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KC-Blätter · 1913-10-01 · Heft 1 (1.10.1913) · page 23

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Journal
KC-Blätter
Volume
1913-1914
Issue
Heft 1 (1.10.1913)
Date
1913-10-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Der Pommersche Landesverband stand wieder einmal vor der Frage, eine Verbandskneipe zu arrangieren, bei wächer bisher jedesmal ganz unglaublich gute Keilerfolge erzielt worden sind. So waren allein zu Beginn des verflossenen Semesters süns Leute auf Grund der hiesigen Keilarbeit aktiv geworden. Die Kosten solcher Kneipen waren jedesmal enorm hoch und versprachen diesmal noch hedeutend höher zu werden, weil mit einem erheblich angewachsenen Jnteresienkreis und einer dementsprechenden Beteiligung zu rechnen war. Das Bernwgen des Verbandes bestand aber lediglich in Schulden gegenüber einem alten Herrn, der in liebenswürdiger Weise die Kosten der vorjährigen Kneipe vorgestreckt hatte. Deshalb wurde der Gedanke angeregt, den Geschästssührenden Ausschuß mit der Bitte um eine geringe einmalige Subvention anzugehen, unr die neu entstehenden Kosten besser decken zu können. Darauf ist aber eine Absage ersolgt mit der Begründung, daß nicht einmal Mittel vorhanden seien, einer Korporation die Anschaffung eigener Waffen zu ermöglichen. Die hervorragende Tätigkeit des LandÄverbandes wurde indeffen lobend anerkannt. Indeffcn, hier handelt cs sich gar nicht um die Beurteilung deS ablehnenden Beschlusses; viel wichtiger ist die Frage, was ein Landesverband gegenüber einer solchen Stellungnahme des G. A. tun soll. Die konsequenteste Antwort ist die, Keilkneipen in größerem Umsange künftig 5u unterlassen. DaS hat aber die Lockerung des Zusammenhanges zwischen den einzelnen Gruppen zur Folge und sührt notgedrungen zur Auflösung des ganzen Landesverbandes. Andernfalls bleibt nur die eine Möglichkeit übrig, daß die Verbandsmitglieder alle Kosten allein übernehmen. Wie aber, wenn sich hierzu nicht alle bereit finden, und namentlich von den Aktiven, die in den Ferien, in die doch regelmäßig die Keilveranstaltung fällt, keinen Wechsel beziehen, wird man das gar nicht verlangen können. Die Frage der Zrvangsmitgliedschast in Landesverbänden wird nur aktuell in den Fällen, in denen von den Mitgliedern finanzielle Opfer gefordert werden. Dem Landesverband steht an sich kein Mittel zur Verfügung, einen K. C.er zum Beitritt zu zwingen, denn man hat als Bursch nur aus seine Verbindung und den K. C. geschworen, auf weiter aber nichts. Verlangt ein Landesverband lediglich eine ideale Mitarbeit für den K. C., dann mag die Ansicht noch gerechtfertigt sein, daß, wer dann nicht mittut, wegen allgemeiner Interesselosigkeit vor einen Ehrcnrat gehört. Es kann aber Niemand zugemutet werden, daß er außer den erheblichen Beiträgen, die er daS ganze Jahr hindurch an den K. E. zahlt, noch ebensolche Anstveuduugen macht zur Unterhaltung eines Landesverbandes. Unter den Verhandlungen des kommenden K. (5.-Tages muß auch dieser Frage die gebührende Würdigung zu Teil werden. Vorläufig sollte nur ihre Ventilierung hiermit angeregt werden. Sewald Iaffö. Verbands-Nachrichten. Thurlngla. DaS wichtigste Ereignis in den Ferien brachte uns wohl der Alte Herren-Lon» vent, der anläßlich deS Deutschen AnwaltStages, der in BrcSlau tagte, unter Beteiligung von Kartellbriidern und Inaktiven zusammentrat. Gegenstand der Beratung war die ilverauS mißliche Lage der Verbindung, die sich in einem ständigen Abnehmen der AktivitaS bemerkbar ge» macht i^ute. DaS nächste Semester eröffnen wir mit zwe aktiven Burschen. DaS Resultat des Eonvent), der von A.H. Krombach geleitet wurd *, bestand in den folgenden Resolutionen: ES wird der Verbindung und dem E. E. des nächsten Semesters A.H. Gerstel beiaegeben, der in allen Fragen nm Rat ersucht werden ttitd besonderenergisch die Keilarbeit unterstützen soll. ES soll iämtlichen VertralienSmännern des Zentralvereins in der Provinz Schlesien Mitteilung zugehen, daß in BreSlau eine K. E.-Ver» bindttng besteht, deren Bestrebungen im stndentischen Leben denen deS Zentralvereins eonform laufen, daß diese Verbindung infolge mißlicher llmstände in Gefahr geraten ist einer Suspension entgegenzugehen nnd daß deshalb eine Unterstützung bezüglich des AnwerbenS von Nachwuchs erbeten wird. Durch Vermittlung des Geschästssührenden Ausschusses sollen nach Möglichkeit Aktive von Kartellverbindungen nach Breslau beurlatlbt werden, um dort wieder einen Verbindungsbetrieb auf sicherer Basis und eine geregelte Keilarbeit herbeisühren. Im Verlause der Beratung wurden die Fragen nach den Gründen des ZnrückgehenS der Verbindung nach allen Seiten ventiliert; dabei »v»»rde auch die Frage einer eventuellen Suspension der Verbindttng ansaeworsen, aber fast d»»rchgehend in verneinendem Sinne beantwortet. Es »vurde die Hvffntlng ausgesprochen, ein engeres Zttsamtttengehen der alten Biadrina »»nd Lhnringia z»t er-

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