KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1913-1914
- Issue
- Heft 1 (1.10.1913)
- Date
- 1913-10-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 Privätdozent Dr. Th. Cohn, hielt eine sehr eindrucksvolle Rede. Erfreulicherweise hatten wir auch schon eine Aktivmeldung zu verzeichnen und zwar Herr stull. iur. <»t cam. Letz für unsere l. K. V. „Licaria". Die Aussichten für weitere Krasse sind sehr günstig. Auf einem Kommers des pommerschen Landesverbandes chargierten wir durch unseren l. a. H. Referendar Beermann, dem wir an dieser Stelle unfern besonderen Dank hierfür aussprechen. Ghibellinia. „Das Wintersemester wird nicht, wie irrtümlicherweise mitgeteilt wurde, am 15. Oktober, sondern am 16. Oktober mit einem Dämmerschoppen im Cafs Kopf 6 h. c. t. eröffnet. Wir möchten an dieser Stelle nochmals alle Bbr. Bbr. bitten, sich in möchlichst grosser Anzahl bei der Einweihungsfeier des Völkerschlachtendenkmales zu beteiligen. Landesverband Pommerscher K. C.er. Der vor einem Jahre ins Leben getretene Verband beging ain 31. August und 1. September sein erstes Stiftungsfest. Bei Gelegenheit des Begrützungsabends am 30. August im „Europäischen Hof" konnten wir zu unserer Freude bereits die zahlreiche Beteiligung pommerscher sowie auch anderer auswärtiger K.C.er feststellen. Der 1. Tag vereinte die Teilnehmer — zu denen sich eine Anzahl Gäste, insbesondere fast sämtliche Stettiner K. C.-Damen gesellte — zu einer Dampferfahrt nach dem nahen Ostseestrande. In Swinemünde wurde Station gemacht und auch das gemeinsame Mittagsmahl eingenommen, das alle in vorzüglicher . Stimmung beisammenhielt. Am Spätnachmittag wurde die Rückfahrt nach Stettin angetreten. Die Fest- und Keilkneipe, der Hauptpunkt des Programms, fand am 1. September im Saale der Schillerloge unter zahlreicher Beteiligung der Stettiner Philisterschaft stattdie K. C.-Damen waren als Zuschauerinnen erschienen. Dem uns entgegengebrachten wachsendenJnteressewardurch Vergrötzerung des äutzeren Rahmens Rechnung getragenes chargierten acht Ver- . bindungen in Wichs. Dies, im Zusammenhang mit dem farbenprächtigen Bild der zahlreichen K. C.-Couleuren, rief bei den Anwesenden sichtlich einen tiefen Eindruck hervor. Dasselbe kann von dem überaus würdigen, harmonischen und anregenden Verlauf der Kneipe gesagt werden. Dazu trug nicht zuletzt die ausgezeichnete Lettung von vr. Jaff6 (Lic.) bei, der Schneid und Humor in rechter Weise zu vereinen wusste. vr. Glaser (Sprev.) fesselte durch seine durchdachte und formvollendete Tendenzrede das Interesse der Zuhörer und gab unseren Bestrebungen in klarer Weise Ausdruck. Nachdem die Vertreter der K. C.-Verbindungen deren Grütze überbracht hatten, versicherten die Vertreter der Loge U.O.B.V., des Zentralvereins, der Synagogengemeinde, des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur und des Jugendbundes unserem Verband ihre Sympathien. Alle Reden taten dar, dass unsere Aufklärungsarbeit der letzten Jahre nicht vergebens gewesen ist und dass die massgebenden Kreise der Philisterschaft den Wert unserer Bestrebungen würdigen und an ihnen tätigen Anteil nehmen. — Der weitere offizielle Teil sowie die Fidulität verlief in feuchtfröhlichster Stimmung und vereinte die Teilnehmer bis zu später Nachtstunde in urwüchsigem studentischen Frohsinn. Am nächsten Vormittag tagte der Landesconvent in den reservierten Räumen des Parkhauses. Im Anschluss hieran fand das Sttftungsfest mit einem Früh- Rt, an dem sich auch mehrere Keilfüchse beteiligten, de. Auf den gelungenen Verlauf des Festes kann der junge Landesverband mit Stolz zurückblicken, zumal die Mitgliederzahl im Verhältnis zu den anderen Landesverbänden äusserst gering ist und demzufolge die an den einzelnen in jeder Hinsicht gestellten Anforderungen sehr grosse sind. Das früher so vernachlässigte Pommern gewinnt Dank unserer Tättgkeit für den K.C. immer grössere Bedeutung. Die einzelnen Verbindungen werden das am besten zu würdigen wissen' und haben dies auch teilweise dadurch zum Ausdruck gebracht, dass sie besondere Vertreter entsandt haben. Ihnen, sowie den auswärtigen Kb. Kb., die uns in so aufopfernder Weise unterstützt haben, sei - unser bester Dank ausgesprochen. Dr. K. Crefeld. Am 17. September fanden sich hier die K. C.er von Crefeld und M.-Gladoach zusammen, um eine Ortsgruppe zu zünden. Der Hauptzweck der Crefelder Ortsgruppe, die an und für sich noch zu klein ist, um schon regelmässige K. C.-Abende abzuhalten, soll die Verbreitung unserer Tendenz am Mederrhein fein, die in den kleinen Städten an der Grenze noch sehr im argen liegt. Die Ortsgruppe kann aber nur dann ihren Zweck erfüllen, wenn sich alle K.C.er des Niederrheins ihr anschliessen. In den Ferien sotten regelmässige Zusammenkünfte nicht nur in Crefeld, sondern auch in den anderen Plätzen unserer Gegend z. B. M.-Gladbach stattfinden- und wir hoffen auch gelegenllich durch eine grössere Veranstaltung weitere Kreise des Bezirks für unsere Idee interessieren zu können. Leiter der Ortsgruppe ist R.-A. vr. Reiß (Rh.-S.), Crefeld, Dreikönigenstratze 45. Das Universitätsstudium in Deutschland im Sommer 1913. Die Zahl der an den Universitäten des Reiches eingeschriebenen Studierenden, die seit 1896 so gewaltig gewachsen ist, dass seitdem eine Verdoppelung eintrat, ist auch in diesem Sommer weiter in die Höhe gegangen und beläuft sich nun auf «0 346. Gegenüber dem Vorjahre beträgt die Steigerung 786 und im Vergleiche mit dem Sommerhalbjahr 1903 mit 36300 Studierenden rund 34000während der letzten 10 Jahre ist die Steigerung so gross wie der Gesamtbesuch der deutschen Universitäten vor 30 Jahren! Die letzte Jahreszunahme ist ettvas geringer als die der Vorjahre, so dass anzunehmen ist, dass der Höhepunkt des Zudranges überschritten ist, was bei der Ueberfüllung vieler gelehrten Berufe jetzt allgemein als wünschenswert bezeichnet wird. Zählt man der Studentenziffer noch die sogen. „Hörer" dieses Semesters hinzu, nämlich 3079 Männer und 1037 Frauen, so ergibt sich, dass zurzeit 64462 Personen am deutschen Universitätsunterricht teilnehmen. Von denStudierenden sind 56 910 männlichen und 3436 weiblichen Geschlechts, gegen 56 602 und 2958 im Vorjahre. Was die neueste Entwickelung des Besuches der einzelnen Fakultäten und Studienfächer betrifft, so ist die jüngste Zunahme zu einem wesentlichen Teil zwar einem Studienzweig zugeflossen, bei dem wirklich ein Bedürfnis nach einem Zuzug weiterer Kräfte besteht, nämlich der evangelischen Theologie, der sich jetzt 3882 Studierende widmen, gegen 3338 int Vorjahreaber überwiegend entfällt der Zuwachs auf das Medizinstudium, dem die akademische Jugend nun schon