KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1913-1914
- Issue
- Heft 6 (1.3.1914)
- Date
- 1914-03-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Interne Beilage der K. C.-BlStter Die hier veröffentlichten Mitteilungen gelten als Konventsgeheimnis. 1. Marz 1914. Prinzipielles zur Ueiiarbeit. Unter dieser Ueberschrift ist jüngst in der vertraulichen Zeitschrift des B. I. C. der Plan erörtert worden, unter allen Umständen gegen den K. C. zu keilen und Füchse, welche nicht für die zionistischen Verbände zu haben sind, für die Freistudentenschast oder für die paritätischen Verbindungen zu keilen, damit sie nur nicht im K. C. aktiv werden. Denn, so begründet der B. I. C. diese skrupellose Äampsesweise, „der Erfolg des Zionismus in Deutschland wird vielleicht überhaupt, sicherlich aber zu einem sehr erheblichen Teil davon abhängcu, ob es uns oder dem K. C. gelingen wird, den überwiegenden Teil des akademischen Nachwuchses zu gewinnen". Deshalb muffe man den Keilfuchs „in die freie Studentenschaft, in die paritätischen Verbindungen schicken, ihm aber unbedingt vom K. C. abraten". Einige Bedenken scheinen allerdings auch dem Verfaffer des Artikels gekommen zu sein. Er schreibt selbst: „Mancher Bundesbruder, dem ich dies sagte, stutzte. Diese Konsequenz erschien ihm als ein Verbrechen am Judentum. Ist der K. E. nicht doch bewußtes Judentum? Und seine Leute nicht stolz aus ihr Judentum? Suchen nicht die paritätischen Verbindungen ihr Judentum zu verbergen? Führen sie nicht zur Taufe?" Aber er hat seine Skrupel schnell beseitigt mit der Erwägung: „Für mich gib. es als bewußtes oder lebendige- Judentum nur den Zionismusjedenfalls in der Idee, die Politik mag zu Kompromiffen führen. Aber die Indifferenten stören uns nicht mehr, unsere Entwicklung wird durch sie nicht gehemmtdie Bekämpser des Antisemltl-mubekämpsen auch un-, noch im Untergeben bereiten sie un» Gefahr." ^Jeder neue St. C.-FuchS ist ein Hemmnis für den deutschen Zionismus, der Fuchs der paritätischen Verbindung stört unsere Arbeit nicht." Ihr seht jetzt, wie es steht: Der B. I. E. will den Vernichtungskampf gegen den K. C., koste es, was es wolle. Jedes Mittel ist ihm recht. Für Euch, K. C.-er, erwächst hieraus die heilige Pflicht, den Kampf, den man uns aufgezwungen hat, mit aller Energie und Enrschloffenheit durchzuführen. Es heißt jetzt, in unermüdlicher Arbeit alles dransetzen, die hinterhaltigen Plane unserer Gegner zunichte zu machen. Das Wichtigste, was ivir jetzt zu tun haben, ist die intensivste Keilarbeit. Noch kann vieles geschehen bis zum Semesterbeginn; aber unendlich viel ist auch noch zu tun. Denn kein Keilfuchs darf die Universität beziehen, dhne mit unseren Bestrebungen vertraut zu sein. Es muß unbedingt dafür gesorgt ,verde,t, daß jed-r Keilfuchs bei der Ankunft in der Universität von K.E.-ertt empfangen oder jedenfalls sofort von tf. E.-ern ausgesucht werden kann. Aus die . Keilarbeit während des Semesters dürfen lvir uns nicht verlaffen. Da» Wichtigste ist, daß jeder Keilfuchs gut vvrgekeilt in das Semester zieht. WaS not tut, ist sorgfältigste Keilarbeit. Weit» jeder von Euch mit Begeisterung mib Hingebung für den K. C., für unsere Ideale arbeitet, dattu werden uns Hinterlist und Lüge nichts anhaben können, dann kann uns der Sieg in denc gerechten Kampf nicht fehlen. Keiladressen. Die beigefügte Karte zur Angabe der KeUadreffen an die Redaktion dient lediglich als Aufforderung zur Zusendung der K. E.-Blätter und ersetzt nicht die Annoncierung der Kellsüchse an die Verbindungen. Unerläßlich ist'die Angabe, wie lange die K. E.'Blätter zugefandt werden sollen! i