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Der israelitische Volkslehrer · 1859-11-01 · Heft 11 (November 1859) · page 3

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 11 (November 1859)
Date
1859-11-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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344 Verhandlungen des großen Rathes :c. ßigen Auflagen zu befreien gewußt haben. Deloes fordert nochmals allgemeine Verweisung an die Kommission, weil man keine Gesetze im Enthusiasmus geben müsse. Guter ruft, im Namen der Menschheit soll man den Juden die auch*) . . ................. sogleich durch Acelamation geben; er klatscht — wird aber nicht unterstützt. Hubens Meinung wird angenommen. Senat, 1. Juni. Der Senat empfängt den Beschluß, die Aufhebung der Personalabgaben der Juden betreffend. Man fordert Urgen;- erklärung und Annahme desselben. Padou widersetzt sich der Urgenz, will die Berathung bis morgen verschoben und das Reglement beobachtet wissen; eben habe man den Beschluß, der die menschenfreundlichen Mönche auf dem St. Bernhards berg betrifft, um einer Nebensache willen verworfen und um der Juden willen scheine man hingegen nicht genug eilen;u können. Lüthi von Lengnan verwundert sich ebenfalls über die allgemein günstige Gesinnung für die Juden, die er in der Versammlung bemerkt; was sind die Juden, sagt er, für eine Klasse von Menschen? sie haben^is dahin geglaubten göttlichen Befehl zu haben, uns zu bestehlen und zu betrügen; warum sollten wir sie nun zum Voraus begünstigen? wir köm nen sie uns nicht gleich achten, so lange sie uns nicht ihre Töchter geben, noch diese unsere Söhne Heirathen; er will Vertagung auf morgen. Laflechere: so oft uns der große Rath die Abschaffung einer mit den Grundsätzen der Freiheit unvertraglichen Sache vorschlägt, so ist ein solcher Beschluß dringend. Die Konstitution unterscheidet keine Religion; wir sollen alle Brüder sein, und wer anders ist an der Verkehrt heit der Juden schuld als die Christen, die sie beständig von sich gestoßen haben. Lüthi von Solothurn und Crauer sprechen für den Beschluß, er wird angenommen. *) Diese Stelle ist ausgelöscht.

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