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KC-Blätter · 1912-06-01 · Heft 9 (1.6.1912) · p. Seite 183

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 9 (1.6.1912)
Date
1912-06-01
Page
Seite 183 (sequence 19)
Language
German
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183 Zur Pflege ba* Tendenz und zur Einführung der Füxe in dieselbe hat unser l. A. H. Dr. Erich Marx in liebenswürdiger Weise zwei Vorträge gehalten, für die wir ihm an dieser Stelle nochmals herzlichst danken. Der erste behandelte: Die Entstehung. Entwicklung und Bedeutung des K. E. Das zweite Thema lautete: Die Geschichte des modernen Antisemitismus. An beide Vorträge schloß sich eine rege Diskussion an. Zum ersten Rial machten in diesem Jahre unsere Chargierten Antrittsbesuch beim Rektor, der sie persönlich zu einer längeren Unterredung empfing. Ferner beteiligten sie sich in Vollwichs beim Begräbnis des Geheimen Negierungsrat Prof. Dr. Edmund Straßburger. H. L. L'previa. Wie gewöhnlich im Sommersemester ist unsere Corona verhältnismäßig klein. Umso enger ist der Zusammenhang unter den Bundesbrüdern, die sich außerdem alle schon von früheren Semestern her kennen. Strammer Fechtbetrieb, gemütliche Kneipen, ungezwungene Bierabende ohne Couleur tragen das ihrige dazu bei. das Zusammengehörigkeitsgefühl zu fördern. Jeden zweiten Sonntag veranstalten wir vormittags einen Coulentbummel „Unter den Linden" mit anschließendem Frühschoppen im Schultheiß. Mittwochs und Sonnabends vormittags rnn U ii. c. t. versammeln wir uns im Vorraum der Universität. Außerdem beteiligen »vir uns offiziell an den vom A. H. .B. Sprevia veranstalteten K. C.-Abenden. Am 11. Mai fand unsere Antrittskneipe, diesmal in unseren eigenen Räumen statt, auf der A. H. Dr. Rosenow die Tendeuzrcde hielt. Der Tendenzunlerricht. an dem auch die Burschen teilnehmen, ist in dankenswerter Weise von unserin A. H. Dr. Josef Hirsch übernommen worden. Am Anfang des Semesters veranstalteten wir zu Ehren unseres verstorbenen K B. Dr. Weinberg eine Trauerkneipe, auf dem unser l. K. B. Dr. mcd. Ludwig F. Mev.'r in schlichten, ergreifenden Worten den Charakter und die Treue des leider so früh verstorbenen Kampfgenossen pries. Wir trugen 14 Tage Halbtrauer. Dem A. H. B. sind wir zu Dank verpflichtet für seinen Beschluß, in der Wohnung der Verbindung einen Fernsprechanschlnß anlegen zu lassen, dessen stummer im nächsten Hef: bekannt gegeben werden wird. M. C. öhuringia. Die Verbindung zählt 10 Aktive, 6 Brrrschen und 4 Faxe. Unser l. a. B. Siegfried Goldschmidt mußte aus Gesundheitsrücksichten anstreteu. Der B. C. bewilligte ihm den ehrenvollen Austritt. Die offiziellen. Gelegenheiten werden von den anwesenden K. B. K. B.. i. a. B., i. a. B. und A. H. A. H. recht zahlreich besucht. Wir schwimmen 2 mal, turnen 1 mal in der Woche und haben außerdem 1 mal wöchentlich Turnspiele. Am 30. April veranstalteten wir eine in allen Teilen glänzend itnb recht fröhlich verlaufene Maifeier. Zum l. Male seit Bestehen der Verbindung sah man die violette Couleur, gemischt mit den übrigen Couleuren des Verbandes, auf Leiterwagen durch die Straßen Breslaus fahren. Es ging nach Hanlieb, wo der Mai feierlich und seucht-fröhlich begrüßt wurde. Am Himmelfahitstage unterlrahmen wir trotz drohenden Regens den alljährlich üblichen Ausflug nach der Kynsburg. Rach mehrstündigem. sehr fröhlich verlaufenent Aufenthalte in Bad Charlottenbrunn fuhren wir nach der Burg, wo mir uns an einer Bowle von beu Anstrengungen des TageS erquiekten. Anfang Mai hielt Herr Dr. Lewin in mtferer Mitte den Vortrag: „Was heißt und zu welchen: Ende studiert man jüdische Geschichte"? Am 13. Mai wurde i. a. B. Landsberger philistriert. G. Miadrina-Darmstadt. Mi: Beginn dieses Semesters, das wir mit offiziellem Portal am 17. April erösfneten, Übernahme:: wir das Präsidium i m K. C., leider mit einer sehr schwachen - Aktivitas. Allein der gewohnte Eifer unserer i. o. B. i. a. B., die sich immer noch am Derbindungsleben beteiligen, läßt uns noch weiter hoffen. Wir veranstalteten an: 4. Mai eine Vortrags- . kneipe, bei der unser l. K. B. l >r. Baruch-Frankfnrl a. M. einen Vortrag hielt über: „Das jüdische Recht". Wir sagen ihm auch an dieser Stelle für seine Bereitwilligkett unseren besten Dank. Unsere Antrittskneipe an: 18. Mai nahm einen schönen Verlauf, zumal unter anderen zahlreiche K. B. K. B. aus Heidelberg. Bonn und München daran teilnah:nen. 'Bon auswärtigen Bb. Bb. konnten wir Si:non und Stamm zn unserer großen Freuds bei uns begrüßen. Von sonstigen Veranstaltungen, an denen wir teilnahmen, ist vor allen: der Ausflug der Frankfurter K. C.er in die Bergstraße zu erwähnen. Von seiner Wahl in den Vorstand des Verbandes Deutscher Diplomingenieure setzte uns unser l. A. H- Remak in Kenntnis. - H. R. A. H.Aöend Merlin. Wie im vergangenen Jahre fordert der A. H. B. Spcevia auch diesmal alle in Berlin und Umgebung wohnenden K. C.er auf. sich zu einem geinütlichen Bowlenabend in Hundekehle zu treffen. 'Alle K. C.er mit ihren Damen werden sich erinnern, wie gemütlich und fidel der Abend in Vorjahre verlief. Man saß in: Freien angesichts des waldumstandenen Hundekehlensees, um dann, als es kühler zu werden begann, sich in den für den K. C. reservierten Saal zu begeben. Während hier von kunstverständigen K. C.ern die würzige Bowle bereitet wurde, setzten sich alte und junge Semester in bunter Reihe an die Tische, und bald herrschte die gemütlichste Stimmung. Hoffen wir, daß es

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