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KC-Blätter · 1912-06-01 · Heft 9 (1.6.1912) · p. Seite 166

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 9 (1.6.1912)
Date
1912-06-01
Page
Seite 166 (sequence 2)
Language
German
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106 tischen Verband beitreten, klaren nicht blaß mir, sondern auch die Mitglieder des K. Z. V. Daß seitens ciu^ctucr Mitglieder des B. I. C. gelegentlich der K. E. als zionistisch, der B. I. C. als nicht zionistisch bezeichnet wird, wenn es gilt, einen .Steilfurcu mit fdjcinbar anti^iouiftifdjcu'Llicii'iiuiöcu zu gewinnen, und umgekehrt, ist mir eine von den sonderbaren Erscheinungen des eigenartigen Wettbewerbs. Sie entspricht völlig der Taktik der Leitung des B. I. E., auch den' großen Verbünden, z. B. deal Zentralverein deutscher Staatsbürger südischen Glaubens gegenüber Ideen- und Interessengemeinschaft zur Schall zll tragen, wenn sie hasst, dadurch Vorteil in der Oesfellttichkeit zu geivinnen, im Stillen aber, oder in versteckter Form (vergl. den Artikel „Zwei Programme", Seite 335—337 der Monatsschrift „Der jüdische Student") diese Verbände itub ihre Bestrebnngen aufs heftigste zu bekämpfen. Daß num den K. C die Vorstufe zur Taufe nenlkt, ihn jungen Iüren als Pflegestätte des Alkoholismns bezeichnet ustv., gebärt wohl and) zu der „Auseinandersetzung mit den Ideen des St. E.", die der B. I. E. herbeifiihren null. Wer solche Kampfesweife übt oder duldet, har von vornherein keill Recht, über angebliche „Verletzung akadevlischer Sittell" von anderer Seite zu sprechen, oder ein Urteil darüber abzngeben, was „im akademischen lind gesellschaftlichen Leben verpönt ist". Im vorliegenden Ja!! aber nurß es als eine, grenzenlose Anmaßung, um nicht einen anderen zutreffenderen Ausdruck zu gebrarrchen, bezeichnet werdeil, wenn das Präsidilllll des V. I. E. dem K. C. Verletzung akadevlischer Sitten, Verwendung von Mitteln, mit denen „sich politische Parteien bekämpfen, wenn die Leidenschaft der Wahlagitation alle Zügel gelockert hat", vorznwerfeil wagt. Man vergegenwärtige sich: Aul 17. Januar beschließt das Präsidium des B. I. C., uns in feinem öffentlichen Heft, das zur Mitgliederwerbuug bestiunnt ist. anzugreifen. Warum? Weil in der Januarnnmmer der K. C.-Blätter nicht mehr bestritten werden, daß die Atcittätii'ifeit des B. I. St. sich bis in die S e k u n d a hinein erstreckt. Das Schreiben ist an „den Herrn Cbcrpcbctl (!!) des b)hmnasiums in." gerichtet und hat folgenden Wortlaut: Bonn, 7. III 12. Sehr geehrter Herr! Unterzeichneter bittet Sie ergebenst, ihm auf beiliegender Postkarte gntigst die Namen der indischen Schicker Ihres Cshmnasinms mm Oberst'kund a-prima, insbesondere die etwaigen jüdischen Abitnrienten nütteilen zu lvvllen. Aiit bestem Dank im Voraus gez. % b>. iVergl. zn diesem Briese den Ton deü Briefes deö Präsidiums des B. I. (5. an den Geschüftüführenden Anschuß des St 15. auf Seite 167). . . ... Dre Redaktion. (<3.72), herallsbeschwvren durch eilte „Ber ichtigung" des V. I. St.-Voiln, die aktenmäßige Darstellung eitles Konfliktes erschienen war, den Alitglieder des Bonner B. I. St. durch unerljörte Beleidigungen eines Rhenosilesen, der sriil>er dem Berliner B. I. St. angehört hatte, grundlos provoziert hatten, und weil diese Darstellung dem Präsidium des B. I. C. ausweislich des Protokolls seiner Sitzung vorn 17. Januar offenbar fatal war. insofern sie die so oft der Oeffentlichkeil gegenüber beteuerte Iriedeunliebe des B. I. E. in eine eigentümlicheBeleuchtung rückte. — Aut 23. Januar bringt „Der jüdische Student" in einein mit Ausschluß der Oeffentlichkeit erscheinenden Heft einen Artikel voll gehässiger Angriffe auf den Ai. E. Ein glücklicher Zufall läßt unseren G. A. Eiablick in das ominöse Protokoll, wie in das geheim erscheinende Heft der Monatsschrift des B. I. E. tun. Was tut das Präsidium des A. I. E., nachdem es erfahren hat, daß nur von dem von ihm beabsichtigten „sensationellen Preßübersall" — um seinen Ausdruck zn gebrauchen — und von den hinter unserem Rücken heimtückisch gegen uns erhobenen und deshalb besonders oeriverflichen nmvahreil Angrisstn Kenntnis er ha! teil haben? Es lvagt es, an unsere, der hinterrücks und systematisch Angegriffenen und demnächst von ihin nochmals Anzngreifenden, Tlskretion zu appellieren, iveil der Umschlag des Heftes den Vermerk „Streng intern" trägt; ja es verlangt sogar, daß das Heft, das iveder nnier Eigentum noch damals noch in unserem MK-fiij mar, ihm umgehend wieder zngestellt werde und daß wir ihm Auskunft darüber geben, „auf welche Weife einer Ihrer innserer! .Herren in den Besitz des .Heftes gelangt ist". Es gehört ein nicht geringes Maß von — gelinde gesagt - Naivität dazu, von einer Organisation zn verlangen, daß sie Angriffe hinterrücks gegen sich richten und weitere Angriffe planen läßt, ohne ihre Stimme erheben zn sollen. Und es zeugt weiterhin von einer nicht zn überbietenden Kühnheit, wenn der Angreifer es als eine Verletzung der n lademischen Sitten zu bezeichnen wagt, daß die hinterrücks angegriffene Organisation die Oesfentlichkeit auf seine Kampfesweise durch Pttblikation des authentischen Materials aufmerksam macht. — ''Angesichts des im Vorstehenden genügend charakterisierten, als „Bauer, komm heraus!-Spielen" in der deutschen Sprache bezeichnten Benehmens des B. I. C. antivorteten wir: „Im Besitz Ihrer werten Inschrift vom 4. Iebrnar li»I2 müssen wir jede Erklärung unsererseits obletznen, iveil wir nicht dazu berufen find, die interne Vertraulichkeit Ihrer Berichte zu wahren. Der Vermerk „Streng intern" muß von jedem Unbefangenen als eine Mahnung an die eignen Mitglieder zur Geheimhaltung aufgefaßt werden. Keines-

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