KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Heft 9 (1.6.1912)
- Date
- 1912-06-01
- Page
- Seite 182 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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182 Gleichbercchtigungsbestrebnngen der Juden zu würdigen. Zumal hier in Heidelberg sei in dieser Beziehung schon viel erreicht worden und gerade hier werde die Begeisterung, die für uusern Kampf so unentbehrlich ist, nie erlöschen. Als zweiter in der Reihe der Redner folgte der Vorsitzende des A. H. B. „Badenia" 1)r. Mainzer. Er stellte eitlen Vergleich her zwischen den Verhältnissen zu seiner Zeit und den heutigen und wies besonders auf die Wichtigkeit der Betonung unsres deutschnationalen Standpunktes hin. Mit einem urkräftigen Salamander auf bcu K. E.-Gedanken schloß die von jugendlicher Begeisterung getragene Rede. A. H. L)r. Kandcr. der nächste Redner, errnahnte vor allem die Faxe, standzuhalten allen Angriffen unsrer antisemitischen Gegner, die uns in der verschiedensten Form begegnen, vr. Pinkus überbrachte die Glückwünsche der Heidelberger Philisterschaft und betonte noch einmal die guten Beziehungen zwischen ihr und der Verbindung. Zum Schluß des Officiums wurde ein feierlicher Landesvater gestochen. Eine gemütliche Fidulität hielt die Anwesenden noch lange zusammen. Anr folgenden Tage vereinte uns ein prachtvoller Ausflug an die Bergstraße mit unfern Frankfurter, Karlruher Mannheilner und Wiesbadener Alten Herren. Hijikelkinia. Dank reger Keiltätigkeit gelang es uns, noch \) Füxe zu gewinnen, so daß unsere Consuxia die stattliche Zahl von IL Füxen erreicht hat. Zu den im vorigen Bericht angegebenen kamen noch hinzu: Bernhard aus Potsdam. Eohn aus Ostrowo, Glogauer aus Kattowitz. Goldschmidt aus Cuxhaven, Hirschberg aus Bromberg. Pflaum aus Graudenz. Rynarzewski aus Freystadt, Seligmann aus Frankfurt a. M., Weile aus Schönlanke. Von diesen mußte Bernhard aus Gesundheitsrücksichten ans der Verbindung anstreten. Die bcftu - tiven Ehargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: Kupferberg X, F. W. 1. E. W. Grünthal <X, S. W. Heimann ->.?<>(, F. M. 2. K. W. 2. C. W. i. a. B. Jacobsohn l. K. W. i. a. B. Levy T. W. Sch. W. Mayer Z. W. E. R. E. R. Kupferberg, Liepmann, Heimann, Loebinger, Steinberg. Jacobsohu. Bei unserer Antrittskneipe, die am 18. d. M. stattfand und einen sehr schönen Verlauf nahm, konnten wir zu uitserer Freude mehrere alte Herren und Kartellbrüder aus Heidelberg, Straßburg, und Karlsruhe begrüßen. Auch die hiesige Philisterschaft war zahlreich vertreten. Unser l. a. H. Weißkopf hielt eine begeisternde Tendenzrede, wofür wir ihm auch an dieser Stelle unseren besten Dank sagen. Den Höhepunkt unserer Veranstaltungen bildete ein wohlgelungener Ausflug nach Titisee, die beste Gelegenheit, um unseren Gästen die Schönheit des Schwarzwaldes zu zeigen. Mitte nächsten Monats begehen wir unser 15. Stiftungsfest, bei dem wir hoffentlich recht viele Kartell- und Bundesbrüder in Freiburgs gastlichen Mauern werden begrüßen können. W e i ß k o p f wurde A. H., Hei n r i ch Mayer wurde rezipiert. E. G. Licaria. Zu den bereits gemeldeteil krassen Füxen kamen drei neue: stuck, mcd. Fritz Hirfä.berg aus Kolberg. stuck, med. Max Hoffmann aus Viersen Rhld., stuck, iur. Albert Jkenberg aus Köln. Die Antrittskneipe am 11. Mai erfreute sich eines so zahlreichen Besuches seitens der Gäste, alten Herren und Kartellbrüder, daß sich unsere Räume als zu klein erwiesen, Richtsdcstoweniger nahm der Abend einen äußerst angeregten, fröhlichen Verlauf, und die gemütlich-launige Stimmung hielt alle so lange beisammen, «bis Phoebus seine Rosse" schirrte. Der Erstchargierte Vogelslein begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste unb drückte besonders seine Freude über die Anwesenheit unseres lieben A. H. Dr. Holländer aus. der nrehrere Tage bei uns weilte. Die Rede auf Kaiser und Prinzregent hielt der Zweischargierte Oppenheim. Ein Salamander schloß sich an. Später nahm i. a. B. Hermann Salomou das Wort zu einer markigen Tendenzrede, worin er in erster Linie mit klaren Morten das Positive unserer Bestrebungen betonte und sodann die Momente hervorhob, die eine scharfe Trennung ziehen zwischen uns und dem Zionismus und seinen Vertretern. Auch unser lieber A. H. 1)-. Holländer fesselte uns durch Ausführungen in bekannt hervorragender Art über den K.E. Gedanken. In der folgenden Woche hatten wir unsere Verkehrsdamen ztt einem Ausfluge eingeladen. Bei herrlichem FrühlingSsonuenschein fuhren wir morgens mit der Bahn nach Starnberg und von dort mit dein Dampfschiff in fröhlicher Fahrt auf dem ruhig daliegenden, von flimmernder Morgensonne bestrahlten See nach Tutzing. Nachdem wir dort das Mittagessen eingenomrnen hatten, wanderten wir durch schattige Wälder c.m Starnberger See entlang nach bei» idyllisch gelegenen Feldafing. Später kehrten wir zu Schiff nach Starnberg zurück, wo wir in gemütlichem Kreise bei Tanz und Vorträgen noch lange beisammen saßen. Eine Anzahl von Bundesbrüdern besuchte unsere Kartellverbindungen in Darmstadt und Heidelberg. Für die herzliche Aufnahme und die mrs bereiteten fröhlichen Stunden danken wir auch an dieser Stelle unseren lieben Kartellbrüdern aufs wärmste. L. B. Aheno-Sitejia. Der erste Monar des neuen Semesters ist nun vergangen, erfüllt von strammem Korporationsbetrieb. jedoch auch von vielen fröhlichen Stunden Zunächst gelang es uns, noch einen Fuxen zu gewinnen, Herrn strick, iur. Alexander Kamp aus Aachen.