Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1914-03-01 · Heft 6 (1.3.1914) · page 22

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 6 (1.3.1914)
Date
1914-03-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2268830-2268874-2268881--1141-3522846
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Verbands-Nachrichten. □Q □ID Thüringen. Im vergangenen Monat fochten wir zwei Schlägerpartien mit der A. D. B.-Burschenschaft Saxonia“ und paukten beide Male aus, das eine davon unberührt. Auch an dieser Stelle möchten wir noch einmal alle Kbr. Kbr. bitten, das nächste Semester in Breslau zu verbringen, wenn es ihnen irgend» wie möglich ist; denn die Aussichten auf Keilfüchse sind hier nicht sehr groß, so daß wir nur mit Unterstützung auswärtiger K. 6 er wieder eine starke Aktivitas haben können. Bavaria. Das wichtigste Verbindungsereignis in diesem Monat war, daß wir die Beziehungen mit den Berner Helveten abbrachen. Durch einen Irrtum des vorsemestrigen Fechtwartes war bei Verbesserung des Universitätskalenders die Helvetia als unser Paukverhältnis angegeben worden, obwohl ein direktes Paukverhältnis noch nicht abgeschlossen war. Als wir uns auf eine Anfrage der Helvetia dieserhalb entschuldigten, teilte uns die Helvetia mit, sie nähme unsere Entschuldigung an, doch müsse erst der betreffende Passus aus dem Universitätskalender geschwunden sein, bevor sie wieder Schlägerpauktage mit uns abhalte. Darauf antworteten wir, daß wir auch nach Streichung dieses Passus darauf verzichteten, mit den Helveten je wieder Schläger zu fechten. — Auf einer Säbel-ss-Partie führten wir ab. Die ehemaligen Füchse Kleeberg und Lion traten wieder in die Verbindung ein. Sprevia. Unsere Menaurerfolge waren außerordentlich günstig — Wir fochten siebenmal Schläger, wovon wir viermal abstachen und dreimal auspaukten: Säbel fochten wir viermal, zweimal ss und zweimal s, wovon wir zweimal unberührt abstachen und zweimal auapaukten. Unser i. a. B. Emil Warschauer aus Posen schied aus der Verbindung und damit aus dem K. C. aus. Das Sommersemester wird am 20. April mit einem Dämmerschoppen im Schultheis unter den Linden 6h.c.t, eröffnet. Abends 9 h. c. t. Convent auf der Kneipe. A. W. Licaria. Wir fochten Ende Januar und Februar 29 Schlägerpartien und zwei mal Säbel; wir haben also insgesamt in diesem Semester öf> Partien ausgetragen. Der Verruf mit der hiesigen A. D. B.-Burschenschaft ..Murcnmannia“ wurde aufgehoben. Kheno-Stlcsla. Auf dem letzten Pauktage in Darinstadt am 9. Februar, dem dritten in diesem Semester, überließen wir einer 1. K. V. „Viadrina“ und „Licaria*' je zwei Partien; wir selbst stellten fünf. Einmal stachen wir ab, zweimal wurden wir abgestochen, zweimal «u»pendierten wir und paukten sonst aus. Den 1. Kb. Kb. in Darmstadt und den Heidelbergern, bei denen wir nach dem Pauktag schöne Stunden verlebten, sei an dieser Stelle noch einmal herzlichst für die freundliche Aufnahme gedankt. (•hlbelllnla. Unser a B. Max Cohn (Sprev.) schied mit (ienehmiguog des B. C. aus der Verbindung aus. Mit der Helvetia-Basel fand ein Pauktag statt, auf dem wir einmal abaUchen, zweimal ubgeetochen wurden und viermal aus paukten. Einem lang gegebenst» Versprechen folgend, fahren wir in der letzten Setnesterwoche nach Bern, um dort noch mit der Helvetia-Bern einen Pauktag abzuhalten. TladrittA-Dannstadt, Im verflossenen Monat fochten wir Imal, und zwar zweimal Säbel a.a. verschärft, wobei wir unberührt auapaukten und das andere Mal abgr»iochen wurden. - - Eine 1. K. V. . Rheno-Bileeia* überließ uns in dankenswerter Weise auf ihrem hiesigen Pauktag zwei Schläger pari len, von dtneo wir eine anspaukten, bei der anderen abgeatochen wurden. Wir freuten uns, bei dieser Gelegenheit eine Anzahl unserer Bonner und Münchener Kartellbrüder hier begrüßen zu können. — Die Freie Studentenschaft, von deren bevorstehenden Auflösung wir bereits berichteten, ist nunmehr endgültig als freistudentische Organisation eingegangen. — Der Pankring aller auf schwere Waffen Genugtuung gebenden Verbindungen wurde gegründet und wird mit Anfang des nächsten Semesters in Kraft treten. — Inaktiviert wurde OffenheimeT. — Die F. C. setzt sich zusammen ans Cohn x, Kray x x, Kadden x X X. Geldsendungen sind zu richten an den K.-W. Edmund Aron, Landwehrstraße 24. Friburgla-Königsberg. Wir sahen uns Infolge verschiedener Unzuträglichkeiten mit unserem jetzigen Wirt genötigt, uns schon für das nächste Semester eine neue Wohnung zu suchen. Der letzte Konvent, der von fast allen ortsanwesenden Friburgen besucht war, beschloß nun, eine Wohnung im Hause äteindamm 72 zum 1. April zu mieten. — Der Verbindungsbetrieb ist sehr erfreulich. Wir haben auch bereits energisch die Keile begonnen und glauben schon jetzt, befriedigende Erfolge fürs nächste Semester zu erzielen. Wir haben die feste Absicht, im nächsten Semester bei einigermaßen starker Aktivitas Couleur aufzusetzen und hoffen, daß ein Zuzug von auswärtigen K.C.-Burschen es uns ermöglichen wird, unsern Plan durchzuführen. Wir bitten nochmals die Kb. Kb., die im Sommer hierher kommen wollen, uns bald ihre Adressen an zu geben. Die letzte Veranstaltung dieses Semesters ist ein Frühschoppen im Blutgericht am 3. März. Saxo-Bavaria. Ende Januar stieg eine Säbel-cum- Partie und «urde ausgepaukt. Fünf Partien harren noch der Austragung. Sehr unangenehm empfinden wir die Unmöglichkeit, Schlägerpartien aur Verabredung zu fechten oder solche von einer der 1. K V. K. V. überlassen zu bekommen, da diese selbst damit Schwierigkeiten haben. Eine sehr vage Hoffnung Ist cs vorläufig, hier ein Paukverhältnis abzuschließen, bei der durch und durch antisemitischen Stellungnahme der Mehrzahl der hiesigen freischlagenden Korporationen. Eine starke antisemitische Propaganda setzte unter der Leipziger Studentenschaft der Keichshammerbund ins Werk. Gegen die Form und Art dieses Kampfes erhob ein freistudentischer Führer Protest in einem Aufruf am Schwarzen Brett der Universität und eröffhete eine Protestliste gegen die unwürdig« Kampfweis« des Hammerbundes. Es erfolgte ein Gegenaufruf am Schwarzen Brett seiten« eine« „Hammer*'jünger» und Entfesselung de« unverhülltesten Antisemitismus ä la Fritsch in der offiziell genehmigten Liste. Wir werden über den Verlauf der Angelegenheit und den Erfolg unserer energischen Beschwerde noen berichten. 20. Stiftungsfest der Sprevia Im Oktober 1014- Die Vorbereitungen für das Fest sind bereits im Gange. Leider haben noch nicht all« Alton Herren dt« beschlossene Be partitionssumm« gezahlt, von der am 1. Februar schon di« zweite Bat« fällig geworden Ist. Wir bitten daher dringend, unverzüglich das Versäumte nachholen zu wollen. Am lb. März wird der Kassenwart die fälligen Beträge durch Post nach nah men von den ^äumlcen einziehen'. Das für das SUftuugsfeet eingerichtete Postscheckkonto» auf da« alle Zahlungen su leisten sind, trägt die Nummer 17300 (Postscheckamt Berlin NW. 7) und gsht auf den Namen von Gerichtsassesaor Dr. Fritz Bahmer. Wir erbitten recht betdlge Erledigung! I. A.: Dr. Bahmer.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.