er sich nicht im engherzigen PartikulariSmuS darauf beschränkt, für seilte eigene Verbindung zu Feilen, sondern daß er unsere Idee vvranstellt und in erster Linie sich bemüht, für den K.E. zu keilen und einen sichern Ä. C.-Fnchsen dorthin zll dirigieren, wo Mangel an K. C.crlr herrscht. Die ill jedem Semester wiederholten Klagen der einzelnen Verbindungen über Mangel an Leuten iveisen alle Verbandsbrüder darauf hin, ivo Unterstühung not nu. Selbstverständlich müssen wir aber von jedem, der bereits aktiv ist, so viel Opfersreudigkeit erwanen. daß, wenn nicht schwerwiegende Gründe dagegensprechen. er sich zur Unterstützung einer schwachen Verbindung zur Versngung stellt. Die Zeilen si>ld erlist; nur tveitn jeder einzelne seilte galize Persönlichkeit iür ltttset'e Sache einsegl, werden wir llnier Ziel erreichen können. Karl Löwensrei»» oo 4) c r b n tt ö s - © a ilj eich teil.;1 QP l| -’.OrS ljD Landes verbau i Westfalischer K.Cer. Am 4. April 1014, v h. s. t, findet in Duisburg im oberen Snnle der städtischen Tonhalle die Kerienkneipn statt. Alle Verbamlsbrüder werden gebeten, Hanu und Mütze mitzubringen. Fribanrla-KSnlgaberg. In letzter Stunde richten wir noch einmal au all« Verkand*brüder, die im Somtucrseniesler eine andere Untrersitit beziehen wollen, die Bitte, hierher zu kommen. Das Sommeraeme»ter versprlrht inaoferu »ehr erfreulich zu werden, ai» der größte Teil unterer Inaktiven wieder nach KAnigabcr* zurückkehrt und die Keilau»- »ichten günstig sind. Unter» Beziehungen zur Philisterschaft »Ind die deokber betten, wir finden hei Ihr große moralische und tatkräftige Unterstützung. Bei der Studentenschaft erfreut »ich die „Fnburgia“ eine» ungeteilt guter Kufe», und wir würden noch erheblich besser da* »leben, wenn wir endlich in der Lage wiren, Couleur »ufznsetzen. Unter diesen Umständen ist es um »o bedauerlicher, daß wir vom Verband nicht In der Weise unterstützt werden, wie ee eine jnnge Verbindung wobi verlangen kann. Während der Ik J. 0. jfdea Semester zahlreiche Junge V. J. Ster hierher schickt, um uns den Boden ahzugrabeo, während er infolge Ueberechutse« an keiltfichdgeo Leuten hier noch immer erhebliche Heilerfolge zu verzeichnen hat, kommt »eit nunmehr drei Semestern kein einziger K.OLer aus einer Kartellkorporation zu uns. Es wäre traurig, wenn Im K.CL nicht ebenso viel Disziplin herrschen sollte wie im B.J.CL, wenn von den ca. IhO Aktiven, die augenblicklich im Verlunnle sind, nicht -tt im Sonuuer* -emeeter hierher kamen. Hi» jetzt liat sich kein einziger •gemeldet. Weil wir wegen ljcutemsngels nicht genügend k*ilen können und besonder* w*il wir keine ('ouleur mifselten können, wenn wir nicht ca. 1*2 Aktive haben, gelten dem K. C. hier leider vie'v brauchbare Keilfüchse verloren. Wir könnten mit I<eichtigkeit den V. J.St,, der uns noch viel zu schallen macht, in wenigen Semestern aus dem Felde schlagen, wenn wir jetzt vom 'Verband nur einigermaßen unterstützt würden. Wir erwarten mit Bestimmtheit, daß diese Mahnung nicht ungehört verhallt,und bemerken noch, daß es für niemand ein Opfer bedeutet, hierher zu kommen, da Studium und Yerbindungabetrieb hier ebenso angenehm wie an anderen Universitäten sind. Diejenigen Kbr. Kbr., die im Souuucr*emei»ter hierher* kommen, bitten wir, uu» umgehend davon in Kenntnis ru setzen. Der vorstohondo Aufruf der Friburgia* Königsberg wird vom Ueschftftsführonden Ausschuss aufs wärmste unterstützt. Ls ist eine unbedingte Notwendigkeit, dass alles geschieht, um gerade in den ersten Semestern unsere junge Königsborger Verbindung au starken und xu kräftigen. Die Aufgabe der Verbindung in einer Stadt, wo bisher der U.J.C. in der Jüdlsohon Studentenschaft die Herrschaft gehabt hat und wo auch anti« :i