Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1913-11-01 · Heft 2 (1.11.1913) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 2 (1.11.1913)
Date
1913-11-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2268830-2268874-2268877--0984-3522685
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Monatsschrift der im Kartell-Convent vereinigtenKorporationen R.L-Dlätler Tie Zeitschrift erscheint am 1. jedes Monats. Bezugspreis halbjährlich 2Mk. Einzelnummer 50 Pf. Bestellungen übernimmt der Verlag. Preis der I fach gespaltenen Zeile für Inserate 50 Pf. Bei größeren Aufträgen und Wiederholungen wird eine Ermäßigung bewilligt. Jnseratenannahme durch den Verlag. Die Verbindungen im K. C. stehen auf dem Boden deutschvaterländischer Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die im Bewußtsein, daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur- und Rechtsgemeinschaft mit dem deutschen Vaterland unlöslich verbundenen Volksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden einzutreten. Zu politischen und religiösen Sonderbcstrebungen innerhalb des Judentums, sofern sie der Tendenz von Absatz 1 nicht widerstreben, nehmen die Verbindungen im K.C. keine Stellung." Nr. 2, 1. November 1913. 4. Jahrgang. Nachdruck unserer Aufsätze, mit Ausnahme der durch einen besonderen Vermerk gegen Nachdruck geschützten, unter Quellenangabe gestattet. Dar moderne Palästina. Von Moritz de Jonge. Kennst Du das Land? — so betitelt und beginnt im Stile des weltbekannten Mignon- Liedes aus „Wilhelm Meister" der bekannte Kölner Pastor Ludwig Schneller sein von tiefster Liebe zum heiligen Lande eingegebenes und durchtränktes Buch, welches „Bilder aus dem gelobten Lande" zeichnet! „Das Land" schlechthin nennt er es auf dem Titelblatt und im ersten Satze! „Das Land" pur excellence ist Palästina für alle, die auf dem Boden der biblischen Weltanschauung stehen — das Land ihrer Liebe, das Land ihrer religiösen Sehnsucht! Allein auch die, die dem Lande mit religiöser Indifferenz gegenüberstchen, müssen ihm aus allgemein weltlichen Gründen ein vertieftes und verstärktes geographisches Interesse entgegenbringen. Ist es ihnen auch nicht das „heilige" Land, ist es ihnen auch als das retigionsgeschichtliche Zentralland der Menschheit mehr oder weniger gleichgültig, so müssen dennoch auch sie es als eines der Zentralländer der Kulturgeschichte anerkennen! Und gerade heute, wo das Interesse für den kulturellen Aufschwung des Orients immer tiefere Wurzeln schlägt und immer weitere Kreise zieht, (man denke "nur an die ausgedehnte europäische Kulturarbeit in Aegypten, an die Bagdadbahn) heute wird jeder Gebildete ein erhöhtes Bedürfnis der Orientierung auch über Palästina empfinden. Denn auch rein kulturgeographisch ist es einZentralland! Es bildet den Treffpunkt, die Brücke zwischen den drei alten Erdteilen Europa, Asien und Afrika! Wer allerdings nach dem Vorgang des großen Geographen Karl Ritter auch auf geographischem Gebiet teleologisch (zwecksuchend, zweckooraussetzend) denkt, d. h. bei der Gestaltung der Erdoberfläche, der Formation der Erdteile, das Walten oer göttlichen Vorsehung zu erkennen sucht und die Formation und Lagerung der Erdteile und Länder nicht auf blinde Naturgewalten zurückführt, sondern auf einen Plan Gottes, der sie zu bestimmten Zwecken für besttmmte Völker vorbestimmte, der wird von dem üefen inneren Zusammenhang zwischen dieser kulturgeographischen Zentralstellung 'und der religionsgeschichtlichen Zentralstellung Palästtnas fest überzeugt fein! Ich kann nun im Rahmen eines einzigen Aufsatzes nicht die ganze Geographie Palästinas auch nur in Umriffen darstellen. Ich muß mich auf denjenigen Teil beschränken, der wohl in erster Linie Gegenstand allseitigen Interesses sein dürfte: das ist nicht das Land selbst im eigentlichen Sinne, sondern das Leben im Lande, also die Kulturgeographie im engeren Sinne. Die physische Geographie werde ich nur ganz kurz einleitend skizzieren und dann in drei Teilen das Leben der Leute im Lande schildern: erstens: das politisch-soziale Lebens zweitens: das wirtschaftliche Leben) drittens: das geistige Leben. Zunächst seien also nur einleitend die allernötigsten Angaben zur physischen Geographie gemacht, wobei ich Geologie und andere ähnliche,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.