Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 21 (20.5.1863)
- Date
- 1863-05-20
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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377 378 wer, also tin halbe« Jahr nach hem Erscheinen meiner Regesten von Herrn Grätz veröffentlichten Arbeit Nachweisen. (Schluß folgt.) Erklärung. Geehrter Herr Redakteur! In Nr. 20 deS ״B. CH." werde ich wegen eines Artikels, der in der ״Neuzeit" erschienen ist, angegriffen. Gestatten Sie mir hierauf folgende Bemerkungen: ES ist bekannt, daß ich mich nicht im Entferntesten bei der Abfassung oder Redaktion der Artikel, welche in der ״Neuzeit" erscheinen, mit Ausnahme derjenigen, deren Verfasser ich bin, betheilige. Auf Verlangen der Redaktion der ״Neuzeit" bade ich derselben einige Materialien bezüglich des JudeneideS geliefert, welche sie nach Gutdünken bearbeitete und benutzte, und zwar Notizen auö den Verhandlungen der Juftizstellen und lithographirte Erlasse deö JustizminilicriumS, von denen ich Eremplare besitze, welche für die Ocffeutlichkcit bestimmt sind, und die manchmal Eingangs die U. fache deS Erlasses enthalten. Demjenigen Theilc deS Publikums, weiches so freund-!ich ist, meinen Arbeiten Aufmerksamkeit zu schenken, dürfte cS bekannt sein, daß ich Persönlichkeiten vermeide, und habe ich keinen Grund gegen den Herrn Oberrabbiner Löw — dem ich meine Hochachtung neuerlichst in dem eben erschie« uencn Eataloge der Bibliothek deS sei. Herrn Dr. D. Beer, z» beweisen Gelegenheit hatte — aufzutreten und mit demj selben gleichsam den Reigen der Persönlichkeiten zu beginnen. Der Wahrheit gemäß bestätige ich auch, daß von einem Ansuchen um Gestattung der Rabbineraffistcnz nicht die Rede war. Indem ich Sic bitte, diese Zeilen gefälligst anfnehmen zu wollen, zcichuc ich wie immer hochachtungsvoll und ergebenst*) Wien, 17. Mai. G. Wolf. *) Ich reicht, vollkommen versöhnt, dem Herrn Dr. Wolf mit Vergnügen die Bruderhand. Der Ned. d. Neuzeit hat den Erlaß, d er vor mir lieg t, gerade in Bezug aus den Punkt entstellt und verfälscht, der mich graviren sollte, und woraus Alles ankam. Der Wortlaut deS Erlasses beweist das Gegenlheil vou dem, was Hirr Simon Sz-'ultü »Mer dem Gebrauche von AusührungSzeicheu aus demselben darlhun will. Solch ein Gebaren bedarf wirklich keiues EommentarS. Der Auszeichnung. welche für Herrn Simon Ezüniü jedensalls darin liegt, wenn ich mit ihm polemisirte, hat sich derselbe aus immer verlustig gemacht. Die nächste Nummer des B- Eh. bringt ihm einige beherzigriiswerihe Lehren und Rathschläge» die nicht ohne allgememt« )ulereffe sein werden. 8 öw. Entgegnung. Die ״Neuzeit" vom 22. Mai bringt unter anderem auch ei» Nrtheil über die im Aufträge de« Ministerium« von mir rutworfeu« Fibel. Ich thue hiermit nicht« andere«, al« daß ich den Schreiber jene« Artikel« aufforderr. seinen Namen zu urnuen und sein Urlheil streng wissenschaftlich zu begründen. So lange die« nicht geschieh«, halte ich den Artikel für bloße« Geschwätze. Schade, daß die ״Neuzeit* al- Blatt für volitische, religiöse und Eulturintereffen solchem Gewäsche ihre Spal- «»» öffnet. Dr. AloiS Müller. Bemerkungen. Herrn 8. Schn, in Pari«. Ich bitte ergebenst um die Fortsetzung. Au« Mangel an Raum mußten wieder einige Korrespondenzartikel für dir nächste Nummer zurückgelegt werden. Inserate. Konkurs 2-3 auf die am 1. August 1863 in Erledigung kcmmeudr Stelle eine« Crzichcr« im Prager israelitische» Knabeuwaisenhause. Mit dieser Stelle ist ״cbst der freien ganzen Station ein Jahre«- gehalt von 300 st. ö. W. verbunden. Die Jiistriiklio». welche in der Kanzlei der EiiltiiSgemcindr-Repräsentanz cingcschci, wcrdrii kann, vcrpsiichlel den Erzieher, dir Schulzegcnstäiitc mit den Zöglinge» zu wikderholen, die Beschäftigung derselben aiiziiortiicn und z» leiten und ihr Betragen »nan-gesetzt zu überwachen, jedoch steht ihm die Zeit, zu welcher sich dieselben an Schultagen in der Volks- »nd Thaliiiud-Thoraschulc bcstiidc», zur ausschließlichen Verfügung. Die Bewerber iliüsscn ledigen Standes sein ״nd habe» ihre Gesuche, beleg» mit de» Nachweisen über ihren sittlichen nud religiösen, Lebenswandel, ihre genau, Keniitniß der hebräischen Sprache, die mit gutem Eeslgc zueückgcicgtc Prüfung der VolkSschullrhrer bis spätestens 30. Itttti 1863 bei der Prager irr. EultiiSgemciiide-Repräsentaiiz einzubringen. Von der pragcr isr. Lttitilggtmcikldc-Vrpräsrntan). Prag, am 15. Mai 1863. Drr Vorstand: _ Ernst W e h l i, Präsrs. Konkurs. Ein Eantor, des Hebräischen kundig, der auch ausreichende mustkalische Bildung besitz», um Ehordirigcnt zu sein, stntet unter gleicher Nangstellnug mit dem bereits amtirende» Eantor au unserem Tempel eine Anstellung mit einem de» Bedürsniffen entsprechenden zusrictcnstel. lenden Gehalte. Bewerber habe» ihr, mit den nölhige» Zeugnissen belegten Gesuche längsteuS bis lN. Mai l. I. an den gefertigten Vorstand portosrei einzustnden, woraus ihnrn die Zut zur Probcabhallung brieflich kundgegeben wird-, von dem Erfolge hängen die näheren Gehalts- und Emolumentenbestimmungcu ad. Bei gleicher Befähigung erhält der des Thoravorlcsen« Kundige Le» Vorzug. Nur im Ausnahmssalle werden die Reisekosten vergütet. Prag, den 26. April 1863. Der Vorstand drr Vru-Aynagoge N. E. 187—5 in drr Kreuzgaffe. Tzegedin, Leipzig, Selbstverlag der Rtlaklü». Lommlskiou,-Verlag oon Franz 111)1(1. Druck von Sigmund Burger ia Szegediu.